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Julian: Hit the road Jack…

24.03.2009, 11:49


Seit ein paar Tagen nun schon nicht mehr am arbeiten und geniesse es natuerlich sehr.

Da das Schicksal mir mal wieder einige Steine in den Weg geworfen hat befinde ich mich immer noch in unserer Bude in Perth. Musste echt die 2 letzten Wochen noch auf die Zaehne beissen. Naja abgesehen von dem ganzen Trouble hatte ich noch ein paar echt gute Tage. Das letzte Festival war der absolute Hammer. Eigentlich nen extra Bericht wert, aber ich hab es auch ausreichend mit Bildern und Videos dokumentiert. Nun ists dann also endlich soweit… Ronan hat meinen Van mit einem Bett ausgestattet.(Ich durfte ihm nicht mal dabei helfen. Er ist gelernter Zimmermann und meinte nur das waere sein Job), mein Hab und Gut ist Verstaut und mein Mp3 player ist mit nem Haufen guter Musik vollgepackt (Dies ist fuer einen geplanten Roadtrip mit das Wichtige. Vorallem da ich mich ja nun allein auf den Weg mache.) Ist schon ein komisches Gefuehl nun die Sicherheit der eigenen 4 Waende wieder einmal gegen den nomadischen Lebensstil eines Backpackers einzutauschen. Um ehrlich zu sein hatte ich gestern auch ein bisschen Muffensausen(Konnte dies aber mit einem Bierchen in den Griff bekommen). Auch da in letzter Zeit so viele Dinge schief gelaufen sind. Aber ich denke dass gehoert dazu und wenn ich dieses Gefuehl nicht haette wuerde was nicht stimmen. Nur wenn man den Schritt ins Unbekannte wagt, kann man Neues entdecken. So gehts dann also los. Gerade das Kayak noch aufs Dach geschnallt und dann erstmal zu meinem ehemaligen Chef, dem schulde ich noch ne Kiste Bier. Anschliessend dann ab in den Sueden nach Albany. Von dort gehts dann gemuetlich die Suedwestkueste hoch wieder zurueck nach Perth.

Melde mich dann von der Strasse wieder.

Ps.: Sorry Kaiserslautern, die Mails muessen noch ein bisschen warten

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Julian: Party hin, Party her

24.03.2009, 11:47


Mein Job in der Zuckerwasserfabrik neigt sich dem Ende zu und ich freu mich schon riesig darauf endlich wieder weiter zu ziehen. Wird ja auch so langsam mal Zeit. Bin lange genug hier haengen geblieben. Am kommenden Freitag habe ich dann den letzten Arbeitstag und werde warscheinlich in der darauf folgenden Woche erstmal ne Woche in den Sueden runter fahren. Vll schaffen wir es am naechsten Wochenende auch endlich noch nach Rottnest Island. Hat letzte Woche dann wieder nicht hingehauen. Aber ich bin optimistisch was die Naechste betrifft…

Morgen gehts mal wieder auf ein Festival. Hab gluecklicherweise kostenlos ein Ticket bekommen:-). Good Vibrations heisst es und findet auf einer Insel statt. Ausser Fatboy Slim kenn ich kaum einen der Artists aber es verspricht dennoch ein mega Tag zu werden. Allein, dass es auf einer Insel stattfindet… Wie geil ist das denn bitteschoen. Da steppt der Baer sag ich euch. Ausserdem hab ich am Montag frei und kanns somit unbesorgt krachen lassen;-)

An dieser Stelle koennte ich noch von letztem Sonntag berichten, als Ronan und ich auf eine “Mission Fremantle” auszogen um dort nach einer Wohnung fuer ihn zu gucken aber dann eine Pubtour daraus wurde die bis spaet in den Abend dauerte. Aber das lass ich mal bleiben…Nur soviel:war auch richtig geil. Nur damit ihr nicht denkt ich wuerde hier nur Party machen…Die Warheit ist, dass ich viel weniger feier als noch im Saarland. Vertrag auch kaum noch Alkohol…Wirklich jetzt. Bin quasi die Kirchenmaus schlechthin…;-) Verspreche euch, dass ich sobald ich wieder auf der Reise bin auch wieder ueber andere Dinge berichten werde…

Wuensch euch noch schoene Fastnacht und wueder mich ueber den ein oder anderen Dangercall freuen ;-)

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Julian: Das Wochenende

14.02.2009, 09:56


Huhhah…

Hatte eines der besten Wochenenden seit ich mich auf diesem Kontinent befinde. Und es kam alles anderst als geplant. Wie ich ja berichtet hatte wollten wir ja eigentlich nach Rottnest Island. Nun ja daraus wurde nichts. Das Festival war einfach nur wahnsinn. Ich hab waehrend der Arbeit ein super nettes Paerchen kennen gelernt, denen ich mich dann nach Feierabend angeschlossen hatte. Jaqui und Tyson aus Fremantle( Dem wohl schoensten Vorort von Perth.Direkt am Meer und an der Flussmuendung des Swanrivers gelegen. Der leichte Hippyflair, die vielen Studenten und Back[packer und guten Restaurants machen den Ort zu einem meiner Lieblingsplaetze hier. Sie spendierten mir einige Drinks und stellten mich einer Menge Freunde vor. Da wir ja nur 4 Stunden arbeiteten konnten wir uns die meisten Bands noch persoenlich ansehen. Zu trinken hatten wir schon waehrend unserem Job angefangen ;-) . Das Wetter war Sahne wie immer und die Bands die spielten, waren auch nicht von gestern. Hatten echt ne menge Spass. Als wir uns dann den Headliner ansahen, verschwanden die anderen zwei ploetzlich und Jaqui tauchte dann kurze Zeit spaeter tanzend auf der Buehne auf. Wie sich herausstellte hatten die beiden Schlingel sich Backstage geschlichen.

Waehrend Jaqueline es auf die Buehne geschafft hat wurde Tyson von der Security aufgegabelt und aus dem Festivalgelaende befoerdert. Trickreich wie er ist, hat er es natuerlich wieder reingeschafft. Spaeter luden die 2 mich in ihre WG ein. Also nahmen wir den letzten Zug nach Fremantle. Die Bude teilen sie sich mit 2 anderen Jungs die ich schon auf dem Festival kennen lernte. Ziemlich gut gelegen. 5 Minuten vom Strand und 15 vom Meer entfernt. Das Haus selbst hat mir ziemlich gut gefallen. Vorallem die Kueche die sie mit Festivalpostern tapizierten. Eine Art Partyraum im Garten liess Erinnerungen aufkommen. Eigentlich wollten wir in der Nacht noch schwimmen gehen, aber die Muedigkeit uebermannte uns und so belliessen wir es bei ein paar Bierchen auf der Veranda. Spaeter bekam ich ein kuscheliges PLaetzchen auf der Couch zugewiesen.
Nach einer tiefen traumlosen Nacht wachte ich morgends auf wundersame Weise ohne Kater auf. So langsam kamen aus allen Ecken Leute gekrochen. Nach einem Kaeffchen entschlossen wir uns ein gemeinsames Fruehstueck im Staedtchen einzunehmen. Verzweifelt versuchte ich Ronan zu ereichen hatten wir doch abgemacht, dass wir von Fremantle aus die Faere nach Rottnest Island nehmen. Er ging nicht ran… Wie dem auch sei. Zum Fruehstueck gab es Meeresfruechte und ein grosses Bier. MIt schwer gesaettigtem Magen gings dann in einen Pub in dem richtig gute Livemusik lief. So verstrich der Samstagvormittag und wir verbrachten einige Stunden dort. Irgendwann rief ein ziemlich verkaterter Ronan an und teilte mir mit, dass wir unseren kleinen Trip verschieben muessten, da er am vergangenen Abend zu tief ins Glas geschaut hatte. Das kam fuer mich gar nicht so unpassend, zumal ich auch schon wieder ein paar Bierchen intus hatte. Im Pub trafen wir 3Englaender, die gleich zu einem Spontanen Barbeque eingeladen wurden. Also gings auf zum Supermarkt ein paar Rippchen und Wuerste besorgen und wieder zurueck zum Haus, wo wir uns entschlossen vor dem Grillen noch ein bisschen in den Fluss schwimmen zu gehen. Wir gingen zu einem kleinen Straendchen direkt in der Naehe. Ausser uns befand sich keine Menschenseele dort. Das Wasser war recht warm und es war ein Hochgenuss darin zu baden.
Waehrend wir uns auf einem kleinen Steg von der Sonne trocknen liessen erzaehlten die Englaender uns Stories von Thailand wo sie sich noch vor 2 Monaten befanden. Spaeter liessen wir dann den Tag beim schon erwaehnten Barbeque ausklingen. Auch diesmal bekam ich wieder einen Schlafplatz angeboten. Dankend lehnte ich ab und machte mich mitten in der Nacht auf den weiten Weg nach Hause. Hatte mein Fahrrad ja noch immer in Perth stehen.

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Julian: Freitag… und damit Wochenende

14.02.2009, 09:52


Oh leck, hab heut morgen fast verpennt. War auf jedenfall ziemlich spaet an und musste das Fruehstueck und den (um 3 Uhr doch so wichtigen) Kaffee ueberspringen. Bin grad heim gekommen, hab was gegessen und meine Hose mit ein bisschen Zwirn und Faden wieder in einen anschaulicheren Zustand gebracht. Jetzt gehts gleich mit meinem Drahtesel aufs Lanewayfestival. Dort werde ich 4 Stunden arbeiten und mich dann anschliessend selbst in die Menge schmeissen. Anschliessend gehts vielleicht auf ne Reggaeparty, zu ehren Bob Marleys Geburtstages. Morgen frueh dann (warscheinlich verkatert) nach Rottnest Island, fuer den Rest des Weekends.

Schoenes Wochenende!

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Julian:Oh leck 2009 oder was? Das ging aber flott!

14.02.2009, 09:51


Aber echt jetzt. Bin doch gerade erst in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen.

Die Festtage sind schon seit einiger Zeit vorbei, der Sommer nicht. Ich hoffe ihr habt die freien Tage, sofern ihr welche hattet, genossen. Bei mir wars, naja anderst als gewohnt. Waehrend in der Heimat eine neue Eiszeit auszubrechen schien, stiegen die Temperaturen bei uns seit her immer weiter an. Weihnachten war schon richtig heiss. Aber auch richtig gut . Ronan, Maria und ich haben es nach europaeischem Brauch schon am 24. mit ein paar Bierchen zelebriert, die Nacht durchgemacht und morgends nach einem starken Kaffe mit Schnaps (Scheinbar ein alter schottischer Weihnachtsbrauch) wieder mit Bier und Cocktails weitergemacht. Irgendwann in der Nacht hab ich noch verzweifelt versucht alle meine Geschenke mit Papier zu umhuellen. Nach einiger Zeit bin ich dann auch wirklich damit fertig geworden. (Alle anderen Geschenke lagen schon seit 2 Tagen fix und fertig unterm Plastikbaum). Den Rest des Tages haben wir mit Trinken,Bescherung, Spielen, Grillen und Trinken verbracht. War ein echt guter Tag. Ein bisschen Abwechslung in einer Zeit in der es mir nicht all zu gut ging. Das Haus war voll, die Sonne schien und alle waren gut drauf.

Nun ein paar Saetze zu Sylvester. Znaechst haben wir bei uns im Garten vorgeglueht und sind dann anschliessend gemeinsam mit dem Bus in die Stadt gefahren. Dort waren hunderte Menschen in den Strassen, es gab Lifemusik und ein paar Shows. Etwas entaeuscht hat mich das nicht vorhandene Feuerwerk. Es gab zwar einen Countdown und jeder hat laut mitgezaehlt, aber das Einzige was um 12 dann in die Luft geschossen wurde war ein bisschen Glitter. Als der Trubel dann vorbei war sind wir noch fuer ein paar Stunden in nen Club rein und spaeter mit nem Taxi an den Strand gefahren. Dort haben wir dann denn Neujahrsmorgen verbracht, sind im noch stillen Ozean schwimmen gegangen und haben die Sonne aufgehen gesehen. (Das war ungefaehr um die Zeit als bei euch dann auch das neue Jahr eingeleitet wurde). Hab ein paar von euch in der Nacht noch Smsen geschrieben. Hoffe die sind alle angekommen.

Wo wir grad beim Thema Strand sind…. In letzter Zeit werden die Haie vor Australiens Kueste immer bissiger. So Einige wurden schon angeknabbert oder sogar ganz verspeist. Gerade hier, an dem Strand an dem wir uns meistens rumtreiben tummeln sich die Weissen scheinbar wie die Sardinen in der Dose. Ein paar Leute sind schon verschwunden. Habe bisher aber noch keinen der Kollegen zu Gesicht bekommen, obwohl ich mich des oefteren dort aufhalte. Was meine Arbeit bei der Limonadenfirma betrifft, so wuerde ich mich nie so richtig daran gewoehnen koennen jeden Morgen um 3 Uhr aufzustehen. Um das laenger als ein paar Monate auszuhalten muss man echt irgendwo was locker haben. Nun schlepp ich mich aber dennoch jede Nacht aus dem Bett und schuett mir ersma nen tiefschwarzen, dickfluessigen Kaffee ein der schon nicht mehr schmeckt, aber mir wenigstens fuer die Dauer der Autofahrt die Augen oeffnet. Die Arbeit selbst ist anstrengend aber ok. Die Zeit geht schnell rum da man immer beschaeftigt ist. Auf das Festival, das ich beim letzten mal erwaehnt habe konnt ich leider nicht gehen. Musste in der Firma arbeiten. Dafuer hab ich vor 2 Wochen auf nem Internationalen Bierfest gearbeitet. Hab dort mit ein paar anderen Jungs aus Deutschland Kuehlschraenke aufgefuellt. War ziemlich lustig. Da wir so viele waren, hatten wir kaum was zu tun und konnten so die meiste Zeit machen was wir wollten.Bei den ganzen Biersorten die mir da durch die Haende geglitten sind ist mir jedesmal das Wasser im Munde zusammen gelaufen.

Letztes Wochenende hatte ich noch nen Job auf nem Reggaefestival. Diesmal aber nicht fuer Geld sondern einfach fuer das Ticket. War aber obwohl es mehr oder weniger Freiwilligenarbeit war, der beste Job den ich bisher in Australien hatte. Hat riesigen Spass gemacht. Hab auch wieder nen haufen netter Leute getroffen mit denen ich jetzt auch schon oefters was unternommen hab. Schade, dass es nur ein Tag war. Es ging viel zu schnell rum.
Hab mir vor ein paar Wochen hier in Perth ein Auto gekauft. War aber eher ein Versehen als eine gewollte Aktion. Schaetze mal es war ein Verzweiflungsakt, da ich mir nicht jeden Tag Sorgen darum machen wollte, wie ich am naechsten Tag zur Arbeit komme. War echt nervig. Naja jetzt hab ich nunmal das Auto und bin zunaechst auch ganz zufrieden damit. Es ist ein wirklich kleiner Bus von Suzuki und verbraucht, da er so klein ist, so gut wie gar nichts. Es ist auch nicht grad der Allerschnellste, mit seinem 1.1l Motor;-). Ist mir aber egal. Autobahnen gibts hier sowieso nich. Demnaechst will ich den Kleinen mal auf vordermann bringen, ein Bett rein bauen und ihn reisefertig machen. Hab noch ne Hifi-Anlage dabei bekommen, die ich dann auch noch installieren werde. Hab einiges zu tun wenn ich ihn so umbauen will wie geplant. Aber Ronan, der ein Zimmermann ist, will mir beim Ausbau zur Hand gehen.

Des weiteren hab ich mir die Tage noch ein Kajak zugelegt. Hab gedacht irgendwas muss ich machen. Ist schon 15 Jahre alt aber noch gut in Schuss. Die alte Besitzerin ist einige Rennen damit gefahren, drum hat es schon viel mitgemacht. Ist hier eigentlich eine top Gegend zum paddeln. Der Swan River kommt aus dem Landesinneren und schlaengelt sich an der Cityskyline vorbei in Richtung Ozean. Bietet eine guten Hintergrund fuer Fotos. Vor 2 Wochen haben wir uns spontan dafuer entschieden fuers Wochenende runter nach Magaret River zu fahren. Die Gegend ist bekannt fuer guten Wein und einige der besten Surfstraende Australiens. Wir also kurzerhand unsere sieben Sachen ins Auto gepackt, Ronans Surfboard und das Kajak aufs Dach geschnallt und ab gings. War gut mal aus der Stadt raus zu kommen und was anderes zu sehen. Die Landschaft ist super schoen dort unten. Alles ist total gruen und fruchtbar. Etliche Weinfelder und Waelder zieren die Gegend. Muss sagen an dem Wochenende haben wir es uns richtig gut gehen lassen. Sind insgesamt 3 mal Essen gegangen. Zuerst gabs thailaendisch, dann nen riesigen Seafood-Teller und am letzten Tag dann haben wir in einem total netten Restaurant oberhalb des Strandes gespeist. Hab selten so ne gute Pizza gegessen wie dort. Man konnte die frische der Zutaten wirklich schmecken. Die Terasse bot Meeresblick, aus den Lautsprechern kam chillige Loungemusik und der Kaffee schmeckte vorzueglich. (Muss unbedingt nochmal dorthin zurueck). Uebernachtet haben wir auf dem Oeko-Bauernhof, eines Freundes von Paul. Der hat dort im letzten Jahr fuer ein paar Tage gearbeitet und Peter der Besitzer meinte es waere kein Problem, wenn wir dort schlafen wuerden. Peter ist ein netter, lustiger, etwas aelterer Herr der ueberaus Gastfreundlich zu uns war. Kaum dort angekommen, lies er uns schon all die koestlichen Dinge probieren die er auf seinem Hof so anbaut. Erdbeeren, Tomaten, Moehren und und und. Lecker lecker kann ich da nur sagen. Wir haben ihn dann am naechsten Morgen auf dem Markt besucht und reichlich Marmelade und Honig eingekauft, die er auch selbst herstellt. Sonntags sind wir ein Weingut besuchen gegangen. In der Gegend gibt es ueber hunderte davon und in allen kann man kostenlos probieren. Dies Taten wir dann auch und assen die Cracker und Dips die man so dabei bekommt zum Fruehtueck. Man kann hier echt Tage damit zubringen von Weingut zu Weingut zu ziehen und sich kostenlos ein Glas nach dem anderen einschaenken zu lassen. Um ehrlich zu sein haben wir sowas auch noch vor ;-) .
Auf dem Rueckweg nach Perth haben wir noch nen Zwischenstopp in Bunbury eingelegt wo gluecklicherweise grad ein Battle of the Bands am Strand stattfand. Dort haben wir dann bei recht guter Musik das Wochenende ausklingen gelassen. Nun denn… Am Freitag bin ich mal wieder auf nem Festival am Arbeiten. Aber nur 4 Stunden und dann kann ich selbst die Musik geniessen. Die Festivaljobs machen echt riesigen Spass. Jedesmal ne super Athmosphaere. Nicht zu verschweigen die ganzen huebschen Maedels die an der Bar arbeiten und die Musik im Hintergrund.

Ronan und ich wollen am Wochenende warscheinlich nach Rottnest Island, eine kleine Insel vor den Toren der Stadt. Soll perfekt zum Schnorcheln und Schwimmen sein wenn man mal von den Haien absieht. Hm ich versuche spaetestens am Ende des Monats hier weg zu sein. So langsam wirds echt Zeit.

Liebe Gruesse in die Heimat…

Julian

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Julian: Weihnachten unter der Sonne

25.01.2009, 08:53


Einiges hat sich getan im Land des Kaenguruhs…..Der Weihnachtsmann steht quasi schon mit einem Stiefel im Haus, den Sack reichlich mit Geschenken gefuellt. Zumindest in unserem Haus.;-) Haben wir ihm doch seinen Stuhl und seinen Zug aufgebaut.
Unser Weihnachtsbaum(den wir von der Firma gesponsert bekommen haben) steht auch schon seit laengerem. Das Einzige was fehlt ist die besinnliche Stimmung… Diese kommt schwer auf, bei den hiesigen Temperaturen. Das Wetter wird immer besser und unsere Hautfarbe immer dunkler. Weihnachten?…hier im Sommer?… kann ich mir immer noch nicht so richtig vorstellen. Werden es wohl hier im Hause feiern. Wir sind ja jetzt genug Leute. Am Sonntag sind Pauls Schwester und ihr Freund hier angekommen. Ausserdem 3 weitere Taiwanesen(2 Maedels und ein Junge) die ich vorher noch nicht gekannt hab. Haben natuerlich umgehend ihre Zelte bei uns im Garten aufgeschlagen,was diesen tatsaechlich schon wie einem Campingplatz aussehen laesst. 10 Menschen leben nun also bei uns im und ums Haus. 6 Taiwanesen, 2Hollaender, ein Schotte und ich. Mit den ganzen Leuten, die hier sowieso ein- und ausgehen ist es schon ziemlich geschaeftig hier. Fuer unsere Freunde vom Gartenzeltplatz haben wir einen extra Kuehlschrank in der Scheune zum laufen gebracht. Des weiterem haben wir 6 zusaetzliche Fahrraeder in einem Garagenverkauf fuer umgerechnet ca15Euro erstanden. Einen weiteren Sessel haben wir am Strassenrand gefunden. ;-)
Was unser Berufsleben betrifft so haben Paul und Jereon jetzt seit laengerem einen Job in einer Brotfabrik. Das Gute daran, jeder von ihnen darf am Tag 2 Brote mit nach Hause nehmen was unser Gefrierfach seit einiger Zeit ziemlich zum ueberquellen bringt. Aber nicht nur Brot bekommen wir nun kostenlos, auch Wraps, Broetchen und allerlei andere Teigwaren. Macht sich ehrlich gesagt in einem Backpackerhaushalt nicht schlecht fuer diese Grundnahrungsmittel nichts bezahlen zu muessen.
Ich hab derweil ein paar Tage fuer eine Firma Container entladen. Unter anderem Toilettenpapier welches ich auch in rauen Mengen mit nach Hause nehmen durfte.(Auch dies ist in jedem Haushalt von Nutzen;-) )
Irgendwie ist mir in den letzten Wochen hier aber trotz allem so ein bisschen die Decke auf den Kopf gefallen. Von Rastlosigkeit und Tatendrang geplagt wuenscht sich ein Teil von mir schon wieder weiterziehen zu koennen und in Bewegung zu bleiben. Plaene beginnen sich zu entwickeln, aber dann raeht mir mein Geldbeutel noch ein wenig im Schutze der Sesshaftigkeit zu verweilen. Aus diesem Grunde war ich in den letzen 2 Wochen auch mal wieder auf der Suche nach nem neuen Job. Diese verlief Anfangs nicht gerade erfolgreich. Auch sonst lief es nicht so ganz rund in letzter Zeit. Was aber jedesmal gegen die sinkende Stimmung hilft, ist der indische Ozean. Am liebsten wuerde ich so oft wie nur moeglich zum Strand hinaus fahren, denn alleine der Anblick des tiefen Blaues, das sich am Horizont mit dem strahlenden Blau des Himmels vermengt wirkt wie Balsam fuer die Seele. Jedesmal wenn ich mit dem Auto oder dem Fahrrad ueber die Spitze des letzen Huegels komme und sich das Meer vor mir ausbreitet, durchstroemt mich ein tiefes Gefuehl von Zufriedenheit und ich kann nicht mehr aufhoeren zu Grinsen.
Ganz zu schweigen von einem Bad in dem wirklich angenehm warmen Wasser… Dies fuehlt sich richtig gut an. Wenn du im Wasser bist vergisst du einfach die Zeit und alles andere um dich herum. Die Wellen, die dich hin-und herschmeissen, der salzige Geschmack auf den Lippen und die von der Sonne glitzernde Oberflaeche….das Alles laesst dich deine Altagssorgen fuer einen Moment vergessen. Als wuerdest du sie am Strand abstreifen.
Wie dem auch sei, seit Montag nun hab ich auch nen neuen Job in einem Lager der Firma Cadbury/Schweppes(die Limonade).
Die Arbeit besteht im grossen und ganzen aus der Zusammenstellung und Verteilung der Kundenbestellungen. Dabei geht es um allerlei Getraenkearten. Von den verschiedensten Sorten an Saeften und Limonaden ueber Ice Tea zu Pepsi und Red Bull. Eigentlich alles Moegliche was man sich an Getraenken nur vostellen kann. Das Gute daran ist, dass wir bis auf den Red Bull alles kostenlos mit nach Hause nehmen duerfen.
Nun der Haken an der ganzen Sache. Arbeitsbeginn ist um 4 Uhr Morgends. Ach was sag ich da, ich meine natuerlich 4 Uhr mitten in der tiefsten Nacht. Das bedeutet ich muss um 10 Uhr spaetestens ins Bett gehen und um 3 Uhr wieder aufstehen. Eigentlich waere mir eine anstaendige Nachtschicht lieber muss ich gestehen. Andererseits hab ich so schon um 12Uhr Feierabend und mehr Zeit etwas bei Tageslicht zu unternehmen(zum Beispiel zum Strand gehen;-) ). Schon etwas verrueckt….und dann duerfen die Jungs noch nicht mal den Redbull trinken. Keine Ahnung wie die das laenger wie ne Woche aushalten. Naja werde sehen wie es bei mir hinhaut.
Zu Weihnachten werde ich mir jetzt mal ein paar neuen Kleider goennen. Den Alten sieht man das Reiseleben mitlerweile doch schon an. Entweder sind sie total ausgewaschen, durchloechert oder mit Farbe bespreankelt. Hab mir ja eigentlich geschworen sie zu tragen, bis sie mir vom Koerper fallen was mir mit einer Hose beim Orangenpfluecken tatsaechlich passiert ist. Nun sind aber Kleider in Australien eh guenstig und um die Weihnachtszeit ziemlich reduziert.
Das Weihnachtsfest wird ja in Australien erst am 25. gefeiert und wir werden es wohl mit einem grossen Backpackerdinner bei uns im Haus(mit ungefaehr 16 Leuten) angehen, dann zum trinken uebergehen und vll spaeter noch ausgehen. Mal sehen was der Abend so mit sich bringt. Was Sylvester angeht, so ist bis jetzt noch nicht viel geplant. Naja nach Sylvester haett ich nen Job auf nem grossen Festival hier in Perth wofuer ich freien Eintritt bekommen wuerde. Das Problem ist, dass ich noch nicht so recht weiss wie das mit meinem anderen Job hinhaut. Waer schon was tolles mal wieder ein ein paar Tage laute Rockmusik, Bier und Festivalluft zu geniessen.

Ich wuensche Allen frohe Weihnachten und einenguten Rutsch schon mal.
Hoffe ihr habt ne schoene Zeit und bleibt gesund.

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Julian: Perth, Sommer und Weihnachtsschmuck…

22.12.2008, 15:54


Hm… fang am besten da an wo ich das letzte Mal aufgehoert habe .

Wir haben uns in Albany noch The Gap angesehen, eine Felsformation die hier enstand als der Superkontinent Gondwana vor ein paar Millionen Jaehrchen auseinander brach. The Gab Ist auf jedenfall noch sehenswert. Zu sehen wie die raue See an die Klippen klatscht und die Gischt Meterhoch die Waende hinauf spritzt laesst ein sondabares Ruhegfuehl aufkommen. Bei diesem Anblick wird einem ziemlich schnell bewusst, wie klein und nichtig man doch eigentlich ist im Verhaeltniss zu den gewaltigen Naturgewalten. Naja, danach gings auf jedenfall richtung Norden nach Perth. Da wir mal wieder etwas spaeter am Abend dort eintrafen, liessen wir die Suche nach einem Campingplatz aus und halfen Daniel ein Hostelbett zu finden. Dies war schwer genug, denn wir mussten 10 Hostels anrufen bis wir schliesslich was fuer ihn fanden. Danach stellten wir kurzerhand das Auto auf nem Parkplatz ab und stuerzten uns ins Nachtleben. An diesem Abend wurden wir allerdings nicht wirklich alt. Der Umstand, dass wir uns kaum auskannten und die vorhandene Muedigkeit der laengeren Fahrt liessen uns bald wieder zum Auto zurueck kriechen wo wir erschoepft einschliefen. Am naechsten Tag brachen wir frueh zu einem Campingplatz am Stadtrand auf, wo wir ungefaehr fuer eine Woche hausten. Am selben Abend noch gingen wir dann richtig aus. Unter anderem auf ein orginal german Oktoberfest. J Da wir den letzten Bus in die Stadt verpassten fragten wir ein Maedel an der Tanke ob sie uns einen Lift geben koennte. War kein Problem. Sie war mit dem Schmuckstueck ihres Vaters, einem Ford aus den70ern unterwegs, was die Fahrt in die City zu einem Erlebniss fuer sich machte. Naja, war auf jedenfall ein netter Abend mit reichlich Drinks und Musik. Wir ueberlegten uns, dass es eigentlich ein coole Sache waere fuer eine laengere Zeit in der Umgebung von Perth zu wohnen, Arbeit zu finden und auf Festivals zu gehen (davon finden naemlich in der naechsten Zeit einige hier statt). Ausserdem gibts hier in der Naehe gute Moeglichkeiten um Tauch- und Surfkurse zu machen. Die naechsten Tage verbrachten wir dann damit die Zeitungen und das Internet nach Wohnungen und Jobs zu durchsuchen. Ausserdem besuchten wir Freunde von Paul, die uns bei der Suche behilflich waren. Johnny und seine huebsche Tochter aus Malaysia…Johnny ist stolzer Besitzer eines netten kleinen Cafe’s im Studentenviertel von Perth. Jedesmal wenn wir dort einkehren werden wir vorzueglich bewirtet. Dazu gehoerhen: guter Kaffee in allen Variationen(der beste Ice Coffee der ganzen Stadt), kuehles Bier, frisch gebackene Muffins und andere Dinge. Selten muessen wir etwas von dem was uns angeboten wird bezahlen. Die nette Gesellschaft und Gastfreundlichkeit, die die beiden bieten lassen uns des oefteren dorthin zurueck kehren. Wie dem auch sei…Einige Tage, Anrufe und ein Vorstellungsgespreach (Fuer eine Firma von Rolladenvetretern.:-) Weiss auch nicht was wir uns dabei gedacht haben) spaeter, hatten wir Glueck bei der Jobsuche. Wir fanden etwas bei einer Dekoraktionsfirma fuer Kaufhaeuser. Es ging um Weihnachtsdekos. Der erste Arbeitsag war am darauf folgenden Wochenende. Den Rest der Woche verbrachten wir mit Wohnungssuche und dem Erkunden der Stadt. Diese lief aber zu dem Zeitpunkt nicht ganz so erfolgreich. Wir hatten zwar einige Besichtigungstermine aber der Umstand, dass wir etwas fuer ein paar Monate(und keine 6 was normalerweise das Minimum ist) wollten machte die ganze Sache etwas schwieriger. Naja am Samstag Morgen gingen wir zum Swan River um uns von dort aus das Red Bull Airrace anzusehen, das dieses Jahr in Perth stattfand. Die ganze Show war ziemlich beeindruckend, vorallem der Duesenjet der mit ohrenbetaeubendem Laerm ueber die Koefe der Zuschauer fegte. Vll hatts der ein oder andere von euch ja ueber Tv verfolgt. Fast haetten wir fuer das Wochenende auch dort einen Job bekommen. Leider ist daraus dann nichts geworden da wir Nachmittags dann fuer die Dekorationsfirma anfingen. Wir trafen das Team direkt in einem der Kaefhaeuser, nach Ladenschluss natuerlich. Sind total nette und lustige Leute mit denen wir da zusammen arbeiten. Die Arbeit selbst ist mal ne ganz neue Erfahrung wenn man mal von dem bisschen Weihnachtsschmuck zu Hause und in der Gaertnerei absieht mit dem ich bisher in Kontakt kam. Die Firma macht eigentlich allerlei Dekorationsarten fuer Kaufhauser aber so kurz vor Weihnachten dreht sich nunmal alles um dieses Thema. Deshalb stehen wir seit einigen Wochen an Werktagen in der sogenannten Fabrik (ein kleines Lagerhaus mit allerlei Dekorationskram) basteln, bauen und streichen unter anderem Haeuser, Stuehle und einen Zug fuer Santa Claus. Ausserdem schmuecken wir Weihnachtsbaeume in allen groessen(natuerlich aus Plastik), Giarlanden und verpacken Geschenkkartons. An den Wochenenden gehts dann rein in die menschenlehren Kaufhaeuser, wo wir dann alles aufbauen und herichten. Ist schon ein komisches Gefuehl wenns draussen um die 30 Grad ist und du in ner Shoppingmall unter der Decke haengst und Weihnachtschmuck anbringst J . Genau dort befand ich mich auch gerade als mich vor einigen Wochen ein paar Jungs aus Kaiserslautern anriefen die dort ihre neue Bude gebuehrend einweihten. Hab nicht wirklich viel verstanden daher nehm ich mal an, dass ihr euch koestlich amuesiert habt. Allerdings konnte ich einige Stimmen identifizieren.

Naja zurueck zu unserem ersten Arbeitstag. Wir hatten morgends unser Zelt auf dem Campingplatz abgebaut und hatten eigentlich vor, irgendwo im Auto zu pennen da wir eh am naechsten Morgen wieder frueh zur Arbeit mussten. Es kam aber ganz anderst. Wally, der Neffe unseres Chefs(die Firma ist quasi ein Famielienbuissness) boht uns an, fuer eine Nacht bei ihm zu uebernachten. Dieses Angebot liessen wir uns natuerlich nicht nehmen und die eine Nacht weihtete sich dann im Endeffekt zu gut einer Woche aus. Wally ist ungefaehr in unserem Alter und arbeitet, wenn nicht gerade fuer seinen Onkel Kym, auf einem Schiff und begleitet Tauchtouren. Ein netter Typ, der uns hier in Perth echt eine grosse Hilfe war. In der Woche, in der wir uns bei ihm einisteten fuehlten wir uns fast wie zu Hause. Er wohnt mit seinem Bruder zusammen in einem grossen Haus in einem weiteren Vorort. Wir bekamen ein Plaetzchen in der Partyscheune zugewiesen, was uns ein paar Schlaflose Naechte bescherte. Jeden Abend waren Wally’s Freunde da, tranken Bier, spielten Dart und schauten Filme. War ne coole Woche in der wir ne menge Leute kennenlernten (und so einige Flaschen leerten ;-) ). Nach ein par Tagen hatten wir dann auch Glueck bei der Haussuche. Damit meine ich richtig viel Glueck, denn nachdem wir einige besichtigt hatten, fanden wir was ziemlich billiges mit 4 Zimmern/Kueche/Bad. Da es fuer einen kuerzeren Zeitraum zur verfuegung stand schien es wie fuer uns gemacht zu sein. Wir waren dann auch tatsaechlich die Gluecklichen die die Zusage bekamen. Der Umstand, dass die Besitzer, die nebenan wohnen, es in ein paar Monaten abreissen und etwas neues hinbauen wollen, ist der Grund dafuer, dass es fuer einen kurzen Term zu haben ist. Dies macht es auch so wahnsinnig billig. Es befindet sich in Morley, einem Vorort von Perth(mit der groessten Shopping Mall West Australiens) und ist nur ein paar Km von der eigentlichen City entfernt. Auch der Strand ist in einer viertel Stunde zu ereichen. Nun zum Haus selbst. Hm, was soll ich sagen ein Backpackertraum ist es. Die Vorbesitzer liessen extra fuer uns ein par Teile ihrer Einrichtung dort. So haben wir unter anderem nen riesigen Kuehlschrank, nen Tisch ein paar Stuehle, ganz wichtig ne Waschmaschine, ein paar Schraenke und ne Couch dort vorgefunden. Auch ein Schreibtisch mit nem alten Pc stand schon in meinem Zimmer. Mitlerweile hat es sich alles etwas gefuellt. So einige Leute die wir hier kennen gelernt haben, haben uns was gesponsert. So haben wir mitlerweile 2 Fernseher, ein Radio, 3 Queensize-Matrazen, ne weitere Couch ein haufen Teller und Besteckkram, ne Kaffemaschine und nen Toaster dazu bekommen. Nicht schlecht wenn man betrachtet, dass wir nur fuer den Toaster ein paar Dollar(natuerlich Second Hand) bezahlt haben. Den Rest haben wir uns irgendwie selbst zusammengezimmert. Die Groesse des Hauses hat unsere Erwartungen uebertoffen. Wenn man durch die Eingangstuer kommt, findet man zur Rechten das groesste der Zimmer, welches sich Jereon und Maria teilen. Zur Linken liegt mein Zimmer. Biegt man links um die Ecke und folgt einem kleinen Gang bis zum Ende, gelangt man ins Badezimmer(mit Badewanne und Heizlampe :-). Gegenueber meinem Zimmer liegt eine recht grosse Durchgangskueche. Zusaetzlich zu einem normalen Gasofen, haben wir noch einen zweiten Herd den wir aber nie benutzen. Der riesige, alte Kuehlschrank ist ideal geeignet um eine Menge Bier aufzunehmen (Damit ist er auch normalerweise groesstenteils gefuellt ;-D ). Das Gefrierfach macht sich in einem Backpackerhaushalt besonderts gut und erlaubt uns Zutaten im Vorraus zu kaufen, wenn gerade was im Angebot ist. Laesst man die Kueche hinter sich gelangt man in unser Wohn+Esszimmer mit einer weiten Fensterfront, welche einen Blick in den Garten bietet. Pauls Zimmer liegt nun zu Rechten. Haelt man sich aber links und biegt am anderen Ende des Zimmers wieder links ab, kommt man in eine kleine Waschkueche welche den Durchgang zur Toilette bildet. Ist schon purer Luxus seine Kleider waschen zu koennen ohne alle 15min Geld einzuwerfen ;-) Dies war so im Grossen und Ganzen unser Haus. Es ist eigentlich schon recht wohnlich kann man sagen. Wir haben uns aus der Firma einige bunte Leinentuecher besorgt, welche wir an Waende und ueber Tueren gehaengt haben um ein bisschen Farbe ins Spiel zu bringen. Jeder hat sich sein Zimmer so gut es geht eingerichtet um sich ein wenig heimisch zu fuehlen. Da Zuhause kein Ort ist, sonden ein Gefuehl ist das nicht all zu schwer. Nun aber zum Garten. Dieser ist um es kurz machen riesig. Fast schon zu gross. J Ne quatsch, ein Garten kann nie gross genug sein. Wir wissen den Platz recht gut zu nutzen. So haben wir uns erstmal von Joe, einem unserer ueberaus netten Nachbarn, nen Rasenmaeher geliehen und die ganze Flaeche nutzbar gemacht. Anschliessend 2 Haengematten aufgehangen und ein Volleyballnetz gebastelt. Hm… immer noch ne Menge Platz uebrig. Auch ein paar Campingstuehle, Tische, ne Feuerstelle und ein grosser Gasgrill, welchen uns auch die Vorbesitzer ueberlassen haben, fuellen das Grundstueck nicht ganz aus. Naja, zur Not machen wir halt nen Campinplatz fuer Backpacker draus. Der erste Gast hat sowieso schon sein Zelt hier aufgeschlagen. Ronan, der Schotte den wir in Renmark kennen gelernt haben ist vor ein paar Tagen hier in Perth angekommen und wird wohl einige Wochen bei uns im Garten wohnen bleiben. Des weiteren ist im Moment ein Freund von Maria fuer ne Woche zu Besuch. Aber auch sonst ist das Haus immer recht lebhaft. Wir haben jetzt des oefteren schon Nachbarn und Arbeitskollegen fuer Grillparties da gehabt, welche jedesmal spaetabends am Lagerfeuer endeten. Das Gute ist, dass man sich jederzeit auf sein Zimmer zurueckziehen kann und seine Ruhe hat, wenn man es moechte. Zum Grundstueck gehoeren auch noch ne Scheune mit allerlei Geruempel und 2 Garagen, die es sich nicht wirklich zu erwaehnen lohnt. (Vielleicht misten wir die Scheune bei Gelgenheit mal aus und machen einen Partyraum draus).

Dort wohnen wir jetzt also fuer ein paar Monate zusammen und hoffen ne gute Zeit vor uns zu haben. Dies wird wohl nicht all zu schwer werden, da der Sommer und wie schon erwaehnt ne Menge Festivals vor der Tuere stehen.(Auch dort versuchen wir unter anderem Jobs zu ergattern.) Ausserdem ist Perth’s Nachtleben nicht von schlechten Eltern und man kann in der Gegend so einiges unternehmen. Zb. Surfen, Schnorcheln, Sandboarden, Skydiven, Tauchen und und und. Mal sehen was da alles auf uns zu kommt. Um meine Mobilitaet zu verbessern habe ich mir in nem Second-Hand Shop fuer umgerechnet 15 Euro ein Fahrrad gekauft. Macht mich unabhaengiger und lohnt sich vorallem an den Wochenenden, da ich keine teuren Taxis aus der City nehmen muss.

Was das Thema Arbeit angeht, so sind wir mit den ganzen Weihnachtsdekorationen schon fast fertig, was bedeutet dass wir bis es zum Abbau geht erstmal nichts mehr zu tun haben. Ist aber nicht schlimm, da wir schon den naechsten Job in einer Brotfabrik im Nachbarort in Aussicht haben (Den Einstellungstest haben wir schon gemeistert ;-) ).
Nun denn, is ja mal wieder ne laengere Sache geworden. Hoffe euch wird nicht zu langweilig beim Lesen. Werde wohl in der naechsten Zeit des oefteren mal wieder was schreiben, da wir uns nun auch ne InternetConnection Zugelegt haben. Ausserdem will ich nun endlich mal ein paar Bilder der letzten Monate hochladen.

An alle, die mir in der letzen Wochen Emails und Messages geschrieben haben: sorry, dass ich bis jetzt noch nicht geantwortet habe werde es die Tage mal nachholen, kam bisher nur nicht dazu.

Bis die Tage.

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Julian: Auf dem Weg nach Perth…

27.10.2008, 17:30


Einige Tage sind vergangen, seit meinem letzten Bericht aus Renmark. Es fuehlt sich gut an wieder auf der Strasse zu sein und was anderes zu sehen. Der Nachteil ist, ich hab eigentlich noch mehr zu Berichten aber weniger Zeit im Internet um alles zu erzaehlen. So kann ich nur Buchteile des Erlebten wiedergeben. Wir sind also Montag vor 2 Wochen aufgebrochen nachdem uns von allen Verabschiedet hatten. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Nationalpark, ganz in der Naehe um erstmal unser Equipment zu testen. Es gab uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns ins den naechsten Wochen erwarten wuerde. Um uns herum nichts als Natur. Da wir unser Zelt direkt am Flussufer aufgeschlagen hatten, probierten wir auch gleich unsere neue Angel aus. Hat aber leider nichts angebissen. Unseren Misserfolg beim Fischen vergassen wir dann aber schnell wieder nach ein/zwei Taesschen Wein. Paul, der ein begnadeter Koch ist, kochte uns ein leckeres Pastagericht auf dem

Lagerfeuer. (Paul’s Traum ist es, eines Tages in Taiwan sein eigenes Restaurant eroeffnen zu koennen.) Am naechsten Tag ging es weiter nach Adelaide.

Dort verbrachten wir 2 Tage in einem Hostel, das ich schonmal in einem der Berichte erwaehnte.(das mit der Sauna) Der Hammer war, dass ich dort einen guten Freund meines Cousins aus dem Saarland traf. Er hatte schon ein Jahr Australienaufenthalt hinter sich und ist 2 Tage spaeter wieder nach Deutschland geflogen. Da bist du schon am anderen Ende der Welt und triffst doch noch Leute die du kennst. Vor allem aber der Hammer weil, Australien groesser ist als Europa und es allein in Adelaeide bestimmt 20 Hostels gibt. Naja die Welt ist eben doch nur ein Dorf.

Eine Fahrradtour durch Adelaide brachte uns zum Strand und zum Meer, das wir alle irgendwie vermisst hatten. Nach Adelaide ging es dann nach Norden in Richtung Outback. Flinders Ranges, ein weiterer Nationalpark war der naechste Stop. Dort campten 3 Naechte in einer atemberaubenden Felslandschaft, fern jeder Zivilisation. (Dies bekamen wir zu spueren, als uns nach einiger Zeit das Trinkwasser ausging und wir einige Kilometer ins Hauptquartier fahren mussten um es dort teuer zu erstehen.) Waren auf jedenfall ein par schoene Tage, die wir unter anderem mit Wandern und Klettern verbrachten. Vom einem Berg zum anderem, grad wie es uns in den Sinn kam. Querfeldein und absseits aller Wege. Immer wenn wir auf einer Bergspitze ankamen, sahen wir eine Andere auf der wir in diesem Moment gerne waeren. Also marschierten wir los und waren so den ganzen Tag beschaeftigt. Des weiteren mieteten wir uns Mountainbikes mit denen wir einen Tag unterwegs waren. Das hat besonderst viel Fun gemacht. Die Drahtesel waren echt gut und wir waehlten ein par richtig coole Treckingwege. Waere genau das Richtige fuer euch gewesen @ Christian und Jens. Die ausgetrockneten Baeche, Felsen und Trampelpfade, die uns als Treck fuer unsere mehrstuendige Tour dienten, liessen unsere kleine Tour auf den Ensdorfer Schlackenberg alt aussehen. Ich vermute, wir trieben die Bikes bis an die Belastungsgrenze. Auch wir waren am Ende des Tages ziemlich fertig, aber auch gluecklich. Danach gings wieder raus aus der Einsamkeit zurueck zur Kueste. Wir fanden einen ruhig, am Strand gelegenen Campingplatz in Port Gibbon, wo wir 2 Tage uebernachteten. Eigentlich wars kein richtiger Campingplatz aber wir hatten zumindest Toiletten :-) . Ausserdem verbrachten einige aeltere Ehepaare ihren Campingurlaub dort. War also wie schon erwaehnt ein ruhiges Plaetzchen. Mogends fruehstueckten wir ausgiebig mit Meerblick. Anschliessend hingen wir den ganzen Tag am Strand rum, spielten Volleyball und Frisbee und gingen Schwimmen. Ab und zu sah man von weitem Ruckenflossen von Delfinen in der Ferne. Um meine, in den letzten Monaten ewas eingerostete Kondition wieder auf Vordermann zu bringen, fing ich an Morgends laufen zu gehen. Beim ersten Mal wars noch ziemlich hart, so frueh aus dem Schlafsack zu kriechen. Aber es lohnte sich. Ausser ein paar Moewen und Hasen, die sich in den Duenen vergnuegten, war noch keiner auf den Beinen. Das Meer lag still da und der Wolkenlose Himmel versprach einen wunderschoenen Tag. Ich fand einen schoenen Weg oberhalb des Strandes. Als ich es dann hinter mir hatte, fuehlte ich mich um einiges besser. Seitdem versuche ich es jeden Morgen in die Sportschuhe zu schaffen, wenn moeglich am Strand entlang zu laufen und danach ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen. (Es gibt kaum besseres :-) ) Unser naechster Stop lag in Port Lincoln. Beruhmt fuer seinen Thunfischexport. Aber auch sonst sind die Meeresfruechte vom Allerfeinsten Wir hatten vor unser Camp im Port Lincoln Nationalpark aufzuschlagen, der sich auf einer Halbinsel in der Naehe befindet.Wir fanden einen schoenen Platz mit Meerblick. Dummerweise befand der sich aber in der Hafenbucht. Brachte den Vorteil mit sich, dass das Wasser ziemlich still da lag. Kaum Wellen und kaum Wind. Nach meinem Einwand, dass wenn wir aber Delfine und Wale sehen moechten wir doch besser einen Strand zum offenen Ozean hin waehlen wuerden, fuhren wir noch ein Stueck weiter. Auf der anderen Seite der Halbinsel fanden wir dann Septemberbeach. Ein wirklich malerischer Strand, rechts und links gescchuett von Felsen, die sich ideal zum Angelm eignen. Das Einzige “Problem” war, dass wir keinen Meeresblick vom Zelt aus hatten sondern 30 Meter zum Strand gehen mussten :-) . Aber als wir dann nahe am Strand ganz deutlich die Rueckenflosse eines Delfines auftauchen sahen, ueberzeugte es auch den letzten von uns davon, dass dies das perfekte Plaetzchen ware. Wir verbrachten dort 3 wundervolle Tage mit Schwimmen, Schnorcheln, Angeln und allerlei anderer Aktivitaeten. An dieser Stelle muss ich wieder Pauls Kochkuenste loben. Er schafft es immer wieder, quasi aus dem Nichts die koestlichsten Gerichte zu zaubern. (Erinnert mich ein bisschen an Toca) Wie es sich fuer einen richtigen Koch gehoert ist sein japanisches Messer sein ein und alles. Ohne das kann er nicht kochen sagt er. Quasi die Seele seiner Kueche.

Die Abende verbringen wir fuer gewoehnlich mit einer Partie Poker, Lesen, ner Lektion Spanisch oder wir schauen Filme auf Jeroens Laptop. (Nicht gerade was in einen Nationalpark gehoert, aber es bringt etwas Abwechslung mit sich) Natuerlich haben wir auch immer das altbewaehrte Lagerfeuer am Start. :-)

Eines Abends, wir sahen gerade einen Horrorfilm im Zelt, sprang Paul erschrocken auf und schrieh, dass sich unter dem Zelt eine Schlange befinden wuerde. In der Tat bewegte sich etwas Schlangenartiges unter dem Boden. Wir, total ueberfordert, wussten zunaechst nicht so recht was zu tun sei. Alle schrien durcheinander. ‘Kill it’, ‘Close the doors’, ‘ Leave it alone’, ’Don’t touch it’, ‘A snake, a snake’. Als wieder Ruhe einkehrte, entschlossen wir uns erstmal nachzusehen. Paul hob das Zelt mit einem langen Stock an waehrend ich einen Blick darunter riskierte. Wir konnten aufatmen. Anstatt einer Schlange blickte mich ein kleiner Drache(keiner von der Feuer spuckenden Sorte) an. Scheinbar genauso verdutzt wie wir es waren, denn er bewegte sich zuerst kein bisschen bis er dann nach einiger Zeit wieder hektisch im Busch verschwand. Nach dieser kurzen Aufregung konnten wir beruhigt unseren Film vortsetzen. Nach Port Lincoln verbrachten wir eine Nacht direkt an einem am Strand. Dieser war gluecklicherweise zum Westen hin gerichtet. Denn als wir Abends dort ankamen war die Sonne grad dabei im Meer zu versinken und wir konnten so einen wunderschoenen Sonnenuntergang geniessen. Unser Zelt, nur wenige Meter vom Meer entfernt, stand auf butterweichem,weissem Sand, der sich, da noch warm von der Mittatgssonne, wie ein Teppich anfuehlte. Nach einem gutem Abendessen sassen wir noch einige Zeit am Lagerfeuer zusammen und genossen die laue Fruehlingnacht ( :-) fuer uns Mitteleuropaeer fuehlt es sich eher wie Sommer an). Das sanfte rauschen des Meeres half beim schnellen Einschlafen. Geweckt wurden wir jedoch etwas unsanft, da ein Sandsturm versuchte unser Zelt samt Insassen davon zu wehen. Aufgrund dieses Umstandes trafen wir die Entscheidung, so schnell wie moeglich aufzubrechen.Danach vebrachten wir ein paar Tage in Ceduna auf einem richtigen Campingplatz, mit so kompfortablen Dingen wie Duschen und Strom, um mal wieder ein bisschen Zivilisation zu schnuppern bevor es dann weiter ging. Purer Luxus ,wenn man betrachtet was noch vor uns lag. Nach 2 Naechten Energie tanken ging es dann wieder los. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch ca 1800 km nach Perth. Ein sehr langer Abschnitt fuehrte durch Niemandsland. Die Zivilisation entlang dieser Strecke ist duenn gesaeht. Nur einige sogenannte Roadhouses befinden sich in 150km Abstaenden, in denen man fuer teures Geld Sprit und etwas zu Essen bekommt. Es gibt wohl nicht so viel zu erzaehlen von dieser Zeit, die wir meisstens mit Fahren verbrachten. Auf endlosen Strassen die bis zum Horizont reichten. Fast nur geradeaus, durch eine karge, trockene, steppenartige Landschaft. 150kmlang ging es in der Tat nur geradeaus (Die laengste gerade Strecke Australiens). Aus Langeweile begannen wir die toten Kaenguruhs am Strassenrand zu zaehlen. (Der Rekord liegt bei 8 Tieren in 30 Sek). Jeder entgegenkommende Fahrer gruesste freundlich. Nicht selten waren es die endlos langen Roadtrains fuer die Australien bekannt ist. Es ist nicht gerade eine angenehme Gegend fuer eine Autopanne, aber genau das geschah. Es war nichts Wildes. Wir verloren Kuehlermittel durch ein Loch in einer der Leitungen, konnten dies aber mit ein paar Handgriffen selbst beheben. (Leider versagte das gute alte Panzertape diesmal auf der oehligen Obeflaeche des Schlauches. Sonst waere es wohl noch scheller von statten gegangen. :-) ) Erwaehnenswert sind warscheinlich noch die Wale, die wir in der grossen australischen Bucht beobachten konnten. 7 an der Zahl. Muttertiere und ihre Kaelber. Wie wir erfuhren waren es letzten Monat noch ueber 60 und 2 weisse Haie, die sich dort tummelten. Wieder zurueck in der Zivilisation, besichtigten wir ne alte Goldmine in Norseman und verbrachten 3 Naechte in Esperance an der Kueste. Da wir spaet am Abend dort ankamen fanden wir keinen freien Campingplatz und mussten daher die erste Nacht im Auto pennen. Wir stellten es direkt ueberm Strand ab, wo Campen strengstens verboten war. :-( War uns aber in dem Moment egal. Ausserdem hatte ein Paerchen mit einem alten VW Bus die selbe Idee. Die folgenden 2 Naechte verbrachten wir dann wieder auf einem Campinplatz, liessen den Kuehlerschlauch austauschen und erkundeten den Ort, der mir uebrigends sehr gut gefiehl. Es gibt dort nette kleine Kaffees an der Promenade, weisse Sandstraende und die typischen Geschaefte. Ach ja und da ist noch ein ziemlich langer Pier, wo wir Sammy trafen, einer Seeloewen der dort in der Bucht lebt. ( :-) Seeloewe muesste man sein . Den ganzen Tag am Strand liegen und sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen.) Weiter gings wieder in einen Nationalpark. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an der Kueste entlang. Vorbei an postkartenreifen Straenden. (Die scheinen richtung Westen immer schoener zu werden) An einem dieser Straende stoppten wir um Schwimmen zu gehen. Der Anblick war atemberaubend. Nahe des Ufers gab es einige Felsen im Wasser die kleine Inseln bildeten. Wir nutzten sie als Sprungturm und schnorchelten einmal drum herum. Nach dieser kurzen Abkuehlung, die uns allen gut tat, ging es weiter in den Park. Wir fanden mal wieder ein perfektes Plaetzchen fuer unser Zelt. Oberhalb eines einsamen, jedoch malerischen Strandes. Dieser war umgeben von einigen Bergen (eher Huegel), die Paul, Jeroen und ich sofort erklommen. Dort oben bot sich uns eine fantastische Aussicht auf die umliegende Lanschaft, das Meer und die Sonne die in diesem zu versinken begann. Fuer den Rueckweg waehlten wir einen kuerzeren aber auch gefaehrlicheren Weg, die Klippen hinab. Unten, am Strand, angekommen entschieden wir kurzerhand noch ein Bad zu nehmen, bevor es ganz dunkel wurde. Als wir grade damit beschaeftigt waren Paul ins Wasser zu zerren, konnte ich schemenhaft einen etwas groesseren Fisch in der Brandung erkennen. Bei naeherem Hinsehen erkannten wir, dass es ein Minihai war, der uns offentsichtlich interessiert zu folgen schien. Allerdings weiss ich nicht ob er uns anknabbern wollte (er haette jeden Kampf gegen meinen grossen Zeh verloren :-) ) oder einfach nur neugierig war. Beim Versuch ihn zu fangen, verschwand er dann wieder in den Tiefen des Ozeans. Am naechsten Morgen hatten wir dann etwas mehr Jagdglueck und erwischten einige Krabben am Strand. Paul bereitete diese dann fachmaennisch zu einem Snack. (Er sagt, er koenne alles kochen so lange es in einen Topf passt :-D ) Nach anfaenglichem Ekel, fanden wir dann auch Geschmack an der Sache. Wir verbrachten einen halben Tag unten am Strand und fanden ein kleines Korallenriff, das sich ideal zum Schnorcheln eignete. Ausserdem versuchten wir mal wieder Fische zu fangen. Allerdings blieben die Schalentiere vom Morgen unser einzigster Fang an diesem Tag. Spaeter ging es dann in Richtung Albany weiter, wo ich mich jetzt gerade befinde. Wir haben unser Zelt auf nem Nobelcampingplatz direkt am Strand stehen. Das ist dann auch richtiger Luxus mit Swimmingpool, Whirlpool und so nem Schnickschnack. Aber Luxus liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Als wir die paar Tage nichts als Staub und Strasse sahen, fanden wir eine einfache Dusche fuer auesserst luxurioes. Naja ist hier auf jedenfall Alles vom Allerfeinsten und die Stadt ist auch der Hammer. Wir haben uns ueberlegt hier in der Gegend Arbeit zu suchen und zusammen ein Haus am Strand zu mieten (Ist billiger als in Hostels). Waere bestimmt ne tolle Sache. Irgendwo in der Gegend werden auch Lifeguards gesucht. Mal sehen wie es weitergeht. Morgen brechen wir auf jedenfall nach Perth auf um dort Daniel abzusetzen, der dort nen Sprachkurs belegen will. Ausserdem muss Paul seine Steuerrueckverguetung beantragen. Werden dann in Perth ein bisschen ausgehen und anschliessend das letzte Stueck der Suedweskueste wieder runterfahren um dann vll nen Job zu finden. Des weiteren haben wir einige Festivals im Auge, die bald in der Gegend stattfinden. Ich melde mich dann warscheinlich demnaechst wieder oefter zu Wort.

Bitte verzeiht mir all die Rechtschreib-und Tippfehler. Mein Deutsch rostet doch in letzter Zeit ein bisschen ein. Ausserdem hab ich kaum Zeit fuer ne Korrektur. ;-)

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Julian: Go West

28.09.2008, 20:30


Juhu. Am kommenden Montag den 29ten ist es endlich soweit. Die 7 Sachen werden gepackt und auf ein Neues geht es wieder einmal zurueck auf die Strasse. Ja genau. Ein neuer Roadtrip steht an… Meine Begleitung: Jeroen und Maria aus Holland, Paul aus Taiwan, Daniel aus Korea und ein alter Toyota Landcruiser mit Startproblemen (Kennen wir ja irgendwoher). 5 Leute, 4 Nationalitaeten, ein Ziel. Richtung Westen solls gehen. Um genau zu sein, knapp 3000km. Die Stadt Perth am indischen Ozean ist das primaere Ziel. Wir haben uns vorgenommen, uns auf dem Weg dorthin Zeit zu lassen. Niemand ist in Eile, niemand hat einen Termin. (So ist eigentlich der Weg unser Ziel) Wir lassen es gemuetlich angehen. Werden warscheinlich auch viel unternehmen. Unter anderem so Sachen wie mit Haien und Delphinen schwimmen gehen, Nationalparks ansehen und Offroadpisten testen.

Endlich wieder reisen. Endlich wieder mal weiter ziehen, was anderes sehen und einfach nur relaxen.(Zumindest fuer ein paar Wochen) Wie fuer Backpacker ueblich, haben wir unsere Reiseroute nicht gross geplant, sondern lassen uns wieder einmal treiben. Wir werden wohl die erste Nacht noch einmal in Adelaide verbringen, (Die ganzen Clubs dort sind doch zu verlockend :-) ) dann ein Stueck ins Outback hinein und anschliessend die meiste Zeit an der Kueste entlang fahren. Am Strand schlafen, Nachts schwimmen gehen und endlich wieder das Meer und diesen perfekten Sternenhimmel sehen. Ausserdem am Lagerfeuer Kochen und Klampfe spielen(Hab mir ne handliche Kindergitarre gekauft). Immer weiter nach Westen. Dorthin wo die Sonne blutrot im Meer versinkt. ( Die Sonnenuntergaenge an der Westkueste sollen zu den schoensten gehoeren) Wie kleinen Kinder, die die Ankunft des Nikolauses kaum erwarten koennen, geht es uns, wenn wir an unsere Abreise denken. Es war zwar ne supertolle Zeit hier, mit all den netten Leuten, aber irgendwann wird es auch mal Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Zumahl hier die Schlangen so langsam aus ihrem Winterschlaf erwachen und es ziemlich ungemuetlich werden kann, wenn dir beim Orangenpfluecken so ne Braunschlange im Genick haengt. Der Gelaendewagen mit dem wir diesen Trip unternehmen werden gehoert den beiden Hollaendern. Trotz des Alters scheint er verlaesslicher als der Schrotthaufen mit dem ich hier herkam. ( Die Anderen(Moritz, Nora und Alexis) sind uebrigends mit der Kiste fuer ne Woche im Outback haengen geblieben, wie ich hoerte(und vorher vermutete :-) ). Der Toyota hat zwar einige Startprobleme am Morgen (haben wir ja alle) und faehrt sich wie ein Panzer ohne Servo, aber er wird uns da schon sicher hinbringen. Wird ne lustige Zeit werden mit den 4 Leuten. Alle verstehen sich Bestens. Naja Daniel spricht kaum ein Wort Englisch aber das wird schon. Sprachprobleme sind kein Hinderniss.

Im Hostel hat sich in der Zeit einiges getan. So sind hier ne Menge neue Leute angekommen. Unter anderem aus Frankreich, Finnland, Korea und Japan. Ausserdem David, aus dem wunderschoenen Iralnd. Du glaubst es kaum, der Typ kommt genau aus der Gegend in der Marc und ich uns noch im April diesen Jahres rumtrieben….Aus Killarney. Ihm ist Kelly”s Corner (der Pub neben unserem letzten Hostel) wohl bekannt :-) . Werde mir auf jedenfall mal seine Emailadresse besorgen, damit wir bei ihm vorbeischauen koennen wenn wir das naechste mal in der Gegend sind.

Hm tut mir leid, dass ich nicht so viel schreiben kann. Aber es ist frueh am Samstagmorgen und ich hatte gestern meinen letzten Arbeitstag( Der uebrigens erste Sahne war. Wir pausierten alle 20 Minuten :-) ). Da ich ne Stunde Internet in der Buecherei gebucht hab, musste ich mich so frueh ausm Bett quaelen. Zu frueh um klahre Gedanken zu fassen. Naja gleich mal nen schwarzen Kaffee reinschuetten ein gutes Brot essen und dann weitersehen. John, der Baertige hat uns zu nem Footballmatch eingeleaden und anschliessend zu nem letzten Barbecue mit seinen Freunden. Dummerweise ist heute auch ein grosses Hosteldiner geplant mit Kostbarkeiten von allen vertretenen Nationen. Am Montagmorgen heissts dann Abschiednehmen und Aufbrechen. Endlich wieder die Freiheit der Strasse geniessen. Ich freu mich drauf. Werde in Adelaeide mal ein paar Bilder der letzten Zeit hochladen.

Viele Gruesse aus Renmark (ein letztes mal)

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Julian: Was ist hier los, was ist passiert?

12.09.2008, 08:51


Sonntagmorgen und einige verstorbene Gehirnzellen spaeter. Ich oeffnete meine Augen. Erst das Linke, dann das Rechte. Fragen ueber Fragen in meinem Kopf. ”Wo bin ich? Was ist das fuer ein grelles Licht. Warum fuehlt sich mein Kopf an als wuerde er gleich platzen…. So jetzt wieder langsam von Anfang an. Ich befinde mich in meinem Bett. Wie bin ich dort hingekommen? Keinen Schimmer. Das grelle Licht ist der Sonnenschein, der durchs Fenster ins Zimmer knallt. Der Grund warum ich nicht mehr schlafen kann. Aufstehen kann ich auch nicht.” Ich spuerte, dass mein Magen sofort zu rebelieren beginnen wuerde sobald ich mich zu heftig bewegte. Das muss ich aber um aus meinem Hochbett zu kommen. So entschloss ich mich einfach ruhig liegen zu bleiben und abzuwarten, bis ich das Haerteste ueberstanden hatte. Es war einer dieser Morgende an denen man denkt: ” Muss ein guter Abend gewesen sein, gestern. Aber bitte erspart mir die Details.” Mit dem Griff zur Kamera und einem Blick auf die Actionfotos kamen dann die Erinnerungen wieder. So wie es aussah hatten wir gut gefeiert. Zuerst dieses Barbecue mit allen Leuten. Jeder hat mir gratuliert und in seiner Landessprache ein Staendchen gesungen.( Die haben das mit dem reinfeiern nicht so ganz verstanden. :- ) ) Dann gabs Essen. Alle haben sich Muehe gegeben und irgendwas dazu beigetragen. So hatten wir eine reichhaltige Auswahl an Leckereien auf dem Tisch. Alle Bewohner haben mir ne grosse Geburtstagskarte geschenkt, auf die jeder was geschrieben hat. Von Maria und Jeroen hab ich dann noch ne neue SD-Karte fuer die Kamera bekommen. Meine hat zu wenig Speicherplatz fuer die ganzen Bilder. Nach dem essen gabs ein heftiges Unwetter und so mussten wir unsere Feier nach drinnen verlagern . Kurz danach fiel im Hostel der Strom aus, da irgendwo in Renmark der Blitz eingeschlug. So sassen wir also bei Kerzenschein im Krais zusammen und fingen an Trinkspiele zu spielen. Nach einer Weile kristallisierten sich auch schon die kuenftigen Alkoholleichen des Abends heraus. Als Geburtstagskind war natuerlich ich es, der am Meisten trinken durfte. Unter anderem 3 oder 4 Glaeser einer rot-braunen Fluessigkeit aus rotem und weissem Wein plus dem billigesten Bier. Der pure Kopfwehmix also. Aber so waren nunmahl die Regeln und stuppen is net. Also Augen zu und durch. Damit hatte ich den Anfang vom Ende und einen Moerderkater am naechsten Tag besiegelt. Ein paar Spiele und Drinks spaeter, hatte sich die Anzahl an Mitspielern drastisch reduziert. So beschlossen wir dann zum legendaeren Renmark Club aufzubrechen. Wir, das waren noch 8 Leute. Die 2 Hollaender Maria und Jeroen, Erika die Schwedin und Zoe, ein Maedel aus Taiwan. Ausserdem Paul mein Zimmergenosse der ebenfalls aus Taiwan stammt (ein ziemlich lustiger Typ) und Ronan aus Schottland. Ronan ist letzte Woche hier angeokommen. Er ist schon 4 Jahre auf der Reise. War unter anderem in Suedamerika, Asien und Afrika unterwegs. Hat also schon ne Menge gesehen. Dummerweise, hatte der Club geschlossen und wir mussten auf Plan B umsteigen. Plan B war die Hotelbar des Renmark Hotels. Nur Schemenhaft kann ich mich an das Inventar der Bar erinnern. Ich kann mich allerdings noch gut an die Theke erinnern, denn dort sass ich wohl die ganze Zeit neben Ronan, der mir einen Schnaps nach dem anderen ausgab. Ronan, der ein sehr spendabler Schotte ist, kehrte in der Woche des oefteren mal hier ein und kannte daher den Barkeeper bereits. Man munkelt wir haetten noch Billiard gespielt. (Haeh gabs da Billiardtische?) Naja wie gesagt, das einzige was ich noch gut im Gedaechtniss hab, ist die Theke und Whiskywerbung auf einem Spiegel mir gegenueber. Ausserdem traffen wir noch ein paar Jungs aus Korea, die sich unserer Trinkgemeinde anschlossen. Als wir die Spielunke wieder verliessen um im Hostelweiter zu feiern, ereichte mich der erste Dangercall aus dem Saarland. Domme und Cristian wollten mir zum Geburtstag gratulieren. Da ich gerade an einer Telfeonzelle vorbeikam, wollte ich sie von dort zurueckrufen. Tat ich dann auch, eine halbe Stunde spaeter :-) . Erst vertippte ich mich andauernd und dann hatte ich ploetzlich die Nummer vergessen. Also packte ich letztendlich mein Handy aus um zu telefonieren, wie man es normalerweise tut. Der gemeine Dangercall an sich, wird fuer gewoehnlich frueh morgens nach einer durchzechten Nacht mit dem Handy getaetigt. Wie dem auch sei, es ging wieder in Richtung Hostel . Die Koreaner im Schlepptau. Diese Jungs waren jetzt schon 1-2 Level weiter, was den Alkoholpegel betrifft. Noch nicht ganz Game over aber auf einem guten Weg dorthin. Es dauerte auch nicht mehr lange bis es dann so weit war und sie sich in alle Winde verstreuten um ihren Mageninhalt zu entlehren. Einige Zeit spaeter fand ich ein lauschiges Plaetzchen auf der Couch im Fernsehzimmer. Ich stoepselte Ronans IPod ein und hatte noch nicht ganz “Why don’t you get a Job” von The Offspring” (einer unserer groessten Hits im Irish) fertig gehoert, als mir die Augen zu fielen und ich wegdoeste. Als Maria mich dann irgendwann weckte, dachte ich schon es waere alles ueberstanden und der naechste Morgen waere angebrochen. Falsch gedacht. Ich hatte ungefaehr 30 min gepennt. Sollte ich ins Bett gehen? Nein, noch nicht. Ronan, Paul, Zoe und Maria sassen noch draussen. Also wieder raus und ein naechstes Bier aufgemacht. 2 Minuten spaeter landete mein Kopf auf dem Tisch. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich Fragen nur noch mit ja und nein beantworten. “Julian, gehts dir gut?” “Ja.” “Bist du sicher?” “Ja.” “Willst du ins Bett?” “Nein” “Heb den Arm wenn du ok bist!” Also Hand raus Daumen nach oben. Das waers, die laestigen Fragen waeren ueberstanden. Ich und aufgeben. Laecherlich. Natuerlich gings mir nicht gut und ich musste etwas unternehmen, denn der Tisch unter mir begann sich wie eine Waschmaschinendrommel zu drehen. Irgendwie hatte ich das Gefuehl, dass mein Magen versuchte da mitzuhalten. Also kurz die Moeglichkeiten abgewogen. Bis ich draussen ein Plaetzchen gefunden hatte, waere es womoeglich zu spaet gewesen. Kurzum waehlte ich die altbewaehrte Toilette. Auf dem Weg dorthin, sah ich aus den Augenwinkeln die Pfuetze eines anderen Kollegen der es wohl nicht mehr rechtzeitig geschafft hatte. Nun weiss ich auch warum die Behindertentoilette bei der letzten Party so beliebt war. Es ist das erste was einem entgegenspringt, wenn man mit einem Affenzahn in Richtung sanitaere Anlagen rauscht. Ausserdem ist sie etwas schallgeschuetzter als die anderen Toiletten. So hab ich mich dann, in einem roetlichen Erguss, wieder von den ganzen Wein-Biergemischen getrennt. Ok, Zeit fuers Bett. Alles in allem ein erfolgreicher Abend. Kann man nicht meckern. Fuer nen Geburtstag am anderen Ende der Welt nicht uebel. Wir mir am naechsten Morgen(bei einem weiterem Dangercall) zu Ohren kam wurde dieser, trotz meiner Abwesenheit, auch von ein paar Freunden bei mir zu Hause gefeiert. Da kennen die echt nichts. Naja man muss die Feste eben feiern wie sie fallen. Daumen hoch. Des Weiteren hoerte ich die erfreuliche Nachricht, dass die 3 Jungs die in Kaiserslautern studieren nun eine passende Wohnung gefunden haben. Hoert sich echt nicht schlecht an was ihr da erzaehlt. Ich hoffe ihr habt ein Plaetzchen auf der Couch frei, falls ich mal irgendwann reinschneien sollte. Eine Ecke vom Teppich wuerde mir allerdings auch genuegen. So langsam kommt der Fruehling nach Renmark. Mittags ist es auf den Feldern schon bruellend heiss. Wird wohl auch der Grund sein, warum mir beim Orangenpfluecken immer mehr Ungeziefer ueber den Weg laeuft. Die ganzen Spinnen stoehren mich noch nicht mal. Die kann man immer noch ignorieren. Aber versuch mal ne Horde wildgewordener Riesenameisen zu ignorieren, die grade ueber dich herfaellt. Das ist dann schon nicht mehr ganz so einfach. Kaum ist man aus Versehen auf einen ihrer Kollegen getreten, greifen die Jungs zu den Waffen. Verhandeln ist zwecklos. Versuch denen dann mal zu erklaehren, dass du eigentlich eigentlich in friedlicher Absicht kommst um ein paar Orangen von dem Baum zu pfluecken, der sich dummerweise in ihrem territorium befindet. Wenns um ihr Revier geht kennen die Burschen keinen Spass. Von Diplomatie haben die Scheinbar noch nix gehoert. Da pfeifen sie einfach aufs Voelkerrecht(wie es sogenannte Weltmaechte ja auch des oefteren tun) und gehen direkt zum Angriff ueber. Keine Ahnung, ob Ameisen, das Voelkerrecht ueberhaupt anerkennen, aber die Weisse Flagge und das Parle-Recht der Piraten bringen einen auch nicht weiter. So bleibt einem also nur die Flucht . Mit einem Hechtsprung versucht man sich in sicheres Gebiet zu begeben um dann die Hartnaeckigsten von ihnen aus der Hose zu schuetteln. Glueckich kann sich der schaetzen, der rechtzeitig Wind von dem Angriff bekommen hat. Wenn man zu lange wartet, kann es schonmal vorkommen, dass man laut schreiend und nur noch in Boxerschorts gekleidet im Dreieck.(Wie es einer meiner Kollegen letztens tat :-) ). Jedoch bezweifel ich, dass das Schreien irgend eine Wirkung auf die Ameisen hat.

Eigentlich wollte ich schon viel frueher schreiben, aber erst musste ich mal die ganzen Geburtstagsmails checken. Vielen Dank an alle Gratulanten. Hat mich sehr gefreut das es so viele waren und dass ueberhaupt jemand an mich gedacht hat. Diese Woche haben noch 3 Maedels Geburtstag, drum gibts am Samstag wieder ein nettes Barbecue. Da freu ich mich schon drauf :-D . Im Moment siehts wohl so aus, als wuerde ich noch 2 weitere Wochen hier verweilen und dann endlich wieder auf Reisen gehen. Wie es weitergeht schreib ich im naechsten Bericht.

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