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Julian: Endlich Arbeit!!

28.07.2008, 15:02


So einige Neuigkeiten gibt es…

Wir sind wie gesagt am selben Abend noch nach Renmark aufgebrochen, in der Hoffnung dort arbeit zu finden. Die Fahrt ging ca 3h durch ziemlich ungewohntes Gebiet. Als wir endlich aus Adelaide (@Jens, leider kein Maedchenname :-D) rauskamen, war es stockdunkel. So mussten wir hoellisch aufpassen, dass kein lebensmuedes Kaenguruh(das sind glaub ich die meissten von denen) uns vor die Motorhaube springt. Da wir wieder die Grenze dieser Fruchtfliegenschutzzone ueberqueren mussten, mussten wir mal wieder so einiges an Gemuese verdruecken. Bei dieser Gelegenheit legten wir auch kurzerhand eine kurze Pinkelpause + Fahrerwechsel ein. Als ich dann aus dem Auto sprang stockte mir beim Anblick des Nachthimmels doch glatt der Atem. So viele Sterne hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Der Himmel war voll davon. Wie ein Dach aus kleinen Led-Lichtern(oder romatischer: aus funkelnden Diamanten :-) ) Man sieht die Sterne hier im allgemeinen besser, aber es ist noch ueberwaeltigender, wenn man sie wirklich fern von jeder Lichtquelle betrachtet. Sogar die Milchstrasse kann man ganz deutlich sehen. In den 5 Minuten, die wir dort pausierend verbrachten, hab ich 6 Sternschnuppen geshehen. Bei der dritten gingen mir die Wuensche aus. Matt, der Besitzer des Hostels, erzaehlte uns, dass dieses momentan ausgebucht ist und wir aus dem Grund in ein Haus 2 Strassen weiter ausgelagert seien. Da wir spaet dran waren legte uns John(Matt’s Vater) den Haustuerschluessel unter die Fussmatte. Nachdem wir unser neues Heim kurz in Augenschein genommen hatten, sind wir dann ins Bett gegangen. Wir haben neben einem grossen Garten, einer Kueche, 3 Schlafzimmern,einem Fernseher auch einen Kater. Simba, heisst er und wurde von Backpackern aufgezogen. Am naechsten Morgen sind wir dann frueh zum Hostel aufgberochen, gespannt welche Art Arbeit uns erwartet. Nachdem dem ausfuellen einiger Formulare ging es dann los zu Amaroo, die Firma bei der wir ab diesem Tag Mandarinen Pfluecken sollten. Dort angekommen machten wir Bekanntschafft mit unseren Vorgesetzten. Sie heissen Jim, John und Pete und sind ganz schoen schraege Voegel. Sehen aus als waeren sie grade aus dem Knast entlaufen oder als wuerden sie jeden morgen ganze Kinder fruehstuecken:-). Haben alle eine Pitbullartige Figur und lange Rauschebaerte. Sind aber ziemlich cool drauf, wenn man von ihrem Aussehen mal absieht. Nach einer kurzen Einfuehrung ging es auch schon los. Eigentlich pfluecken wir die Mandarinen nicht sondern muessen sie abschneiden und sie dann in eine Art Kiste fuellen. Diese Kisten werden Bin genannt und fuer jede gefuellte Kiste gibt es 40 Dollar. So einen Bin zu fuellen dauert wenn man zu zweit und schnell ist, ungefaehr 1h. Am Anfang dauert alles noch ein bisschen laenger aber mit der Zeit kommt die Efahrung, man ist um einiges schneller und kann umso mehr verdienen. Ist zwar ein bisschen eintoenig aber da man mit anderen Zusammen arbeitet und Musik hoeren kann ists ganz ok. Das meine Prellung an der Hand noch nicht ganz kuriert ist, hab ich gemerkt als ich das erste Mal von der Leiter gefallen bin :-) (passiert wenn man sich zu sehr ueber eine widerspenstige Mandarine aufregt). In unserem Hostel sind momentan fast nur Koreaner. (Man die gehen ab wie die Post beim MandarinePicking) Alle arbeiten sie irgendwo anderst. Ausserdem sind da noch 2 Englaender, einer aus Hamburg und 1 HollaenderPaerchen.Alle ganz lustige Gesellen. Vorallem die 2 aus Holland,Juhrun und Maria, die auf der selben Mandarinenplantage arbeiten wie wir. Haben zuhause ihr Studium hingeschmissen um jetzt zusammen so ne Art Weltreise zu machen. Eine gute Entscheidung wie ich finde, wenn man betrachtet was fuer langweilige Studiengaenge sie hatten. Auf jedenfall haetten sie spaeter irgend nen langweiligen Buerojob gehabt und nun will Juhrun spaeter mal was in Richtung Entwickliungshilfe machen. Muss ein ziemlich spontanes Ding gewesen sein. Als sie zu einer ihrer langweiligen Vorlesungen zu spaet kamen entschieden sie sich zusammen um die Welt zu reisen. Nach Australien (dort bleiben sie ein Jahr um das Geld fuer ihre Reise zu verdienen) geht es weiter nach Asien(unter anderem Indonesien, China, Russland) Afrika und Amerika.Oh man am liebsten wuerd ich mich denen grade anschliessen:-). Am Samstag hatten wir frei. Aus diesem Grund haben wir Freitagsabends nachdem wir von den Koreanen weitere Trinkspiele gelernt hatten, erstaml das oertliche Pub getestet und am naechsten Tag bis 14Uhr geschlafen.Samstagabend dann mit den 2 Hollaendern zusammen gekocht und 2 Filme geschaut. Am naechsten Tag ging es wieder auf die Plantage. Seit heute habe ich mit Juhrun und Maria zusammen noch einen zweiten Job. Weinreben schneiden und das jeden Morgen 3 Stunden. Wenn wir dann dort fertig sind geht es wie gewohnt zum Mandarinenpfluecken. So muss ich zwar frueher aufstehen kann aber ein bisschen mehr verdienen. Alexis, Nora und Moritz werden am Donnerstag weiter richtung Outback fahren. Hah dann hab ich ein ganzes Haus fuer mich:-).Naja Simba ist ja auch noch da. Ich werd ersma ein paar Wochen hier bleiben und dann weitersehen. Vll mal wieder den Coin werfen. Matt und sein Vater John gehoeren definitiv zu den nettesten Menschen die ich je kennen gelernt hab. Ziemlich lustig die beiden und immer gut drauf. Bei Gelegenheit erzaehl ich mal mehr von ihnen und von Renmark und ueberhaupt.

So denn machts mal gut…

Schoene Gruesse an die Rettungswache @Christian M. oder Marc ;-)

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Bene: Leider noch kein Wochenende

28.07.2008, 15:02


Nachdem ich diese Woche endlich arbeitstechnisch loslegen konnte, ist die Motivation zum Wochenende hin ziemlich im Keller. Und zu allem Übel ist morgen auch noch ein Arbeitstag.

Inzwischen ist hier der Strom öfter weg als er da ist. Jeden morgen muss ich jetzt eine halbe Stunde früher aufstehen um das Wasser für meinen Kaffee zu beulen.
Das Problem hier ist, dass der Großsteil des Stroms aus Wasserkraft gewonnen wird. Da es hier aber seit längerem nicht geregnet hat, sind die Staubecken leer und somit können die Turbinen nicht angetrieben werden. Also auch keine Power. Sie lösen das Problem hier so, dass einem Stadtteil nach dem anderen der Saft abgedreht wird. D.h. fuer eine Computerfirma, wie wir eine sind, natürlich Stillstand. Wir können jeden morgen bis 11h arbeiten, dann ist die USV (so was wie eine große Batterie) leer. Es ertönt ein ohrenbetäubendes Piepsen und 2 min. spaeter geht alles aus. In der Regel kommt die Power dann wieder gegen 11:30h.
Mein „Breitbandinternet“ funktioniert jetzt auch endlich störungsfrei. Leider ist Breitband Indien = Modem Deutschland. So Krebse ich quasi durchs Netz.
Die letzten Abende war richtig was los in meiner Wohnung. Mein Nachbar, die Strassenkids und die Internetguys. Heute morgen hat unser Hausmeister geklopft und mich mal wieder auf Telugu (das ist der Dialekt den die hier sprechen, ähnlich Hindi) zu getextet. Ich war schon etwas spaet dran und habe angestrengt versucht was zu verstehen. Anscheinend geht seine Tochter heiraten und da wollte er 50 Rupien. Knapp einen Euro. Den hab ich ihm dann mal gegeben. Dann meinte er noch, dass seine Frau meine Wohnung putzten könnte. Das waer natürlich gar nicht so verkehrt. Meine Firma bekommt es eh nicht geregelt. Die schicken immer ihren „Mann für alles” vorbei und es ist bis jetzt noch nix passiert. Den armen Kerl kann ich aber auch nicht putzen lassen, der ist bestimmt schon 70 Jahre. Also wenn die gute Frau nicht mehr wie 1,50 Euro die Stunde will und sie ordentlich putzt, mach ich ich das.
Da am Wochenende nur ein freier Tag ist, werde ich wohl am Sonntag mit den Gassenjungen in ein Schicha Kaffee gehen.
Nachts nehme ich inzwischen den Kampf gegen rote Kampfarmeisen (ihr glaubt gar nicht wie das zeckt wenn die beissen) und Moskitos auf.
Meinen Trip nach Goa habe ich inzwischen schon grob geplant und werde wohl 15.12.08 bis 05.01.09 da verbringen. Das ist in soweit relevant, da ja der ein oder andere rüberkommen wollte und Goa der richtige Platz für ein bisschen Indienurlaub ist. Allerdings ist Weihnachten Hauptsaison und wir müssten uns frühzeitig um eine günstige Unterkunft kümmern.
Könnt ja mal schauen wies Urlaubs und Kohle maessig passt.

In diesem Sinne, gruesse in die Heimat

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Bene: Alltägliches

24.07.2008, 10:28


Montag morgen. Wie schnell man sich doch an so einen Arbeitsrhytmus gewöhnt.
Heute morgen wurde ich wieder zu einer indischen Frühstücks Spezialität eingeladen. Ich glaube mein freundliches Nachbarpärchen würde mich gerne adoptieren. Sie laden mich inzwischen zu jeder Mahlzeit ein und es ist echt schwer auch mal alleine zu essen. Aber sie meinen es gut.
Gestern morgen habe ich mit einer ziemlichen Wut im Bauch das Internet Lurchen angerufen, weil das Netz schon wieder das ganze Wochenende ausgefallen ist. Ich hab meinem Ärger erst mal Luft gemacht und irgendwann was die Verbindung dann weg. Also hab ich noch eine SMS geschickt und meine Adresse sowie den Wunsch nach schnellstmöglichen Erscheinen geäußert. Irgendwann gegen Abend kam dann unser Hausmeister und meinte ich hätte Besuch. Besuch dachte ich?? Es war der Internetmann. Nur leider der Falsche. Ich hatte doch tatsächlich morgens den verkehrten zur Rechenschaft gezogen. Die Nummer hatte ich mir irgendwann mal notiert und als ich dann wieder nachschaute, sah ich das ich eine Nummer unter „Internet“ und eine unter „Internet guy“ gespeichert hatte. Naja.. so schlimm wars nicht. Der war nämlich von dem größten Breitbandanbieter der Region und so habe ich gleich den Anbieter gewechselt. Das andere Lurchen knoepfe ich mir dann heute Abend vor und hoffe wenigstens einen Teil meines Geldes (hab im vorraus bezahlt) zurück zu bekommen. Mein Nachbar wird mir da, in Landessprache, zur Seite stehen. Dass kann nix schaden.

Gestern Mittag wollte ich dann noch ein bisschen kulturelles Programm abarbeiten. Ich hatte zu entscheiden. Zoologischer Garten oder Museum. Ich fuhr zu dem Museum, dass mir jeder hier empfohlen hat. Eins der besten Museen Indien, eins der 6 Wunder von Hyderabad, bla bla bla… Es ging schon gut los. Ich musste erst mal 10 Minuten mit dem Rischka Fahrer verhandeln, der natürlich wieder dachte er könnte mich beschießen. Hab ihn um mehr als die Hälfte runter gehandelt, was wahrscheinlich immer noch zu viel war. An dem tollen Museum angekommen, konnte ich erst mal Sicherheitskontrollen, die schlimmer als an jeden Flughafen sind, über mich ergehen lassen.
In dem Museum selbst war es die Hölle. 1 Million Inder und die Ausstellungsstücke… Na ja. Von Gartenzwergen über Rüstungen und Kuckucksuhren war alles dabei. Schlimmer wie auf dem Trödelmarkt. Da ist unser Keller interessanter… Waer ich doch mal besser in den Zoo gegangen:-) Nach einer halben Stunde war ich wieder draußen und fuhr zur Wohnung. Nachdem mal wieder der Stromausfall war und ich eigentlich nix machen konnte ging ich in den Pub und trank 2 Bier….

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Julian: Adelaide und Arbeit in Sicht

24.07.2008, 10:25


So es gibt mal wieder ein paar neue Bilder (siehe Original-Blog). Seit Samstagabend bin ich nun in Adelaide. Wir haben wie gesagt noch eine weitere Nacht im letzten Hostel verbracht. Haben uns Dort in der Gegend(The Grampians) unter anderem noch die McKanzie Wasserfaelle und die Balconies angeschaut. Vorallem die Balconies haben mich sehr geflasht. Man wandert ein bisschen durch den Busch und steht ploetzlich auf einem Felsen vor einem hoellischen Abgrund. Voellig unerwartet breitet sich vor einem ein riesiges unbewohntes(da Nationalpark) Tal aus, das von allen Seiten durch Berge begrenzt ist. Dort sitzt man dann an der Kante, laesst die Beine in die Tiefe baumeln und fuehlt sich wie der Koenig der Loewen.(Bilder folgen) Abends sassen wir dann wieder vorm Kamin und sahen uns School of Rock an. Am naechsten Tag hiess es mal wieder in aller Fruehe zusammen packen und ausschecken. Wir haben uns dann noch im selben Ort 2 Filme ueber die Entstehung der Landschaft(einer nach der Legende der Aborinies) angesehen und sind dann Richtung Adelaide aufgebrochen. Da es hier ein Gesetz gibt, das besagt:wenn man in South Australia einreist, darf man kein Gemuese oder Fruechte mitnehmen (die haben scheinbar sehr grosse Angst vor Fruchtfliegen), mussten wir kurz vor der Grenze auf einem Rastplatz noch schnell all unsere Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauchzehen in eine Pfanne hauen. Also kurz gestoppt, schnell gekocht und weiter Richtung Westen immer mit der Angst im Nacken es nicht mehr bis zur naechsten Tanke zu schaffen (ich glaube ,das Fass ohne Boden wie ich unser Auto auch gern nenne, verbraucht manchmal bis zu 18 Liter). Wir sind dann so gegen 22 Uhr total muede endlich in Adelaide angekommen… Dort war die Hoelle los. Das Hostel, das wir anpeilten liegt mitten in einer Partymeile. 2 lange Strassen in denen sich Bars, Discos, Restaurants und Stripclubs aneinanderreihen. Da Samstagabend war, war scheinbar die ganze Stadt auf Tour, denn die Strassen waren vollgestopft mit Menschen( Die Maedels scheinen hier selbst im Winter nur mit Miniroecken auszugehen). Also zoegereten wir nicht lange, checkten ins Hostel(uebrigends eins der Besten bis her) ein, nahmen eine kurze Deodusche und stuerzten uns trotz Muedigkeit noch ins Getuemmel. Zuerst enterten wir eine Art Loungebar mit Balkon zur Partymeile hin(es gibt hier einige Bars und Clubs mit Freiluftzonen), nahmen ein paar Drinks zu uns und zogen dann weiter. Der Umstand, dass hier echt Club an Club gereiht ist macht die Auswahl umso schwieriger. Nach Befragung einheimischer Partypeople entschieden wir uns fuer einen namens “The red” fuer 15$ Eintritt(ca10Euro). (Dh. naechste Woche wieder auf billiges Instantfood umsteigen :-) aber in London haben wir uns ja nur davon ernaehrt). Was soll ich sagen, da wir erst in den fruehen Morgenstunden ins Hostel zurueckkamen scheint der Club gut gewesen zu sein. Dort angekommen mussten wir ersmal ne Nacht verlaengern um nicht nach 4 Stunden Schlaf wieder auschecken zu muessen. Am naechsten Tag sahen wir uns ein wenig die Stadt an(Viel mehr ging auch nicht da wir erst um 15Uhr aufgestanden sind). Abends kochten wir dann zusammen(wie jeden Abend) und sahen uns Walk the Line an. Dann gings frueh ins Bett. Es wurde zwar noch ein PingPong Turnier mit allerlei Preisen veranstaltet, aber es waer warscheinlich nicht fair gewesen wenn ich teilgenommen haette. Selbst mit Belaegen ohne Schlaeger muesste ich eig gegen Hobbyspieler gewinnen:-). Waehrend der ganzen Zeit in Adelaide kuemmerten wir uns um Jobs, fuehrten einige Telefonate und befragten ein paar Leute. Da wir aber erst fruehestens fuer Morgen was bekommen koennen, mussten wir noch eine Nacht laenger in Adelaide bleiben. Da wir schon ein Ticket fuers Falschparken kassiert haben wechselten wir in ein Hostel mit eigenem Carpark. Wir trafen dort mal wieder einige Deutsche, die uns auch einige Tips zur Jobsuche gaben. 2 Ossi’s mussten eine Wand im Hostel reparieren, die sie scheinbar im Suff zerstoert hatten. Echt Lustige Gesellen die 2. Am Abend nahm uns die Hostelchefin(eine Schweizerin) mit einem grossem alten Van mit zu den Adelaide Hills um die Stadt bei Nacht zu betrachten. Adelaide hat einen ziemlich Europaischen Flair. Lange nicht so toll wie Melbourne mit seinen vielen Parks aber auch nicht schlecht und ebenso international was die hier lebenden Menschen betrifft. Spaeter haben wir noch die Hosteleigene Sauna getestet und fielen ziemlich muede in unsere blaupink gestreifte Bettwaesche. Im Moment sitzt ich gerade in der State Library, weils hier kostenlosen Internetzugang gibt. Unser “Fass ohne Boden” ist beim Mechaniker, da die anderen es fuer das Outback durchecken lassen wollen. Bin mal auf die Maengelliste gespannt, wird warscheinlich einige Seiten umfassen:-D. Naja, wie dem auch sei. auf jedenfall muessen wir jetzt bis 17Uhr warten und irgendwie die Zeit bis dahin rumbekommen. Werden uns warscheinlich noch die freie Gallery und das Museum ansehen. Was die Jobsuche betrifft haben wir da warscheinlich was an der Angel. Wir haben ein paar mal mit einem Typ namens Mad telefoniert. Er ist der Chef eines Hostels in Renmark un meinte er koennte uns Jobs besorgen. Welche Art Job wird die grosse Ueberraschung sein, aber ich bin da ja sehr flexibel. Hauptsache das Geld fliesst:-). Drum gehts sobald wir das Auto wieder haben ab nach Renmark(Ich habe eine Karte zu meinem Blog hinzugefuegt. Wenn ihr mal wissen wollt wo ich mich gerade rumtreibe muesst ihr einfach die nahmen der Staedte eingeben)

Hm was gibts noch neues… Achso, Moritz hatte Geburtstag. Ich hoffe hr habt alle dran gedacht. Wenn nicht holt das ma noch schnell nach. Christian hat auch bald. Und dann waer da noch Toca. Weiss einer von euch wo er sich grade aufhaelt. Fuer alle die es nicht wissen, er macht grade einen Interrailtrip durch Europa. Meine letzte Info war Madrid, aber das ist schon ein paar Tage her. Scheint auf seiner Reise auch viel Spass zu haben.

So na dann lassts krachen. Bis denn…

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Neue Blogs von Bene und Julian!

19.07.2008, 09:39


Tach zusammen.

Wer die Reise meiner beiden Cousins hier auf schamass.de verfolgt, sollte immer rechts auf das jeweilige “Thema” klicken. Weil die Einträge immer sehr lang sind, sieht man auf der Hauptseite nicht gleich, ob nur einer oder beide einen neuen Blog verfasst haben.

Gerade sind von beiden die Blogs frisch eingestellt. Also einfach auf “Bene on Tour” oder “Julian on Tour” klicken, um sie zu lesen.

Viel Spass beim Lesen!

Basti

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Bene: Freitag…

19.07.2008, 09:36


Namastē,

Die zweite Arbeitswoche ist jetzt bald um und morgen ist endlich mal ein freier Tag. Dieses Woche war weniger aufregend, wenn man die alltäglichen Unglaublichkeiften mal ausblendet.
Montag war ich mit Laksman und K. Srinivasa Roa, meinen beiden Bürokollegen aus dem Java Team, in einen nahegelegenen Hindu Tempel . War in soweit ein heißes Pflaster, da ich noch nie vorher in einem Tempel war und dort strenge Verhaltensregeln gelten. Also erst mal Schuhe und Strümpfe aus, Handys und Rucksack abgeben und den Berg erklimmen.
Überall in der Stadt sind extreme Sicherheitbestimmungen weil vor 2 Monaten Extremisten zwei Bomben im Zentrum gezündet haben, wobei 40 Menschen um Leben kamen. Eine davon in der Nähe des Tempels. Aber auch hier konnte ich wieder auf meinen Bonus zählen und wurde schnellstens durchgewunken. So dreckig die Stadt ist, so sauber sind die Tempel. Alles aus weißem Marmor und Gold. Auch war der Smog irgendwie verschwunden, was wohl auch daran liegt das der Tempel auf dem einzigen Berg in der Umgebung erbaut wurde. Drin waren dann die unterschiedlichsten Gottheiten, von den mir namentlich nur Schiva in Erinnerung geblieben ist. War ein bisschen komisch, da ich ja ernst bleiben musste. Aber bei Göttern die aussehen wie Elefanten mit 20 Armen und anderen lustigen Gestalten war das gar nicht so einfach. Also hab ich einfach andächtig kopiert, was meine Kollegas vorgemacht haben. Bei jeder Stadtion bekam man von den Mönchen einen Punkt auf die Stirn gemacht (das spirituelle Auge). Also hab ich danach ausgesehen wie El Benedikto. Ging zum Glück wieder leicht ab.

Dann war da wieder so ein Typ, der hat sich einfach irgendwann bei uns gesellt und ist nicht mehr verschwunden. Zum Ende musste er dann zufällig in die selbe Richtung. Zum Glück hatte ich die zwei Jungs am Start, so dass die das mal regeln konnten.. Dann hatten die ihn an der Backe.
Dienstag sind wir dann ins IMex. Eines von 3 3d Kinos in ganz Indien. Da waren dann natuerlich auch die ganzen Wessi Franchise Unternehmen am Start . So sah ich dann auch mein erstes MC Donalds und Subway hier in Indien. Dachte schon wenigstens hier bliebe man davon verschont, was mich aber nicht davon abhielt erst mal ein gutes Baguette zu essen (das nur 1/3 vom deutschen Preis kostete)
Montag kam Ruediger hier in Hyderabad an. Das ist der Deutsche Geschaeftsfuehrer von GoMobile, die wohl die Software von Mobileone in Deutschland vertreiben. Er ist auch Partner der Firma. Irgendwann rief mich unserer Senior Chef ins Büro und stellte mich vor. Wir duzten uns sofort da das hier ueblich ist und er erzählte mir dass er selbst schon ein halbes Jahr in Hyderabad gelebt hat und meine anfänglichen Probs nur zu gut nachvollziehen kann. Er ist froh das ein deutscher hier in Hyderabad ist, das sich auch für ihn der Austausch mit den Inder bis weilen schwierig gestaltet.

Auf Rat meines Nachbar hin, habe ich dann gestern auch mal wieder nach einer Putzfrau gefragt. Da meinte unsere Human-Ressource Chefin (die ist für diese Sachen zuständig) doch allen ernstes zu mir, dass sie dachte die Wohnung wäre sauber. Hab ihr dann mal erzählt, das es eigentlich aussieht als hätte Gandhi persönlich das letzte mal darin gehaust. Na dann, schicken wir natürlich jemand!… Ja Ja, das kennen wir ja schon….
Mit meinen Nachbar ist das auch eine interessante Sache. Die tauen jeden Tag mehr auf. Ist ja ein junges Ehepaar. Gestern hat er mich auf seinem Motorrad durch die Stadt kutschiert. Natürlich ohne Helm und auf der Rückfahrt mit 7 Einkaufstuten in jeder Hand. Danach haben wir dann noch ein bisschen TV bei ihnen geschaut und sie haben mir ihre Hochtzeitsbilder gezeigt. Als seine Frau dann mal kurz und der Küche war, hat mir mich ganz verschmitzt angeschaut und gefragt ob ich ab und zu Alkohol trinke. Als ich es bejahrte, hat der direkt seine Kollegen angerufen und für nächstes Wochenende was ausgemacht, weil dann seine Frau nicht da sei… Bin ich mal gespannt was die Inder so vertragen. Ich liege wahrscheinlich nach den ersten zwei Gläsern unterm Tisch, hehe…Heute morgen, hatte gerade mein Muesli mit Milch vorbereitet, klopfte es dann wieder und er meinte ich sollte mein essen in den Kühlschrank stellen, er hätte was vorbereitet. Da ich nicht unhöflich sein wollte bin ich dann rueber und habe so eine Art Kartoffelpüree mit Zwiebel und Nüssen bekommen. Das war so scharf, das ich eigentlich gerade wieder unter die Dusche hätte springen können. Aber was macht man nicht alles für die Voelkerverstaendigung….

Weil der Strom mal wieder weg war, musste ich auch auf meinen guten Kaffee verzichten…
Da mir immer noch nicht so 100% klar ist wie das Resultat meiner Arbeit hier aussehen soll und mir jeder was anderes erzählt werde ich mir gleich den Chef kaschen.
Dann hoffe ich das der Tag heute schnell rumgeht und morgen gehts dann wieder ein bisschen auf Besichtigungstour.Falls das Internet in der Wohnung gehen sollte (ist immer Glückssache) lade ich dann wieder ein paar Bilder hoch.

So long….

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Julian: Endlich mal ein paar Tiere…

19.07.2008, 09:34


Ohje ich weiss grad gar nicht wo ich anfangen soll. Es gaeb eigentlich so viel zu Berichten aber das wuerde definitiv alles zu lange Dauern. Drum versuch ich mich einigermassen kurz zu fassen. Also Freitag Morgen wollten wir eigentlich zur Great Ocean Road starten. Der Start hat sich dann aber bis zum Nachmittag verzoegert weil Nora’s “neues” Auto nicht so ganz damit einverstanden war. Es wollte und wollte einfach nicht anspringen. Dreimal waren die Kollegen vom Racv(sowas wie der australische ADAC) da bis es dann endlich losgehen konnte.Weit kamen wir an diesem Tag dann aber auch nicht mehr weil, da hier gerade Winter ist,es schon recht frueh dunkel wird. Die erste Nacht verbrachten wir dann auf einem Campingplatz. Teils in eisiger Kaelte in einem verschimmelten Zelt und Teils im warmen Campervan. Am naechsten Morgen(nachdem das Auto wieder nicht ansprang und wir den RACV und spaeter noch einen Mechaniker zu Rate gezogen hatten) ging es dann in Richtung Kueste nach Torquai. Torquai ist ein kleines Surferstaedtchen, das wegen seiner vielen Surfshops auch Surfcity genannt wird. Am nahe gelegenen Bellsbeach(Unter Surfern scheinbar ein sehr bekanntes Fleckchen) sahen wir dann zum ersten Mal das Meer.(Immer wieder was faszinierendes wenn man um dieEcke biegt und ploetzlich den unendlichen Ozean vor sich hat)

Die naechsten zwei Naechte haben wir in Lorne in einem wirlich schoenen Hostel verbracht. Geschlafen wurde dort in kleinen terassenfoermig am Hang angeordneten Huetten. Lorne selbst ist ein kleines sehr nettes Kuestenoertchen mit vielen Trekkingwegen die sich die Berghaenge hochschlaengeln. Zb kann man sich versch. Wasserfaelle und Hoehlen ansehen oder einfach nur die Aussicht aufs Meer geniessen. (Oh leck ich hoer mich ja an wie einer der nen Reisefuehrer schreibt :-))Abends versuchte uns eine Australische Frau irgend welche Kartenspiele beizubringen. Ausserdem lernten wir noch 2 Medizinstudentinnen aus Deutschland kennen, die echt lustig drauf waren. Beim Fruehstueck leisteten uns einige Kakadu’s und Papageien Gesellschafft.(Dagegen wirkt der allgemeine deutsche Spatz eher lagnweilig:-)) Weiter ging es zum Cape Otway National Park wo sich der aelteste Leuchtturm Australiens befindet. Unsere naechste Nacht verbrachten wir mitten im Nirgendwo(kein Empfang)
auf einem Campingplatz mit dem Namen Bimbi Park. Bimbi heisst auf aboriginal so viel wie “Platz der vielen Voegel”. Und so war es auch. Eine Menge Papageien und andere krumme Voegel hatten hier ihr zuhause. Aber nicht nur davon gab es viel sondern auch andere Tiere. Zb sahen wir hier unsere ersten Koalas. Die sassen da in jedem zweiten Baum(alles Eukalyptus) und liessen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. (Koala muesste man sein. Den ganzen Tag nur faul im Baum haengen und ab und zu vom Eukalyptus naschen…Das ist ein Leben:-))
War eine schoene sternklare Nacht dort unter den Baeumen. Ich sass lange Zeit einfach nur da,trank guten billligen Rotwein und lauschte den Geraeuschen der Nacht. Am naechsten Tag schafften wir es grad so mit fast leerem Tank in den naechsten Ort. Die beruehmten 12 Apostel haetten wir beinahe verpasst, da wir eigentlich einen Ort vorher uebernachten wollten. An diesem sind wir aber aus irgend einem Grund vorbeigefahren als ploetzlich neben uns merkwuerdige Felsen im Wasser auftauchten, die uns sehr bekannt vorkamen. Also hielten wir an. So war es auch nur ein glueklicher Zufall, dass wir die Felsformationen im Sonnenuntergang betrachten konnten. Dieser Anblick hat uns allen erstmal die Sprache verschlagen.
Das erste was ich dann rausbekam war “Oh Leck”. Am naechsten Tag haben wir uns das ganze dann nochmal bei Tageslicht angesehen. Erwaehnenswert ist auf jedenfall noch der Lockout Gorge. Eine ziemlich paradisiesche Bucht in der Mal 2 Schiffsbruechige gestrandet sein solen. An Logans Beach (auch die Kinderstube de Wale genannt) hatten wir das Gleuck eine Walmutter und ihr Kalb zu beobachten.
Heute dann haben wir endlich die ersten Kangoroos gesehen. Ziemlich zutraulich die Tiere. Eben als ich im dunkeln noch einmal zurueck zum Auto gegangen bin, (um Tomatensosse fuer die Pasta zu holen)sass keine 2 Meter von mir ein riesen Exemplar und hat mir dabei zugekuckt wie ich in den Tiefen unseres Campervans auf Essenssuche gegangen bin. Im Moment sind wir mal wieder in einem Hostel. Sehr abgeschieden aber ziemlich gut eingerichtet.
Mit Kamin und einem gemuetlichen Aufenthaltsraum. Hier werden wir wohl auch noch einen Tag laenger bleiben und uns Morgen frueh noch ein wenig in der Gegend umsehen. Ich muss sagen wir sind im Moment eher die Luxusbackpacker wenn man sich so anschaut was es bei uns zu essen gibt.
So gibt es bei uns viel Gemuese und Obst was eigentlich den Rahmen jedes Bachpackergeldbeutels sprengen sollte. Normalerweise stehen Instantfood und Vitamintabletten auf dem Speiseplan.
Naja auch die fetten Jahre werden einmal vorbei sein. Wie dem auch sei ich freu mich ueber jeden Dangercall Jens. Ganz besonderst am Ende naechsten Monats.
Ich Meld mich dann wohl bald wieder. Bilder werd ich auch noch reinstellen.

Bis dann man,sieht sich…

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Neue Funktionen auf SCHAMASS.de

15.07.2008, 16:01


Hallo!

Ab sofort kann man sich für unser Fussball-Tippspiel anmelden! Näheres hierzu findet ihr unter “tippspiel“!

In naher Zukunft wird es auch endlich einen SCHAMASS-Shop geben, in dem man zwischen neuen und altbekannten Artikeln schmökern kann!

Liebe Grüße,
Basti

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Bene: Krabble Alarm

15.07.2008, 11:53


Gesten ging es endlich mal vorran.
Zwischen der ganzen Hektik hier (Chef war 4 Tage nicht da und irgend eine Auslieferung steht an), fand er doch noch Zeit, sich kurz mit mir zusammen zu setzten. So erfuhr ich endlich was ich die nächste Zeit so im Detail machen muss. Im es allgemein zu halten: Ich muss die Arbeitsweise der Software (die entwickeln hier mehrere unterschiedliche Tools) graphisch abbilden. Hört sich auf jeden Fall mal ganz interessant an.
Als ich dann gestern in die Wohnung kam ging das Internet schon wieder nicht. Also rief ich den Internetguy an, der ne Stunde später mit einem Kollegen auftauchte. Die Zwei waren mir nicht ganz geheuer. Als ich ihnen was zu trinken holen wollte, schaute der eine sich ganz intensiv in meinem Zimmer um. Ich ließ sie also nicht mehr aus den Augen. Plan hatten sie auch keinen. Die Einwahlsoftware hatte ich schon installiert und er klickte ca. 100 mal auf connect. Immer mit dem selben Resultat, dass nix ging. Dann fing er an unkontrolliert auf dem Desktop rumzuklicken und Dateien von mir zu öffnen. Da wurde es mir zu bund. Hab ihn mal gefragt was er eigentlich da regelt.
Nach hmm hmm hmm…. sagte er nur er würde mit dem office quatschen und morgen wieder kommen. ja ja natürlich. Zum Glück hab ich ihm auf die Finger geschaut und mir den usernamen und Passwort gemerkt (hat er mir natürlich nicht gegeben). 2 min. probiert und drin war ich.

Einkaufen, skypen, kochen, spülen… irgendwann war es dann 1 Uhr und ich wollte schlafen gehen.
Wo ich gerade so am eindösen war, hörte ich neben mir irgendwas landen. Kurz überlegt ob ich es ignorieren soll aber dann hab ich mir doch die Taschenlampe zur Hand geholt und bin erst mal aus dem Bett gesprungen. Eine fast handgosse Kakerlake saß direkt an der Wand zum Bett. Und das blöde Teil konnte auch noch fliegen. Ich lief in die Küche um was zum einfangen zu holen, da sah ich die nächste Überraschung. 2 Salamadaartige Teile flitzten die Wand hoch und runter. Egal, die konnten wenigstens nicht fliegen. Als ich zurück im Schlaffzimmer war - keine Spur mehr von dem Biest… Ich überlegte was ich tun sollte. Einfach wieder hin legen ging gar nicht. klar.
Also Moskitonetz auspacken und mich auf diesem Wege schützen. Das war auch noch so eine Mcgiver- Aktion. Hab mir im Nebenzimmer eine Wäscheleine zurechtgeschnitten und die irgendwie durchs Zimmer gespannt. Netz dran festgemacht und mich verbunkert.
Heute morgen saß das Vieh dann auf dem Netz. Hab erst erst mal ausgenockt und dann ne Schüssel drüber geschissen….
Jetzt kann es erst mal einen Tag darunter schmoren. Heute Abend setze ich es dann raus…

So jetzt kam gerade der Chef und ich werde wohl mal Anfangen müssen. Durch die Aktion leider nur ein paar Stunden geschlafen. Aber der gute Kaffee hält mich bei Laune.

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Bene: Kurzes Wochenende

14.07.2008, 16:42


Leider nur einen Tag und der ging viel zu schnell rum.
Hier links, sehr ihr ein Foto von meinem Arbeitsplatz aus. [Fotos auf: http://bene-in-indien.blogspot.com/]

Nachdem ich Samstag morgen noch einmal richtig abgezockt wurde hat sich endlich mal jemand erbarmt mir heute die Busverbindung zu erklären. Zumindest wurde es so angekündigt, was hier noch nicht heisst das es auch wirklich passiert. Hier muss man einfach eine Nummer dreister sein als bei uns im Westen.
Abends hab ich mir dann mal die Gegend hinter meinem Haus angeschaut und festgestellt, dass da eine ziemlich geschäftige Strasse existiert. Weil es dunkel war, erkannte niemand dass ich weiß bin und so hatte ich mal das Vergnügen wie jeder andere durch das Viertel zu schlendern.
Als ich wieder in bekanntem Terrain war und feststellte, dass es erst halb 10h und Samstag Abend ist, entschloss ich mich mal ein indisches Bier zu versuchen. Bin also in ein so genanntes „Pub“ und hab mir ein Bier bestellt. Halber Liter, - danach war ich voll.

Das war aber auch schon das einzig gute an dem Laden. Super öde Stimmung und nur Männer. Bin dann gleich wieder ab und hab meinen Mini Rausch genossen. Der Nachbarsjunge bot mir noch an mich nächstes Wochenende mal mit in eine Disko zu holen. Mal schauen was die hier drunter verstehen ;-)
Sonntag wollte ich dann ausschlafen. Pustenkuchen, um halb 10h klopfte es so penetrant an der Türe, so dass ich aufstehen musste. Mein Glück, es war nämlich der Internetguy. Er zog einfach ein Kabel durch das Fenster, laberte irgendwas auf Hindi und wollte dann 1500 Rupien haben. Hab ihn auf 1300 runtergehandelt, was wahrscheinlich immer noch viel zu viel war. Auf jeden Fall bin ich seit gestern Abend jetzt online. Zumindest physisch. Der speed ist Modemstyle. Muss mich gleich mal beschweren sobald ich den Burschen zu fassen kriege. Um 13h bin ich dann zu einer der Haupt- Sehenswürdigkeiten hier, dem 900 Jahre alten Colconda Fort aufgebrochen.

Nachdem ich erfolgreich 5 Führer abgewehrt hatte, schaffte es der 6. dann doch mich einzuwickeln. Also hatte ich einen persönlichen Guide. War im Nachhinein gar nicht schlecht. Er konnte gut Englisch und hat mir die Horden von Schnorrern vom Hals gehalten. Wir gingen also durch das Fort (es waren bestimmt 35 Grad) und er laberte und laberte. Zischendurch sprang mich dann mal ein Kopfloses Huhn an oder ich konnte live dabei sein, als ner Ziege der Kopf abgeschnitten wurde. Teilweise verstehe ich jetzt warum hier nur wenige Fleisch essen. Das alles gehörte zu einer Opfer Zeremonie, da ein bedeutender Hindutempel in dem Fort liegt. Zwischen der Führung wurde ich immer wieder mit von irgendwelchen Leutz angequatscht. Wie ich heiße, wo ich herkomme und vor allem ob ich einen Dollar für sie hätte. Sogar die kleinsten Kids. Keine drei Worte Englisch können aber Minutenlang hinter mir herlaufen und Money Money Money rufen. Da sieht man mal was sie hier als erstes beigebracht bekommen. Weißer Mann = Chance auf Kohle.

Nach der Besichtigung lief ich noch ein bisschen durch den angrenzenden Stadtteil und hatte mein erstes richtiges Brot hier in Indien. Die Suche nach einem Rischkafahrer, der mich nach Hause bringen sollte, gestaltete sich wieder recht schwierig. Die einen wollte horrende Beträge weil ihr Taxameter angeblich kaputt war und die anderen versuchten mich ohne ausgemachten Preis in ihr Rischkas zu locken. Einer erkannte seine Chance und bot mir an mich nach Taxameter zu fahren. Ich war ganz stolz das ich mich durchgesetzt hatte. Leider musste ich dann während der Fahrt feststellen das er irgendwas mit dem Teil angestellt hatte. Die Kilometer rasten nur so auf der Taxiuhr. Als ich ihn darauf aufmerksam machen wollte, verstand er plötzliche kein Englisch mehr. Vorher bestes Oxford gesprochen. Naja, was soll man machen. Zum Glück dreht es sich hier nur um Beträge im ein Euro Bereich.

Aber ich werde besser. Heute morgen hab ich den Kollegen auch auf einen normalen Preis runter gehandelt. Das lustige war mal wieder das er erst über die Kohle verhandeln wollte aber gar nicht wusste wo er mich hinbringen sollte. Also wieder durchfragen. Kennen wir ja schon…. So dann bin ich mal gespannt was diese Woche bringt. Hoffentlich mal was konkretes zum arbeiten. Mit der einleserei bin ich soweit durch und ich hab Lust was zu regeln.

So denn, Gruesse gen Saarland

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