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Bene: Madras Trip und Internet Aerger

14.02.2009, 09:39


Hallo Leute,

vorletztes Wochenende waren wir ja in Madras (Chennai). Wir konnten da in einem Strandhaus…. vom Freund eines Freundes pennen und hatte 4 coole Tage. Am ersten Abend eine Party…in der Hütte und die kommenden Tage haben wir mit ein bisschen Tempel Watching, gutem essen und viel Entspannung verbracht.

Die letzten Tage waren wir damit beschäftigt Chris abschied zu zelebrieren. Er, Uli und ich haben ja hier so vor 8 Monaten zusammen angefangen und sind über die Zeit richtig gute Freunde geworden. Deswegen ist es auch echt schade, dass er jetzt noch 4 Wochen mit seiner Freundinn reist und dann wieder nach London geht. Zum Glück kam Uli nach 8 woechiger Indien Pause wieder zurück und so hab ich wenigstens noch einen der alten Crew. In 3 Wochen kommt mein Kollege Robin noch rüber und gleich im Anschluss meine Eltern. Wenn man die Zeit mal abzieht, sind es noch knapp 6 Wochen die ich hier arbeiten muss. Im Endeffekt ging alles viel zu schnell vorbei und die Momente wo ich Indien mag überwiegen schon lange die ganze negative Seite Ein gutes Beispiel hierfuer sind. meine Internet- Verbrecher- Service- Jungs.

zur Story:
Nachdem wir Freitag Abend unserer erstes indisches Barbecue hier hatten (haben ein paar neureiche kennengelernt, die sich das Fleisch aus Singapur einfliegen lassen), kam ich so gegen 3h bei mir in der Wohnung an. Am Samstag war Arbeitstag und ich dachte 5 Stunden schlaf müssen reichen. Leider klingelte mich um 7h mein sonst so schwer zu erreichender Internetdienst raus. Die ganze letzte Woche war ich mal wieder offline. Ich im Halbschlaf, mach ihm die Türe auf und er fängt direkt an, mich mit seinen 4 Wörter Englisch die er kann ,zu zutexten. Irgendein Kabel wäre gebrochen und das müsste ich jetzt zahlen, sonst kann ich mein Internet vergessen. Nachdem ich mich eine halbe Stunde bis aufs Messer mit ihm gestritten hab, gab ich ihm sein Geld und hoffte das nun alles geregelt wird. Natürlich wurde nix geregelt und seit gestern drückt er mich jetzt sogar aufm Handy weg. Ich hab mich da die letzten Tage so drüber aufgeregt, das glaubt mir keiner. Heute Abend wird ich ihn suchen gehen und dann mal sehen, was er noch so zu melden hat. Notfalls muss ich das Geld wohl aus ihm rausbügeln; falls er noch nicht alles für Tang (indische Kau Tabak , den 50% der Leute dauer konsumieren) ausgegeben hat.

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Bene: Der Ritt auf dem Tiger ist zu Ende

25.01.2009, 08:57


Hier ein guter Hintergrundartikel über die momentane Wirtschaftlage der IT Branche in Indien (speziell Hyderabad)

Einleitung:
Indien erlebt den größten Betrugsfall seiner Geschichte: Der IT-Konzern Satyam hat seine Bilanz um mehr als eine Milliarde Dollar aufgebläht. Firmengründer Raju, einst umworbener Star, gilt jetzt als Betrüger der Nation - und die ganze Branche steht unter Verdacht.

Der ganze Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,602901,00.html

Ich fliege in 2 Stunden nach Madras. Wir sind dort eingeladen. Kleines Haus am Strand und heute Abend schauen wir uns die Stadt mal bei Nacht an. Am Sonntag geht’s dann zu einem Temple besuch nach Telupati. Ja genau. Da war ich ja schon mal. Diesmal haben wir ein Haus auf dem Temopelberg und VIP Zugang zu den heiligen Städten (also nix mit 4000 Stufen und Schlafstädte zwischen 1000000 Inder). Also ein ganz anderer zeitlicher Hintergrund als bei meinem ersten Besuch.
Wird denke ich interessant.
Die Eindrücke meines ersten Besuchs (der ja am Anfang meines Aufenthalts stand) mit den jetzt (da es fast vorbei ist) zu vergleichen.
Ich werde euch berichten…
bis nächste Woche.

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Bene: 2009

25.01.2009, 08:56


Hallo Blog Leser,

ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Mein Start war eher verhalten, da ich die letzten 2 Wochen mit mehreren unterschiedlichen Vieren- Kulturen zu kämpfen hatte.
Aber von Anfang an.Am 10.12 machte ich mich mit Evan auf nach Bombay. Evan ist der Mitbewohner von meinem Kammrad Uli und macht hier eine Art Praktikum in Hyderabad, bevor es für ihn im Februar nach Neuseeland geht.
Am Flughafen in Bombay trafen wir uns dann mit meinem Studienfreund Jan und checken die erste Nacht in einer Unterkunft ein, wo die Kakerlaken auf den Tischen tanzten. Durch Jans Mitbringsel (1. Flasche Jägermeister, den gibt’s hier nämlich leider nicht) war die Nacht dann doch ertragbar. Am nächsten Tag sind wir dann in ein vom Reiseführer empfohlenes Hostel, umgezogen. Kleine Zimmer, aber sauber. Am Abend lernten wir dann Ludvik (einen Schweden) kennen. Er reist seit 19 Monaten durch die Welt und fliegt Ende Januar wieder in die Heimat. Goa stand auch auf seiner Liste und so fand zusammen was zusammen gehörte. Unser Kern- Reisegruppe für die nächsten Wochen war somit zusammen.
Die Highlights im ständig nebligen Mumbay waren unser Tag bei Bollywood, wo wir als Statisten in einem Film mitspielen durften und unser Ausflug zur Elephanteninsel, wo wir im Kampf gegen wilde Affen bestehen mussten. Nach 5 Tagen und ersten Bekanntschaften gings dann mit dem Zug 600km nach Süden. Eine der schönsten Bahnstrecken Indiens. Da wir am Tag fuhren, konnten wir uns durchgehend an den offenen Eingangstüren aufhalten und die Landschaft in uns aufsaugen. In Goa waren wir zuerst in Arambol, wo ich ein Haus organisiert hatte. Leider war das komplett in der Einöde und so mieteten wir uns am nächsten Tag Roller und führen die Küste nach geeigneten Unterkünften ab. Das war gar nicht so einfach, weil sich die nächsten Wochen noch einige Leute angekündigt hatten, für die ich mehr oder weniger mit organisieren musste. Nach ca. 10 Besichtigungsrunden wurden wir am Strand von Anjuna fündig. Doppelzimmer 500RS (8euro), Meeresrauschen inklusive. Die ersten Tage waren richtig entspannend. Am Strand von Anjuna hält man es sehr gut aus. Eine Strandbar neben der anderen, 25 Grad warmer indischer Ozean und durchgehend schönes Wetter. Durch die Anschläge vom Dezember haben viele ihre Reise nach Goa abgesagt. Galt lange als nächstes Anschlagsziel. Das war gut für uns, da dadurch die Preise nicht in astronomische Höhen stiegen und wir letztendlich alle Kollegen irgendwo unterbringen konnten.
Kurz vor Weihnachten wurde es dann doch ein bisschen voller und unser toller Hostel Manager meinte er könnte die Miete von 500rs auf 1500rs pro Tag anheben. Am nächsten Tag sind wir ausgezogen (hatten inzwischen die hälfte der verfügbaren Zimmer beleget, aber er war nicht verhandlungsoffen) und fanden 500 Meter weiter Dorf-einwärts eine Art Bauernhof, wo wir von da an für 150RS (2euro) die Nacht pennen konnten. Die Zimmer lagen inmitten von Palmen und schreienden Hähnen. Dusche war im Außenbereich unter einem großen Baum. Morgens so um 10h war das Wasser sogar ein lauwarm :-)
Nach der Abreise von Stephan am 28.12 war ich dann auch erst mal richtig krank. Das essen in Goa ist fantastisch (im Vergleich zum übrigen Indien). Wir gingen immer besonders gerne zu einem Vietnamesen. Nachdem wir dann alle der Reihe nach die Toiletten- Krankheit bekommen hatten, mieden wir dieses Restaurant vortan. Ich lag 3 Tage mit Magenkrämpfen im Bett und meine einzige Handlung waren die Sprints auf unser schönes Plumpsklo. Am 29.12 hat sich dann Jan auch noch angesteckt und sich in seiner letzten Nacht abwechselnd übergeben und gesch…
Am 31.12 hatte ich das erst Mal wieder Appetit. Aufs Klo musste ich aber immer noch alle Stunde. Leider war Silvester und ich konnte unsere Truppe nicht hängen lassen. Wir sind also mit 15 Leuten auf die größte Party der Umgebung. War aber nicht so toll, da 90% männliche (besoffene) Inder waren. Inder unter Alkohol sind wieder eine andere Geschichte. Die kennen dann keine Hemmungen mehr und werden teilweise unverschämt. Besonders die Mädels konnten wir nicht aus den Augen lassen. Alle 2 min. irgendeine dumme Anmache. Teilweise wurden sie dann auch aggressiv. Glücklicherweise hatten wir unsere indische Truppe aus Hyderabad dabei (diese Inder sind ganz anders. Im Ausland studiert und uns in der Wahrnehmung wesentlich ähnlicher als die Durchschnittsinder), die das ganze für uns mehr oder weniger geregelt haben. Um 4h sind die meisten dann heim und ich mit Ajay und 2 Engländern in einen Club mit dem Namen „WestEnd“. Da waren wir schon 2-mal gewesen und es versprach gut zu werden. Wurde es dann auch -und ich bin am 01.01 um 15h völlig erschöpft ins Taxi gefallen. Leider hatte ich einen fast bewusstlosen Engländer dabei (der hat mich stark an Stropp erinnerte :-)) und musste die Heimfahrt irgendwie managen. Nachdem wir den Taxisfahrer in harten Verhandlungen dazu brachten dass wir keine besoffenen weißen Touris sind die er ausnehmen kann, fuhr er uns dann auch bis vor die haustür. Ich drank 2 Liter Wasser und viel direkt in eines Koma. An Besuch den ich im laufe des Tage noch gehabt haben muss erinner ich mich nicht mehr. Nach 16 Stunden Schlaf ging es mir dann besser als vermutet. Nicht wirklich gut, aber auch nicht so schlecht wie vor Silvester…
Die nächsten Tage brauchte ich dann auch trotzdem eher zum „chillen“ und lesen. Wir hatten eine Hängematte auf dem Dach unseres Hauses. Direkt in der Palmenkrone. Das war mein bevorzugter Platz in dieser Zeit :-).
Am 04.01 ging’s mit dem Bus zurück nach Bombay um den Flieger zu bekommen. Das Problem an der Busfahrt war, dass wir Holzklasse (also 2Kl, ohne Klima) gebucht haben. Ausgerechnet das Fenster an unserem Platz war kaputt. Alle 5 min, schob es sich durch die Vibration des Busses wieder auf. Da wir nachts reisten wurde es sau kalt draußen. Evan und ich haben uns die ganze Nacht einen abgefroren und sind seit dem auch mit einem bösen Grippevirus infiziert. Bei mir geht’s seit gestern wieder Berg auf. Hoffe dass ich jetzt genug Antikörper gebildet habe um die letzten Monate gesund hier zu verbringen. Man erlebt so viele Sachen wenn man unterwegs ist, dass es leider gar nicht möglich ist alles zu erzählen. Auch ändert sich nach einer gewissen Zeit in Indien die Sichtweise auf die Erlebnisse und die eigene der eigene Standpunkt zu den Möglichkeiten die man hier hat.
Ich weiß daher beim Blog schreiben gar nicht so recht was und wie viel ich mit dem Blog hier rüber bringen kann und sollte. Es ist immer nur ein kleiner Ausschnitt den ich erzählen kann. Vielleicht versteht nicht immer jeder alles, bzw. kann meine Sicht auf die Dinge hier nicht verstehen. Das ist aber auch völlig klar, da man hier unterbewusst so viel aufnimmt und sich auch in einer gewissen Richtung weiter entwickelt. Das garantiert mir dann aber ein paar interessante Diskussionen bei Rückkehr auf die ich mich jetzt schon freue, hehe
Anfang Februar geht’s noch zum tauchen auf die Andermanen und um März kommen meine Eltern noch für 2 Wochen rüber. Ich plane im April zurück zu kommen. 10 Monate Indien reichen, denke ich. Mir geht auch so langsam die Kohle aus, da ich ja hier nichts verdiene. Ich warte eigentlich nur noch auf mein Diplomzeugnis, das so langsam mal kommen müsste. Dann geht’s mit der Bewerbungsaktion los.

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Bene: Bomben auf Indien

05.12.2008, 12:41


So oder so ähnlich titelte heute die Presse hier im Land. Gestern Abend sind in Bombay ein paar Anschläge verübt worden. Eigentlich nix Neues. Leider. Die Inder sind eigentllich das friedlichste Volk das ich kenne, ohne Gewalt- und Agressions- Potenzial. Schade, dass sich immer wieder junge (meist islamische) Leute vor irgendeinen Karren spannen lassen. Uns geht es aber allen gut.

Letztes Wochenende waren Chris, meine 2 Mitbewohner und ich in Kerala. Seit Nepal mein erster Trip. Es wurde auch wieder Zeit die Stadt zu verlassen. Ich lief wirklich die letzten Wochen auf dem Zahnfleisch. Den Stress mit meinen neuen Mitbewohner und der damit verbundene 100% Verlust der Privatsphäre, Uni- Angelegenheiten, Itschi Projekte (meine/unsere Firma in Deutschland) und nicht zuletzt die desaströsen Arbeitsbedingungen bei MobileOne. Ich hab mich wirklich inzwischen an viel hier gewoehnt, aber die letzten Wochen haben den Bock echt abgeschossen. Ich musste 3 Wochen, täglich den “Kompetenzträgern” hinterherlaufen um ein Meeting mit allen Verantwortlichen zu Stande zu bekommen. Normalerweise ja nicht “so” tragisch, aber mein Projekt musste in der Zeit gestoppt werden, da weichenstellende Entscheidungen getroffen werden mussten ohne die ich nicht hätte weitermachen können. Das gleiche mit meinem PC. Wenn man 10 Minuten warten muss bis sich Word öffnet und die Kiste alle 5 Minuten wegen Überlastung abstürzt dann ist es Zeit für mehr Arbeitsspeicher. Das nervt, wenn es permanent so ist, richtig schnell. Als ich mich das erste mal beschwerte hieß es erledigen wir sofort. Also wieder 2 Tage gewartet und nachgehackt. So ging das dann 3 Wochen. Letzte Woche habe ich dann einen 3 seitigen Brandbrief an meinen Chef verfasst in dem ich meinem Ärger Luft machte. Darin ging es aber mehr um die Gesamtsituation. Ich ging eigentlich davon aus, dass er mich danach feuert oder befördert. Nichts von beidem geschah. Seine Worte waren: Sieh das ganze nicht so Negativ und konzentriere dich auf die positiven Energien. Meine Antwort war dann nur noch: “Cool Mann, Danke für das vorbildliche Mentoring,…” ^^
Vor unserem Goa Urlaub will ich jetzt nichts entscheiden aber wenn sich die Situation bis Januar nicht geändert hat, such ich mir für die letzten paar Monate noch ein Praktikum. Das sollte nicht so ein Problem sein. Wenn sich an diesen Plänen nichts mehr ändert, werde ich im April nächsten Jahres ins „Vaterland“ (wisst ihr eigentlich, dass wir die einzige Nation sind die das Heimatland „Vaterland“ nennen? Sonst heißt es überall auf der Welt „mother country“ also Mutterland) zurückkehren.

Jetzt aber noch kurz zu Kerala
Hier sah man wieder ein komplett anderes Indien. Ruhiger, sauberer, besseres Essen und christlicher (so viele Kirchen sieht man selbst in Deutschland nicht). Da haben die Hollaender ganze Arbeit geleistet. Wir kamen also Donnerstagabend um 19h in Cochin per Flieger an. Danach musste wir dann noch eine Stunde in das Gebiet fahren wo wir unser Zimmer ausgesucht hatten. Natürlich Lonley Planet empfohlen. In einem Taxi aus den 50iger Jahren ging es dann mit lauter indischer Heulmusik über viele Brücken und durch wenig bebaute Gegenden. Der erste Schock direkt noch Ankunft. Nur Weiße. Die ganzen “wir fliegen jetzt mal nach Indien weil wir ja so alternativ sind”- Touristen in einer Straße. Ihr glaubt es wahrscheinlich nicht, aber es ist schon unangenehm auf einmal so viele um sich zu haben. In Hyderabad sind neben uns event. noch 20 Weiße in dieser 13 Millionenstadt. Aber gut, noch 10 min. hat man sich wieder daran gewohnt. Das Hostel in dem wir unterkamen war wirklich geil. Zimmer im Kolonialstyle, ein grüner Garten und einen Hotelbesitzer der noch aus den 60igern stammt. Sein Buero gleicht einer Bücherei und am Abend haben wir uns mit ihm zusammen Joan Baez, Bob Dylan, Edith Piaf usw. gehört und über alle möglichen Dinge sinniert.
Irgendwann in der Nacht sind wir dann ins Bett um dann nach viel zu wenig schlaf zeitig aufzustehen. Nach einem sehr guten Frühstück mieten wir uns 3 Roller und machten uns auf in den 100km entfernten Vogelpark, der im Hochgebirge liegen sollte.
Die Fahrt war das Beste was wir machen konnten. Nicht nur dass es richtig Fun machte mit den Scootern (so nennt man die hier) im indischen Verkehr zu fahren; wir sahen auch super schöne Landschaften, Teeplantagen, Wälder, Flüsse, Wasserfalle, Affen und hatten insgesamt einen aufregenden Tag. Kleines High-light war noch unsere Einladung zum Essen, bei einer indischen Familie. Als wir den Vogelpark gegen 2h Mittags, nach 5 Stunden Fahrt, erreichten waren wir super hungrig. Leider war weit und breit kein McDonalds :-) zu sehen. Also hab ich einfach mal die Einheimischen angesprochen wo wir hier was Essen könnten. Eine Frau aus dem Vogelpark hat uns dann zu sich Nachhause eingeladen und uns innerhalb kürzester Zeit das Beste Essen zubereitet. Sie vermietet auch Zimmer für 10 Euro die Nacht. Wenn jemand einen Platz in bester Natur zum Ausspannen sucht, kann ich die Nummer gerne weitergeben. Nach dem fürstlichen Essen haben wir dann noch ein bisschen geruht und uns mit den anderen Familienmitglieder unterhalten. Irgendwann sagte Chris: “Wenn wir hier ein Bier bekommen, fresse ich einen Besen”. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass er sich in dieser Hinsicht irrte. 2 Minuten später hatten wir eiskalte King-Fischer Biere in der Hand. Na dann- Mahlzeit!
Am nächsten Tag buchten wir eine Blackwater Bootstour. Die muss man angeblich gemacht haben wenn man in Kerala ist. Nachdem der vollbesetzte 9 Sitzer Bus eine geschlagene halbe Stunde vor unserem Hotel auf uns gewartet hat sind wir dann zu der Boots Anlegestelle. Der Morgen auf dem Boot war eher “sehr gediegen” und es hat auch leicht geregnet. Um die Mittagszeit gab’s dann wieder ein gutes südindisches Mittagessen, dass wir auf einer kleinen Insel zu uns nahmen. Chris brachte wieder seinen Besenspruch und simm salla bim, der Fuhrmann hat aus dem Bootsrumpf ein paar Bierchen gezaubert. Wir waren so 15 Leute auf dem Boot. 7 unter 35zig, der Rest über 45zug. Nachdem das Bier dann mal da war, wurden die anderen von der Jüngeren Crew immer gesprächiger und die Alten immer unscheinbarer.
Am Abend trafen wir uns dann zum Abendessen und sind danach in eine Bar. Nach indischem Brauch bekamen die Weißen mal wieder einen Privatraum und das haben wir dann auch mal richtig ausgenutzt. Als der Laden um 1h schloss, war keinem nach „ins Bett gehen“. Wir sind also noch zum Strand und haben da noch eine zeitlang gesessen. Irgendwann sind die Engländer dann ab und wir sind mit den Deutschen Mädels noch in unser Hotel. Dort wurde dann die Anlage ausgepackt, Bier geordert und ordentlich das zimmer verqualmt…..
Am nächsten morgen haben uns die andren Gäste ein bisschen schief angeschaut. So laut waren wir glaube ich gar nicht. Aber egal. Noch Rühreiern mit Speck, Obstsalat und frischgebrühtem Kaffee ging es dann wieder gut gelaunt Richtung Flughafen. Diese Woche bin ich wieder viel besser drauf und freue mich schon auf den 11. Dezember. Dann fliege ich mit meinen Mitbewohner und einem Preußen (Ein Rettungssanitäter, der seit einer Woche bei Uli wohnt) nach Bombay. Dort treffe ich dann meinen Studienfreund Jan und am 16.12 geht’s mit allen Mann im Zug Richtung Goa, wo wir bis nach Neu Jahr bleiben. Für einen kurzen Zwischenstopp freue ich mich auch meinen Freund Stephan willkommen zu heißen. Wir werden die Zeit nutzten um weitere Visionen für unsere gemeinsame Firma (Itschi) zu entwickeln. Bestimmt! ;-)

Euch allen wünsche ich eine besinnliche Adventszeit und schließe mit Grüßen aus den durchgehend 27 grad warmen Hyderabad.

Benedikt

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Bene: Neue Mitbewohner, Reisen, Indien Livestyle

05.11.2008, 11:58


Hallo Leute,
ich stelle gerade fest, dass ich schon eine ganze Weile nichts mehr veröffentlicht habe. Die Zeit vergeht schnell.
Es sind nun 4 Monate vergangen seitdem ich Deutschland verlassen habe. Mit dem Alltag hier habe ich mich weitestgehend arrangiert; auch wenn ich immer noch das deutsche Essen vermisse. Insbesondere Fleisch! Selbst bei McDonnalds gibt’s höchstens Chicken… Das kommt einem mit der Zeit aber auch aus den Ohren raus…

Auch bin ich zwischenzeitlich zum unabhängigen Roller Fahrer aufgestiegen, was man ohne Übertreibung als Riesenschritt Richtung persönlicher Unabhängigkeit bezeichnen kann. Das Gefährt habe ich mir vorläufig von meinem indischen Kollegen (Tejas) geliehen. Da er das gute Stück aber bald wieder haben möchte, bin ich intensivst auf der Suche nach Ersatz. Eine neuer Roller kostet so 1000 Euros, d.h. einen gebrauchten dürfte ich für 200-300 Euros bekommen. Für Indien viel Geld…
Den Anstoß mich überhaupt aus der Abhängigkeit der kriminellen Rischka- Fahrer- Clique zu befreien kam durch den Tatendrang meiner neuen Flatemates (Mitbewohner). Seit drei Wochen muss ich meine Wohnung mit 2 weiteren Studenten aus Karlsruhe teilen. So sehr ich mir Anfangs Gesellschaft gewünscht habe, so skeptisch war ich zuletzt „meine Wohnung“ nun teilen zu müssen.

Philippe ist Luxemburger und Lutz (Olli Pocher ) kommt aus Frankfurt City. Sie sind nicht bei MobileOne angestellt, sondern bei Pass-Consultings. Das ist eine deutsche Firma, die in Indien programmieren lässt. Asien- Manager dieser Tochtergesellschaft ist mein Big Boss. Der Vorteil für die beiden Jungs ist, dass sie in Deutschland angestellt sind. Dies ist natürlich mit besseren Arbeitskonditionen verbunden.Natürlich.
Sie müssen zum Beispiel Samstags nicht arbeiten und können ihre Arbeitszeiten flexibler gestallten. Ein bisschen ungerecht finde ich das schon, aber was soll ich machen…

Das Zusammenleben haben wir soweit arrangiert und in den letzten Wochen die Wohnung zusammen upgegradet. Jetzt bin ich allerdings pleite. Sogar an den totalen Verlust der Privatsphäre gewöhnt man sich schneller als gedacht. Beruflich läuft es sonst ganz gut. Mein Projekt geht gerade in die zweite Phase und ich habe inzwischen auch ein paar Leute, die für mich arbeiten und mein System mit Input füllen. Ich darf mich jetzt also Projektleiter nennen (Year!). Kaufen kann ich mir leider davon nix und ich hoffe dass sich meine Entlohnung so langsam mal meiner Verantwortung hier anpasst. Indien hatte letzte Woche hinduistisches Neujahrsfest. Alles sind durchgedreht und haben Tage lang Böller und Raketen gezündet. Zu allen Tages und Nachtzeiten. Ich möchte gar nicht wissen wie viele Kids jetzt ein paar Finger weniger haben. 3 jährige sind mit Knaller rumgelaufen, die bei uns sicherlich schon unter die Kategorie Sprengstoff fallen. Irgendwie gelang es uns aber unverletzt zu bleiben. Nun kann ich auch besser verstehen was für eine Bombenstimmung in Baghdad sein muss. Unglaublich, aber nach Tagen des Dauerbeschusses lernt man selbst das zu ignorieren.

Gestern Abend bekam ich dann auch endlich mal die Möglichkeit mein Jackett, dass ich bis dato noch nicht gebraucht habe, auf der Geburtstagsfeier der Tochter meines Chefs zu tragen. Die halbe Firma war da. Er hatte dafür die Dachterrasse eine Hotels gemietet. Nach einstündigem Bühnenprogramm und etlichen Photos machten wir uns über das Buffet her. Da der Abend davor mit „Hyderabad Clubbing“ zusammengefasst werden kann, war meine Motivation Anfangs nicht wirklich vorhanden. Zum Glück dauerte das Spektakel nur 3 Stunden und ich sah im einiges besser aus als ich mich fühlte. Ein bisschen Smalltalk, literweise Brause (Alkohol und fleisch suchte man vergeblich) und dann war es dann auch vorbei und ich fiel um 1h müde ins Bett.
Heute ist mal wieder Montag und die 6 Tage Woche ist mir jetzt schon zu lange. Lichtblick ist unser nächster Trip, der uns in den Dschungel des Südens führt. Nach Kerala. Für diejenigen die von der letzten Nepalreise noch nix wissen, habe ich extern einige Photos geaddet. Die den Link und die Story gibt’s auf Anfrage. Nur soviel vorneweg, Nepal ist fantastisch. Ein Mix aus Schweizer Landschaft, indischer Mentalität, kaum Verbote, Preise noch unter indischem Niveau gemixt mit dem kommunistischen Scharm, wie wir ihn aus dem ehemaligen Ostblock kennen.
Wenn ihr mehr Bilder und Stories „in-time“ haben wollt, müsst ihr euch bei Facebook anmelden. Das ist das internationale „Wer-kennt-wen“ und unsere Kollegas hier sind fleißige Poster von Berichten, Bildern und Videos…
Nun noch eine paar Bilder unser Budda- Boots- Tour. Man sieht leider von beidem nichts.

In diesem Sinne- bis bald

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Bene: Wunderbares Goa

09.10.2008, 10:43


Nachdem ich euch die letzte Zeit mit Informationen rund um mein Leben in Hyderabad versorgen konnten, habe ich es am verlängerten Wochenende endlich an den Strand geschafft. Für mich stand das erste Ziel hier außer Frage- Goa.
Da wollte ich schon seit Jahren hin, und dass nicht nur wegen des Strands. Vielleicht haben einige von euch den Film „The Beach“ gesehen. In Goa gibt’s Leute die dieses Leben führen. Viele Israelis, Deutsche, Spanier, Australier, etc. Natürlich ein bisschen abseits des touristischen Trubels (der sich zum Glück noch in Grenzen hält) 5 interessante und anstrengende Tage liegen hinter mir.
Es ging damit los, dass am Dienstag mein Zug gestrichen wurde. Einfach so. Also bin ich Mittwochmorgen im 7h aufgestanden und nach Nampalli gefahren. Hab im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das der beste Platz ist im einen Bus nach Goa zu ergattern. Ich kam also 8h da an und hab den Typen erst mal aus dem Bett geschmissen. Der lebt in seinem Buero, wie viele Inder. Nach längerer Diskussion hab ich den letzten Platz in einem Alternativbus ergattert, der ca. 300 km von hier startete. Was das genau bedeutete erfuhr ich aber erst am Donnerstag, als meine Reise um 11h morgen begann. Zusammen mit einem Inder aus Goa und seinem Australischen Freund (alt Hippies, so um die 50) startete ich in einem relativ komfortablen Auto. Leider stiegen auf dem Weg noch einige andere Leute hinzu, so dass ich mit 10 Leuten in der Karre saß. So gegen 18h sind wir dann irgendwo im nirgendwo in einen Bus umgestiegen. Diese Stadt war wirklich der Horror. Indien ist nirgendwo ein sauberes Land aber dieses Town war noch eine Nummer verschärfter. Entwicklungsland laesst gruessen. Mein Transportmittel war allerdings kein normaler Bus, sonder einer mit Schlafkojen und viel zu kalt eingestellter Klimaanlage. Nach einigen nächtlichen Stopps und einem Abendessen in dem schiersten indischen Straßen- Restaurants (da hätte ich vor 3 Monaten nicht mal meinen Hund essen lassen), versuchte ich dann ein bisschen zu schlafen.
Als wir am Freitagmorgen um 6h in Panjim (Hauptstadt von Goa) ankamen musste ich noch 2 Stunden auf der Veranda des Hotels warten, in dem Chris und Andrew (Australischer Kollege von Chris- hat eine Weltreise gemacht und in Indien seinen letzten Stopp) am Vorabend eingecheckt hatten. Die konnten sich den Flug leisten. War aber gar nicht so schlecht, da ich mit verfolgen konnte wie das Städtchen erwacht und die Sonne aufging. Nachdem wir uns die paar Sehenswürdigkeiten angeschaut haben, sind wir so gegen 13h mit einem Taxi nach Anjuna Beach. 30 Kilometer an der Küste vorbei für 8 Euro. Haben dann auch gleich im erst besten Hostel eingecheckt. Direkt am Strand, mit kleiner Bar und sauberen Zimmern. Da es ein zweier Zimmer war durfte ich dann mit einer Art Arztliege vorlieb nehmen. Nach der Nacht im Bus, eine wirkliche Verbesserung.
Den Freitag haben wir dann an der Bar gechillt, uns Anjuna angeschaut (ein mini Dorf zwischen Palmen und Strand) und zum Abschluss des Tages fürstlichst gespeist. Dieses Restaurant war wirklich eines der Besten die ich bisher in Indien gesehen hab. Direkt am Strand, offen mit Schaukelstühlen, Sofas, die beste Musik (u.a. Edith Piaf, indische Madras, ministry of sounds etc.) und ausschließlich vegetarischen Essen. War aber wirklich das beste Vegetarische, was ich je gegessen hab.
Danach sind wir dann, nach einem Spaziergang am Strand, bei Zeiten ins Bett. Am Morgen gleich wieder in unser Strand- Restaurant und um 10h mit 3 gemieteten Rollern auf Tour. Das war wirklich super genial. Die Dinger hatten noch gut Power und wir sind die Küste komplett hoch gefahren.
Vorbei an verlassen Stränden und durch urige Dörfer. Zwischendurch mit den Rollern in den Dünen rumgeheitzt und auch mal im 25 grad heißen indischen Ozean abgekühlt. In Vagator war dann schon einiges mehr los. Hier haben sich die ganzen Traveller zurückgezogen. Die meisten sind schon seit Monaten hier in Goa und genießen das Leben. Die Stimmung ist total ausgelassen und jeder ist offen und freundlich. Wurden dann auch gleich zu einer Party für den Abend eingeladen.
Auf dem Rückweg kamen wir dann mit einem indischen Pärchen, dass wir überholen wollten, ins Gespräch. Sie erzaehlten uns, dass sie ein Appartement hätten, das sie über Weihnachten vermieten würden. Ist leider 5 min. vom Strand entfernt. Platz für 6 Leute und komplett neu eingerichtet. Gar nicht so schlecht. Sie will 1000 Rupien pro Tag. Sind so 15 Euro (/6~2,5 Euro pro Person pro Tag). Also spott billig. Unsere aktuelle Unterkunft soll an Weihnachten um die 80 Euro kosten, da in der Hauptsaison die Preise steil nach oben gehen. Von daher ist das 1000 Rupien Appartement echt eine Überlegung wert.Wieder zurück in Anjuna haben wir noch ein bisschen in der Strandbar gesessen und einfach nur die Atmosphäre genossen. Nach dem essen war von den beiden anderen dann keiner mehr so richtig fit. Durch meine Überredungskunst konnte ich Chris allerding dazu bewegen mit mir auf die Party zu fahren.
Wir sind dann im viel zu teuren Taxi irgendwo in den Busch gefahren. Die Party war richtig schlecht. Ist leider noch keine Saison und die versprochen 200 Leute waren wohl noch auf dem Weg. Sorry nochmal Chris!
Dass es nicht ganz umsonst war, probierten wir noch das Goa Nationalgetränk. Was mir keiner sagte, war das es 50 % hatte und nachdem ich das Ding geext hatte, kam es auch genau so schnell wieder raus. Blöde nur das wir direkt an der Bar saßen. Das war dann auch der Moment in dem wir uns entschlossen zu gehen.
Sonntag dann noch ein bisschen mit dem Roller rumgecruist und die anderen beiden sind dann um 12h zum Flughafen. Ich hatte nach ein wenig Zeit und bin bei einem Kollegen meiner indischen Hyderabad Freunde vorbei. Die vermieten auch Zimmer. Leider sind die schon komplett ausgebucht. Super Lokation. Ein portugiesischer Villenkomplex. Im Kreis gebaut mit gemeinsamen Garten in der Mitte. Da finden dann auch immer private Partys statt. Hab mir die Nummer für Weihnachten notiert.
In Panjim hatte ich dann noch ein bisschen Zeit bevor mein Bus startete und hab im Park die letzten Sonnenstrahlen genossen.
Mit dem Bus hatte ich diesmal weniger Glück und musste mir die Koje mit einem jungen Inder teilen. Glaube der Kollege hat 16 Stunden am Stück telefoniert. Mitten in der Nacht sind wir dann wieder in ein Auto umgestiegen und 5 Stunden zurück nach Hyderabad gefahren. Neben einem indischen Golf Profi, meinem telefonierenden Kojennachbar war auch noch eine indische Familie mit einem Kind dabei. Der kleine Bengel war total verzogen und ist die ganze Fahrt über im Auto rumgeturnt. An Schlaf war da nicht mehr zu denken.
So um 11h war ich wieder zurück in der Wohnung, hab schnell geduscht und bin dann auf die Arbeit. Da wollte dann natürlich jeder haar genau wissen was so los war. Also nix mit entspannter Tag.
Gestern Abend dann noch schnell die Wohnung ein bisschen auf Vordermann gebracht (die Deutschen sollen bald ankommen ;-) und dann erst mal 10 Stunden gepennt. Morgen und übermorgen ist wieder Feiertag hier. Das nutzte ich dann erst mal für mich von dem Trip zu erholen bevor es dann Freitag für 10 Tage nach Nepal geht…

Resümee: Goa ist der perfekte Ort um einem kostengünstigen, Besonderen, nicht von Pauschaltouristen überlaufen, entspannten und erlebnisreichen Individualurlaub zu verbringen. Ich kann jedem nur ans Herz legen sich das mal anzuschauen.
Heitz, Jan und Sandra: Freut euch! Da werdet ihr an Weihnachten mal was Außergewöhnliches erleben :-)
Habe gerade erfahren, dass die zwei Karlsruher morgen Abend um 1h in der Nacht ankommen. Wer darf sie abholen.
Ich natürlich. Wenn man sich nur mal so um mich gekümmert hätte… Na ja, dann hab ich wenigstens ein paar deutsche Mitstreiter hier :-)

ich gruesse euch alle, wo immer ihr euch gerade aufhaltet

Bene

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Bene: Zwischenbericht

09.10.2008, 10:38


Es ist Dienstagmorgen und ich sitze wie jeden Tag in meinem viel zu warmen Office und kämpfe gerade noch mit den Nachwehen des gestrigen Abends. Julia, unsere „Princess“ (auf der Erbse) ist heute Morgen heimgeflogen. Trotz des mal wieder phänomenalen Wochenendes haben wir uns gestern alle Mann nach der Arbeit in der Sportsbar getroffen. Aus meinem Plan mich gegen 23h zu verabschieden wurde mal wieder nix. Der Abend endete in der Lobby irgendeines Hotels wo wir uns noch ein paar kalte Getränke servieren und den Abend locker ausklingen ließen. Als ich die Rechnung gesehen hab, dachte ich erst das sie ein Witz. Irgendwas um die 200 Euro fuer vielleicht 10 dezente Getraenke. Aber in einem Laden, der keine Falsche Rotwein unter 500 Euro anbietet ist das noch ein guter Schnitt. Zum Glück waren wir wieder in Bester Gesellschaft und so mussten wir uns, dank freundlicher Unterstuetzung unserer Neureichen Kameraden, keine Gedanken um das Cash machen.

Kurzer Excurs:
Wie soll man ein Land beschreiben, das sich innerhalb weniger Jahre bei der Kaufkraft zur drittgrößten Wirtschaftsmacht hinter den USA und China aufgeschwungen hat, in dem aber immer noch ein Drittel der Menschen weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung hat und jedes Jahr 1,9 Millionen Kinder an Mangelernährung sterben? Wie soll man ein Land beschreiben, in dem jedes Jahr mehr als drei Millionen junge Menschen die Universitäten verlassen, aber nur drei Viertel aller Kinder die fünfte Klasse erreichen? Wie soll man ein Land beschreiben, in dem am frühen Abend die Luxuskarossen vor den Bars der Fünf-Sterne-Hotels vorfahren und gleich um die Ecke tausende Menschen ihre elende Schlafstatt unter freiem Himmel errichten? Es fällt schwer, das Indien, das sich einem nur in kleinen, aber umso intensiveren Ausschnitten zeigt, in Worte zu fassen, geschweige denn zu begreifen.
Excurs Ende

Ich versuche mal euch die letzten 2 Tage (die symbolisch für die meisten Wochenenden hier stehen) zu erzählen.
Am Wochenende wird sich meist in der Sportsbar (bisschen wies Route66) getroffen. Die schließt dann um 24h und unser Abendteuer beginnt. Dieses mal starten wir in Chris Wohnung… Da nur wenige Lokalitäten in der Stadt die Erlaubnis haben länger wie 3h auszuschenken, kennt man die Optionen inzwischen. Drunter sind zwei Club, die sich in Hochhäusern befinden. Man fährt quasi mit dem Aufzug ins oberste Stockwerk, die Türen öffnen sich und man ist in einer anderen Welt. Kaum zu beschrieben, macht aber Spass. Durch unsere Begleitung brauchen wir uns auch hier keine Sorgen ums reinkommen oder um die Getränke zu machen. Viel interessanter sind allerdings die beiden „Partykeller“ im „Marriott“ (5 Sterne) bzw. dem „Touch Krishna“ (6 Sterne). Wobei Partykeller ziemlich untertrieben ist. Ungefähr die Größe vom Sound in Dillingen. Mahagoni-getäfelte Wände, wuchtige Möbel, Hightech, wohin man schaut. Hier tummeln sich dann am Wochenende auch die indische High Society und die paar Weißen, die in der Stadt sind. Zusammen mit den internationalen Hotelgästen und Geschäftsleute ergibt sich eine grazy Mischung von verschieden artiger Individuen, die glaube ich in Europa niemals so zusammen kämen.

Letztes Wochenende haben wir den Bock aber abgeschossen. Chris hat durch seinen Boss den Manager des bekanntesten Clubs kennengelernt und für letzten Samstag die VIP Lounge gebucht. Also das war echt der Hammer….
Ihr müsst euch den Club als mittelgroße Disko vorstellen. Vor der Türe haufenweise Leute die warten um reinzukommen. Wir fahren vor. Sofort kommen zwei Angestellte, wir den drücken die Schlüssel in die Hand und sie verschwinden irgendwo mit der Karre. Der Manager erwartet uns schon am Eingang. Ohne den Eintritt von 40 Euro (pro Person) zu bezahlen werden wir durch den Club in die obere Etage geführt. Dort hatten wir eine Art überdimensionales Wohnzimmer mit mehreren Flatscreens, eigener Bar und Personal und das Beste waren die Fenster. Eine Seite des Raums war mit verspiegelten Fenstern ausgestattet und draußen ging der normale Clubbetrieb ab. Wir sind ab und zu raus und haben nach und nach immer mehr Leute eingeladen. Irgendwann war in der Lounge mehr Stimmung als draußen. So gegen 3h haben wir den Club dann verlassen mit ca. 20 Leuten verlassen und sind ins Sheraton (auch so ein pick feines Hotel). Dort ging es dann weiter bis in die Morgenstunden. Ich war so gegen 8h daheim, hab bis 14h geschlafen, die Wohnung sauber gemacht und abends sind wir dann noch gemeinsam was essen gegangen. Während der Woche herrscht ein reger Mailverkehr zwischen uns allen und so jeden zweiten Abend unternehmen wir auch was. Manchmal kann es halt auch passieren, dass einige von uns vergessen, dass es eigentlich noch kein Wochenende ist und dann muss man halt mit 3 Stunden Schlaf auskommen. Geht auch.
Heute Morgen hätte ich meinen Putzmann kicken können. Inzwischen überlegt er sich jeden Tag neue Gründe ein bisschen Kohle abzustauben. Normalerweise hab ich den gut im Griff aber gerade heute war es so was von anstrengend. Musste ihn irgendwann rausschmeißen und erst mal in Ruhe wach werden.

Dann komm ich hier im Buero an und das erste was ich erfahre ist, das mein Zug, mit ich morgen nach Goa fahren wollte, gestrichen wurde. Einfach so. Jetzt muss ich versuchen was Alternatives zu finden. Andernfalls wird man Kurzurlaub leider ausfallen müssen. Hätte gerade gut gepasst, da Chris und sein Australischer Kollege (ist für 3 Wochen zu Besuch) auch mit von der Partie sind. Aber denke mal das bekomm ich noch irgendwie geregelt….
Nächste Woche bekomm ich dann zwei neue Mitbewohner aus Karlsruhe. Bin mal gespannt wie bussy es dann in der Wohnung zugeht. Hab mich ganz gut mit dem alleine Wohnen arrangiert. Auf der anderen Seite kommt dann wieder ein bisschen Veränderung hier rein, was auch nie verkehrt ist.

Dr. Uli wird für fünf Wochen zurück nach Deutschland auf irgendwelche Kongresse fahren und die Freundin unseres Hyderabad- Manager- Chris kommt nächste Woche . Die beiden machen dann erst mal 4 Tage Dubai und danach noch ne Woche auf die Malediven… Also Langweilig scheint’s mal nicht zu werden. Ich hätte die Möglichkeit Mitte Oktober 10 Tage nach Nepal zu fahren. Da würden dann ausschließlichInder mitkommen, was aber nichts macht, da sie wirklich super in Ordnung sind.

Geplant sind 2,5Tage Zugfahrt nach Kalkutta und von da aus mit einem gecharterten Flugzeug zu einem internationalen Traveller treff im Himalaya. Das Ganze geht 3 Tage und danach wieder zurück. Da hätte ich echt super Lust drauf. Weiß aber noch nicht ob das mit meinem Urlaub klappt.

In der Firma ist so eine Sache. Ich bin Rückblickend komplett übermotiviert hier angekommen. Inzwischen hab ich mich aber angepasst und meine Arbeit findet unternehmensweit Anerkennung. Nur die Leistungsanforderungen (also die erledigte Arbeit in einer bestimmten Zeit) unterscheidet sich doch sehr von dem was wir kennen… was ja nicht unbedingt schlecht sein muss >-)

Ich melde mich wieder nach Goa mit hoffentlich ein paar schönen Photos von mir am Strand, hehe

peace

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Bene: Deutschsprechende Inder

17.09.2008, 20:53


Gestern Abend bekam ich noch unerwarteten Besuch. Giri mein Nachbar ist momentan wie ausgewechselt. Seit dem seine Frau für 10 Tage zu ihren Eltern ist, hängt er wieder jeden morgen und Abend in meiner Wohnung ab.
Gestern brauchte er einen Kollegen mit. Das interessante ist, dass der Knabe seit eineinhalb Jahren deutsch lernt und eigentlich gar nicht so schlecht ist.
Er hat gerade seine Doktorarbeit über die toxische Wirkung von Pilzen geschrieben und hat eine Einladung der Universität Göttingen. Sein Traumland ist ohne Frage Deutschland (hat er mir ca. 542 mal gesagt). Das lustige ist, dass er lediglich 6 Stunden am Frankfurter Flughafen war. Aber das muss ihn schon so beeindruckt haben, dass er fest plant auszusiedeln. Wird er denke ich auch packen. Er hat was im Kopf - und dafür, dass er sich noch nie mit einem Deutschen Muttersprachler unterhalten hat, ist er auch wirklich gut. Er singt sogar Xavier Naidoo auswendig. Respekt ;-) Ich bin schon fast 3 Monate hier und kann gerade mal so 3 Worte Telegu…

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Bene: VINAYAKA CHATURDI

17.09.2008, 20:46


Die Stadt im Ausnahmezustand.
Die letzten Tage war hier ganz schön was los. Mein erstes hinduistisches Volksfest…
Dasahra ist ein hinduistisches Fest, das am zehnten Tag der mondhellen Hälfte des Hindu-Monats Ashvayuja (oder Ashvina) gefeiert wird, nach modernem Kalender meist Anfang Oktober. Dieses Jahr allerdings schon Anfang September.
Es handelt sich um den letzten Tag und Höhepunkt eines zehntägigen Festivals, das man in jeder Region anders bezeichnet. Auch die zugrunde liegenden Legenden sowie Sitten und Gebräuche unterscheiden sich erheblich. Dasahra zählt nicht nur zu den höchsten religiösen Feiertagen der Hindus sondern hat überall auch wichtige soziale Bedeutung.
Besonders Frauen und Kinder gehen von Haus zu Haus und erfreuen sich daran. Neun Tage und Nächte brennt davor eine Butterlampe, und schließlich, zu Dasahra, dem letzten Tag, bringt man den Krug in den Tempel. Am zehnten Tag stecken die Gläubigen ihre Idole an und werfen sie in einen Fluss, ins Meer oder in ein Tempelbassin. In Hyderabad konnte sich der See über weitere Verschmutzung freuen.

Zum letzten Wochenende hin wurde es richtig geschäftig in der Stadt. Tag und Nacht liefen irgendwelche Gruppen mit Trommeln durch die Stadt und an jeder Ecke fand man ein Zelt mit ohrenbetäubender Mantra Musik. Gestern war dann das große Staturen versenken. Da die meistern unserer Crew noch angeschlagen waren von der Party am Samstag, machte ich mich alleine auf. Eigentlich hatte ich geplant ein Subway aufzusuchen. Nach 3 Stunden des Rumirrens in Millionen von Indern (und genau so vielen Bettlern-unter anderen kleine Mädchen von vielleicht 7-8 Jahren, die überhaupt keine Skrupel hatten, ich hab sie glaub ich 2 Kilometer hinter mir her geschleift, bis sich mal ein Inder erbarmt hat und sie von meinen Beinen zu entfernen). Zu allem Übel musste ich dann auch feststellen, dass der anvisierte Laden leider geschlossen war. Dann brauchte ich ca. noch eine Stunde um da wieder rauszufinden. Die ganze Stadt war auf den Beiden. Jedermann war unterwegs zum See um die Staturen darin zu versenken. Hatte ein bisschen was von Karneval, nur ohne Verkleidung und Alkohol. Die Stadt wurde wohlwissentlich trocken gelegt. Seit Samstag waren alle Bars, Restaurants und Wine-Shops geschlossen.

Komischerweise hatten wir gerade an diesem Wochenende eine der interessantesten Partys hier. Wir trafen uns Samstagabend in der Deluxwohnung der Freundin eines indischen Kollegen. Sie ist Ami. Nachdem wir dort gegessen hatten und reichlich Wein gebechert haben, sind wir dann auf eine Party, von der irgendeiner der Jungs gehört hatte. Wir fuhren also ein paar Kilometer aus der Stadt raus, um über einen Feldweg auf ein verlassenes Gelände zu kommen. Das ganze war wirklich im Nirgendwo. Am Eingang erwarteten uns schon 5 Schränke. Ist eigentlich ungewöhnlich für Indien. Nach einem kurzen Telefonat, setzten sie ihr Sonntagslächeln auf und ließen uns passieren. Wir gingen durch einen kleinen Tunnel und am anderen Ende fanden wir die Party. Es waren so ca. 100 Leute. Viele bekannte Gesichter. Die Lokation war allerdings sehr special. Ich dachte erst es wären Filmkulissen. Es sah aus wie in einem verlassenen Wild West Dorf. Kirchenturm, die Holzhäuser mit Balkon und teilweise eingestürzt und auf dem Markplatz die Tanzfläche. Bier und Drinks waren umsonst(wohlgemerkt, der einzige Platz in Hyderabad, wo an dem Tag was zu trinken gab!). Das haben wir dann auch ganz schön ausgenutzt. Als die anderen um 3h fahren wollten, war bei mir noch nicht an Rückzug zu denken. Hätte ich aber besser mal gemacht. Das Ende der Geschichte ist, das ich morgens um 10h in irgendeiner WG wachgeworden bin. Dort lagen nach ca. 10 andere Opfer. Ich hab direkt Tjays geweckt und wir sind zu mir gefahren. Da hat er mich dann aufgeklärt was noch so passierte. Leider ist dieser Teil des Abends nicht wirklich hängen geblieben. Spaß hatten wir allemal.

Was ist sonst noch so passiert? Die Wochen hier sind sich alle sehr ähnlich. Morgens 8h aufstehen, Arbeiten, Abends telefonieren, kochen und wieder schlafen. Auf der Arbeit ist immer ein langer Kampf, ein bisschen Unterstützung bei meinem Projekt zu bekommen. Inzwischen hab ich aber gelernt damit umzugehen. Die haben einfach sehr viel geringe Erwartungen den Projektfortschritt (nicht nur bei mir, bei allen). Trotzdem ich meiner Meinung nach schon 5-mal soweit sein könnte ist es immer noch „fine“ für sie. Was soll ich machen… Musste ich wohl oder übel meine Arbeitsgeschwindigkeit anpassen. Letzte Woche hab ich mir dann Arbeit aus Deutschland von unserem Partner besorgt. So konnte ich wenigstens mal eine produktivere Woche verzeichnen. Allerdings muss ich auch da aufpassen, da mir von einigen Mitarbeiten gesagt wurde, dass mein jetziger Chef das nicht so gerne sieht. Meiner Auffassung nach gehört unser deutscher Standpunkt zur Indischen Mobileone dazu. Anscheinend aber doch nicht so 100%….
Das Vorstellungsgespräch, das ich vor 3 Wochen hatte, hat mich leider nicht zum erhofften Super Job geführt. Sie suchten auch einen Hardcoreprogrammierer, was mir nicht wirklich so zugesagt hat. Letzte Woche hat mich dann ein Headhunter (Jobvermittler) angerufen. Der hatte meine Nummer von einem indischen Kollegen. Das Angebot war nicht schlecht. Back Office Arbeit. Aber der Verdienst war mit 40000 Rupien immer noch deutlich oder dem was ich mir vorgestellt hatte. Wir haben vereinbart in Kontakt zu bleiben. Bis Anfang naechsten Jahres bin ich hier ja noch in mein Projekt eingebunden, was ich auf jeden Fall abschliessen werden. Ob es sich danach noch lohnt einen neuen Job zu organisieren, muss sich zeigen. Vielleicht reise ich auch einfach noch ein bisschen durchs Land und komme dann Maerz / April wieder in die Heimat um mich auf Jobsuche zu begeben… Lets see…

Noch was Lustiges zum Schluss. Letzte Woche, mein Putzmann und die Tauben haben mich gerade aufgeweckt, als meine eigentlich sehr wortkarge Reinigungskraft plötzlich die Haustüre zuknallt und anfängt rumzuschreien. Dachte erst er wollte einen Vogel oder so verscheuchen. War es aber nicht. Sondern ein mittelgroßer Affe der sich gerade an meinen Müllsäcken zu schaffen machte.

In dem Moment wo ich ihn sah, ergriff er die Möglichkeit und kam in die Wohnung. Er wusste sofort wo er was zu fressen fand und begnügte sich zum glück mit meinem Obst und ist dann wieder raus. Nachdem ich geduscht und gefrühstückt hatte wollte ich dann zur Arbeit. Bei uns im Treppenhaus war allerdings Ramba Zamba. Der Affe saß im Flur (immer 2 Gegenüberliegende Wohnungen auf einer Etage) und hatte sich eine Tuberose mit Cornflakes oder so gerippt. Innerhalb kürzester Zeit hat er die Dose auf und begann zu fressen als ob es kein morgen gäbe. Er hat wahrscheinlich gewusst dass ihm nicht viel Zeit blieb. Mit Besen und Stöcken schlugen die Hausbewohner auf ihn ein. Er lachte noch einmal dreckig und verschwand über den Balkon ins Nachbarhaus.
Chrees

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Bene: Crazy India

12.09.2008, 08:51


Hallo Leute.

Hier rennt die Zeit davon. Die letzten Wochen waren geprägt durch Arbeitsfrust, Freunde finden, Pläne schmieden, Monsuns und vieles vieles mehr.

Ich arbeite immer noch bei MobileOne. Hatte allerdings diese Woche mein erstes Vorstellungsgespräch mit einer anderen Firma. Genauer gesagt die, in der Max arbeitet. Er haut am Wochenende ab nach Deutschland und sie hätten dann einen Platz frei. Die Konditionen wären um ein vielfaches besser. Ich hätte dann sogar eine Wohnung mit Garten. Leider suchen sie einen Hardcoreprogrammierer und das wäre eher ein Job für einen der angewandte Informatik studiert hat. Ich habe mich in dem 1,5 Stunden Telefonat auf Englisch, nach anfänglicher Nervosität, relativ gut geschlagen. Am Anderen Ende der Leitung war der Firmenchef aus Kalifornien, der technische Leiter, der auch irgendwo in den Staaten saß und Max. Die haben mich ganz schön ausgequetscht. Viele Computer- und programmiertechnische Details. Jetzt wollten sie sich im Laufe der Woche melden und mir Bescheid geben…

Wenn nicht, war es auf jeden Fall eine gute Erfahrung. Mein Praxissemester (bis Anfang Dezember) mache ich nach jetziger Planung auf jeden Fall bei MobileOne fertig und nehm dann noch einen Projektjob (paar Monate) irgendwo hier an. Hier ändert sich alles unglaublich schnell, so dass man eigentlich ständig neu plant.

Aber jetzt zur Gegenwart:
Nachdem ich den Christoph aus Saarlouis getroffen habe, kann ich auch endlich wieder saarländisch brabbeln. Er arbeitet fuer die Robert Bird Group aus England und hat die letzten Jahre in London gelebt. Wir sind inzwischen eine kleine internationale Clique, und waren die letzten Wochenenden zusammen on Tour. Das hier ist Julia (Fotos auf der original Blogseite , sie macht 6 Wochen soziale Arbeit für ihr Studium der Soziologie. Das gleiche macht Waheeda. Sie ist indischer Abstammung, im Kongo aufgewachsen und lebt jetzt in Kannada. Dann wären da noch Uli, ein Dr., der in der Unfallforschung arbeitet (ist er hier genau richtig) und Nethen aus den Staaten, der gerade sein eigenes Business hier aufzieht. Das hier ist mein Kollege Tejays, ein Inder und DJ in Bar, in der wir uns immer treffen.

Dann sind da noch viele andere. Speziell junger Inder, die in London studiert haben und jetzt die Familienunternehmen weiter führen. Leider war es zu riskant auf unseren Wochenendtouren die Cam mit zu holen. Daher noch keine Photos. Die Jungs sind aber genau die richtigen Kontakte hier. Dank ihnen wissen wir von allen Lokations in der Stadt und meist auch umsonst rein und müssen komischerweise nie was für die Getränke bezahlen…

Heute war dann ein indischer Feiertag und wir hatten frei. War gestern nacht so gegen 4h daheim und heute morgen und 8h, hat dann meine Reinigungskraft wie verrückt geklingelt und Girri (mein Nachbar) wollte mich zu ihrer „Indische Gottheit Preisungs- Zeremonie“ einladen. Da musste ich leider passen. Nach 4h Stunden Schlaf konnte ich mir das noch nicht geben. Also wieder ab ins Bett, bis 12h, um dann am Festtagsessen in der Nachbarswohnung zu partizipieren (teilzuhaben).

Na gut, es war nicht das, was wir darunter verstehen. Aber wenigstens hatte ich was Kleines im Magen. Reis mit Nüssen und einer scharfen Paste. Da ist der Kater schnell verschwunden….

Thats it for today…

Machts gut und auf bald!

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