Schwaben: Hello Shelbyville & Boston!
27.10.2008, 17:50Auch vom Schwaben gibts Neues, wie hier zu lesen. Da er aber, wie wir alle wissen, sehr gerne seine Umwelt und vor allem sich selbst fotografiert, macht ein Besuch auf seinem Original-Blog durchaus Sinn: Schwabens Blog bei Globalzoo
Boston 09.10.2008
Mit ein wenig Verspätung kommt jetzt der Blogeintrag für letzten Sonntag. Da war ich nämlich Boston. Eine sehr schöne Stadt! Am Samstag hatte Chunchun ihren Geburtstag bei uns im Haus gefeiert. Um fünf war die Party zu Ende. Und um neun musste ich schon wieder raus. Ich war zugegebenermaßen etwas geplättet. Nach einer belebenden Dusche im kalten Bad, ging es erst mal mit dem Taxi zum Bahnhof in Woo. Von da aus weiter mit einem Peter Pan Bus nach Boston South Station. Die Fahrt dauerte eine knappe Stunde.
In Boston angekommen, haben wir uns mit Städtekarten eingedeckt und sind zu Fuß in den nord-östlichen Stadtteil, um den Freedom Trail entlang zu laufen. Der Freedom Trail ist mit einem roten Strich auf der Starße gekennzeichnet und führt einen an Sehenswürdigkeiten in der Stadt vorbei. Die gesamte Route sah so aus: South Station-Freedom Trial-Bunker Hill-South Station-Harvard-South Station. Harvard war auch sehr imposant. Allerdings habe ich es irgendwie hingekriegt, das Haupttor zu verpassen….
Bilder sind im Album. Allerdings habe ich es mir diesmal geschenkt, jedes Bild zu kommentieren. Zu sehen sind Hochhäuser und alte Häuser. Und natürlich ich!
Hello Shelbyville! 29.09.2008
Das Fernsehen lügt! Gestern war ich auf dem Big E, einem Fest/Karneval/Welt der Familie/Kirmes/undundund in Springfield und die Leute waren nicht gelb!!! SAUEREI!!!
Davon abgesehen war die Veranstaltung ganz interressant. Im Wesentlichen stellen sich die New England Staaten vor; zum einen für Touristen, zum anderen aber auch auf kulinarische Art.Darüberhinaus gibt es aber auch Schmieden, Wohnhäuser und Schulen aus dem frühen 19. Jhd. zu sehen. Und Autos. Und Cheerleader.
Vier Stunden auf dem Rummel haben aber auch gereicht. Weil wir etwas früher zurück gefahren sind, habe ich es noch rechtzeitig zu unserem Fußballspiel geschafft. Wenn wir am Donnerstag gewinnen, sind wir totsicher in den play-offs!!!Wenn es gut geht, kann ich ein T-Shirt gewinnen.Der Hammer!
Unimäßig läuft auch alles. Mit einem Prof versuche ich die Stadtzeitung aufzupimpen. Weil die Zeitung dem Boston und der New York Times gehört, werden auch mit denen Zusammenarbeiten. Coole Sache, wie ich finde.
Jiiiiiiiihahh!!!!!!!
Bis demnächst!!! Und Grüße aus Massachusetts!
Julian: Auf dem Weg nach Perth…
27.10.2008, 17:30Einige Tage sind vergangen, seit meinem letzten Bericht aus Renmark. Es fuehlt sich gut an wieder auf der Strasse zu sein und was anderes zu sehen. Der Nachteil ist, ich hab eigentlich noch mehr zu Berichten aber weniger Zeit im Internet um alles zu erzaehlen. So kann ich nur Buchteile des Erlebten wiedergeben. Wir sind also Montag vor 2 Wochen aufgebrochen nachdem uns von allen Verabschiedet hatten. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Nationalpark, ganz in der Naehe um erstmal unser Equipment zu testen. Es gab uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns ins den naechsten Wochen erwarten wuerde. Um uns herum nichts als Natur. Da wir unser Zelt direkt am Flussufer aufgeschlagen hatten, probierten wir auch gleich unsere neue Angel aus. Hat aber leider nichts angebissen. Unseren Misserfolg beim Fischen vergassen wir dann aber schnell wieder nach ein/zwei Taesschen Wein. Paul, der ein begnadeter Koch ist, kochte uns ein leckeres Pastagericht auf dem
Lagerfeuer. (Paul’s Traum ist es, eines Tages in Taiwan sein eigenes Restaurant eroeffnen zu koennen.) Am naechsten Tag ging es weiter nach Adelaide.
Dort verbrachten wir 2 Tage in einem Hostel, das ich schonmal in einem der Berichte erwaehnte.(das mit der Sauna) Der Hammer war, dass ich dort einen guten Freund meines Cousins aus dem Saarland traf. Er hatte schon ein Jahr Australienaufenthalt hinter sich und ist 2 Tage spaeter wieder nach Deutschland geflogen. Da bist du schon am anderen Ende der Welt und triffst doch noch Leute die du kennst. Vor allem aber der Hammer weil, Australien groesser ist als Europa und es allein in Adelaeide bestimmt 20 Hostels gibt. Naja die Welt ist eben doch nur ein Dorf.
Eine Fahrradtour durch Adelaide brachte uns zum Strand und zum Meer, das wir alle irgendwie vermisst hatten. Nach Adelaide ging es dann nach Norden in Richtung Outback. Flinders Ranges, ein weiterer Nationalpark war der naechste Stop. Dort campten 3 Naechte in einer atemberaubenden Felslandschaft, fern jeder Zivilisation. (Dies bekamen wir zu spueren, als uns nach einiger Zeit das Trinkwasser ausging und wir einige Kilometer ins Hauptquartier fahren mussten um es dort teuer zu erstehen.) Waren auf jedenfall ein par schoene Tage, die wir unter anderem mit Wandern und Klettern verbrachten. Vom einem Berg zum anderem, grad wie es uns in den Sinn kam. Querfeldein und absseits aller Wege. Immer wenn wir auf einer Bergspitze ankamen, sahen wir eine Andere auf der wir in diesem Moment gerne waeren. Also marschierten wir los und waren so den ganzen Tag beschaeftigt. Des weiteren mieteten wir uns Mountainbikes mit denen wir einen Tag unterwegs waren. Das hat besonderst viel Fun gemacht. Die Drahtesel waren echt gut und wir waehlten ein par richtig coole Treckingwege. Waere genau das Richtige fuer euch gewesen @ Christian und Jens. Die ausgetrockneten Baeche, Felsen und Trampelpfade, die uns als Treck fuer unsere mehrstuendige Tour dienten, liessen unsere kleine Tour auf den Ensdorfer Schlackenberg alt aussehen. Ich vermute, wir trieben die Bikes bis an die Belastungsgrenze. Auch wir waren am Ende des Tages ziemlich fertig, aber auch gluecklich. Danach gings wieder raus aus der Einsamkeit zurueck zur Kueste. Wir fanden einen ruhig, am Strand gelegenen Campingplatz in Port Gibbon, wo wir 2 Tage uebernachteten. Eigentlich wars kein richtiger Campingplatz aber wir hatten zumindest Toiletten
. Ausserdem verbrachten einige aeltere Ehepaare ihren Campingurlaub dort. War also wie schon erwaehnt ein ruhiges Plaetzchen. Mogends fruehstueckten wir ausgiebig mit Meerblick. Anschliessend hingen wir den ganzen Tag am Strand rum, spielten Volleyball und Frisbee und gingen Schwimmen. Ab und zu sah man von weitem Ruckenflossen von Delfinen in der Ferne. Um meine, in den letzten Monaten ewas eingerostete Kondition wieder auf Vordermann zu bringen, fing ich an Morgends laufen zu gehen. Beim ersten Mal wars noch ziemlich hart, so frueh aus dem Schlafsack zu kriechen. Aber es lohnte sich. Ausser ein paar Moewen und Hasen, die sich in den Duenen vergnuegten, war noch keiner auf den Beinen. Das Meer lag still da und der Wolkenlose Himmel versprach einen wunderschoenen Tag. Ich fand einen schoenen Weg oberhalb des Strandes. Als ich es dann hinter mir hatte, fuehlte ich mich um einiges besser. Seitdem versuche ich es jeden Morgen in die Sportschuhe zu schaffen, wenn moeglich am Strand entlang zu laufen und danach ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen. (Es gibt kaum besseres
) Unser naechster Stop lag in Port Lincoln. Beruhmt fuer seinen Thunfischexport. Aber auch sonst sind die Meeresfruechte vom Allerfeinsten Wir hatten vor unser Camp im Port Lincoln Nationalpark aufzuschlagen, der sich auf einer Halbinsel in der Naehe befindet.Wir fanden einen schoenen Platz mit Meerblick. Dummerweise befand der sich aber in der Hafenbucht. Brachte den Vorteil mit sich, dass das Wasser ziemlich still da lag. Kaum Wellen und kaum Wind. Nach meinem Einwand, dass wenn wir aber Delfine und Wale sehen moechten wir doch besser einen Strand zum offenen Ozean hin waehlen wuerden, fuhren wir noch ein Stueck weiter. Auf der anderen Seite der Halbinsel fanden wir dann Septemberbeach. Ein wirklich malerischer Strand, rechts und links gescchuett von Felsen, die sich ideal zum Angelm eignen. Das Einzige “Problem” war, dass wir keinen Meeresblick vom Zelt aus hatten sondern 30 Meter zum Strand gehen mussten
. Aber als wir dann nahe am Strand ganz deutlich die Rueckenflosse eines Delfines auftauchen sahen, ueberzeugte es auch den letzten von uns davon, dass dies das perfekte Plaetzchen ware. Wir verbrachten dort 3 wundervolle Tage mit Schwimmen, Schnorcheln, Angeln und allerlei anderer Aktivitaeten. An dieser Stelle muss ich wieder Pauls Kochkuenste loben. Er schafft es immer wieder, quasi aus dem Nichts die koestlichsten Gerichte zu zaubern. (Erinnert mich ein bisschen an Toca) Wie es sich fuer einen richtigen Koch gehoert ist sein japanisches Messer sein ein und alles. Ohne das kann er nicht kochen sagt er. Quasi die Seele seiner Kueche.
Die Abende verbringen wir fuer gewoehnlich mit einer Partie Poker, Lesen, ner Lektion Spanisch oder wir schauen Filme auf Jeroens Laptop. (Nicht gerade was in einen Nationalpark gehoert, aber es bringt etwas Abwechslung mit sich) Natuerlich haben wir auch immer das altbewaehrte Lagerfeuer am Start.
Eines Abends, wir sahen gerade einen Horrorfilm im Zelt, sprang Paul erschrocken auf und schrieh, dass sich unter dem Zelt eine Schlange befinden wuerde. In der Tat bewegte sich etwas Schlangenartiges unter dem Boden. Wir, total ueberfordert, wussten zunaechst nicht so recht was zu tun sei. Alle schrien durcheinander. ‘Kill it’, ‘Close the doors’, ‘ Leave it alone’, ’Don’t touch it’, ‘A snake, a snake’. Als wieder Ruhe einkehrte, entschlossen wir uns erstmal nachzusehen. Paul hob das Zelt mit einem langen Stock an waehrend ich einen Blick darunter riskierte. Wir konnten aufatmen. Anstatt einer Schlange blickte mich ein kleiner Drache(keiner von der Feuer spuckenden Sorte) an. Scheinbar genauso verdutzt wie wir es waren, denn er bewegte sich zuerst kein bisschen bis er dann nach einiger Zeit wieder hektisch im Busch verschwand. Nach dieser kurzen Aufregung konnten wir beruhigt unseren Film vortsetzen. Nach Port Lincoln verbrachten wir eine Nacht direkt an einem am Strand. Dieser war gluecklicherweise zum Westen hin gerichtet. Denn als wir Abends dort ankamen war die Sonne grad dabei im Meer zu versinken und wir konnten so einen wunderschoenen Sonnenuntergang geniessen. Unser Zelt, nur wenige Meter vom Meer entfernt, stand auf butterweichem,weissem Sand, der sich, da noch warm von der Mittatgssonne, wie ein Teppich anfuehlte. Nach einem gutem Abendessen sassen wir noch einige Zeit am Lagerfeuer zusammen und genossen die laue Fruehlingnacht (
fuer uns Mitteleuropaeer fuehlt es sich eher wie Sommer an). Das sanfte rauschen des Meeres half beim schnellen Einschlafen. Geweckt wurden wir jedoch etwas unsanft, da ein Sandsturm versuchte unser Zelt samt Insassen davon zu wehen. Aufgrund dieses Umstandes trafen wir die Entscheidung, so schnell wie moeglich aufzubrechen.Danach vebrachten wir ein paar Tage in Ceduna auf einem richtigen Campingplatz, mit so kompfortablen Dingen wie Duschen und Strom, um mal wieder ein bisschen Zivilisation zu schnuppern bevor es dann weiter ging. Purer Luxus ,wenn man betrachtet was noch vor uns lag. Nach 2 Naechten Energie tanken ging es dann wieder los. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch ca 1800 km nach Perth. Ein sehr langer Abschnitt fuehrte durch Niemandsland. Die Zivilisation entlang dieser Strecke ist duenn gesaeht. Nur einige sogenannte Roadhouses befinden sich in 150km Abstaenden, in denen man fuer teures Geld Sprit und etwas zu Essen bekommt. Es gibt wohl nicht so viel zu erzaehlen von dieser Zeit, die wir meisstens mit Fahren verbrachten. Auf endlosen Strassen die bis zum Horizont reichten. Fast nur geradeaus, durch eine karge, trockene, steppenartige Landschaft. 150kmlang ging es in der Tat nur geradeaus (Die laengste gerade Strecke Australiens). Aus Langeweile begannen wir die toten Kaenguruhs am Strassenrand zu zaehlen. (Der Rekord liegt bei 8 Tieren in 30 Sek). Jeder entgegenkommende Fahrer gruesste freundlich. Nicht selten waren es die endlos langen Roadtrains fuer die Australien bekannt ist. Es ist nicht gerade eine angenehme Gegend fuer eine Autopanne, aber genau das geschah. Es war nichts Wildes. Wir verloren Kuehlermittel durch ein Loch in einer der Leitungen, konnten dies aber mit ein paar Handgriffen selbst beheben. (Leider versagte das gute alte Panzertape diesmal auf der oehligen Obeflaeche des Schlauches. Sonst waere es wohl noch scheller von statten gegangen.
) Erwaehnenswert sind warscheinlich noch die Wale, die wir in der grossen australischen Bucht beobachten konnten. 7 an der Zahl. Muttertiere und ihre Kaelber. Wie wir erfuhren waren es letzten Monat noch ueber 60 und 2 weisse Haie, die sich dort tummelten. Wieder zurueck in der Zivilisation, besichtigten wir ne alte Goldmine in Norseman und verbrachten 3 Naechte in Esperance an der Kueste. Da wir spaet am Abend dort ankamen fanden wir keinen freien Campingplatz und mussten daher die erste Nacht im Auto pennen. Wir stellten es direkt ueberm Strand ab, wo Campen strengstens verboten war.
War uns aber in dem Moment egal. Ausserdem hatte ein Paerchen mit einem alten VW Bus die selbe Idee. Die folgenden 2 Naechte verbrachten wir dann wieder auf einem Campinplatz, liessen den Kuehlerschlauch austauschen und erkundeten den Ort, der mir uebrigends sehr gut gefiehl. Es gibt dort nette kleine Kaffees an der Promenade, weisse Sandstraende und die typischen Geschaefte. Ach ja und da ist noch ein ziemlich langer Pier, wo wir Sammy trafen, einer Seeloewen der dort in der Bucht lebt. (
Seeloewe muesste man sein . Den ganzen Tag am Strand liegen und sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen.) Weiter gings wieder in einen Nationalpark. Auf dem Weg dorthin fuhren wir an der Kueste entlang. Vorbei an postkartenreifen Straenden. (Die scheinen richtung Westen immer schoener zu werden) An einem dieser Straende stoppten wir um Schwimmen zu gehen. Der Anblick war atemberaubend. Nahe des Ufers gab es einige Felsen im Wasser die kleine Inseln bildeten. Wir nutzten sie als Sprungturm und schnorchelten einmal drum herum. Nach dieser kurzen Abkuehlung, die uns allen gut tat, ging es weiter in den Park. Wir fanden mal wieder ein perfektes Plaetzchen fuer unser Zelt. Oberhalb eines einsamen, jedoch malerischen Strandes. Dieser war umgeben von einigen Bergen (eher Huegel), die Paul, Jeroen und ich sofort erklommen. Dort oben bot sich uns eine fantastische Aussicht auf die umliegende Lanschaft, das Meer und die Sonne die in diesem zu versinken begann. Fuer den Rueckweg waehlten wir einen kuerzeren aber auch gefaehrlicheren Weg, die Klippen hinab. Unten, am Strand, angekommen entschieden wir kurzerhand noch ein Bad zu nehmen, bevor es ganz dunkel wurde. Als wir grade damit beschaeftigt waren Paul ins Wasser zu zerren, konnte ich schemenhaft einen etwas groesseren Fisch in der Brandung erkennen. Bei naeherem Hinsehen erkannten wir, dass es ein Minihai war, der uns offentsichtlich interessiert zu folgen schien. Allerdings weiss ich nicht ob er uns anknabbern wollte (er haette jeden Kampf gegen meinen grossen Zeh verloren
) oder einfach nur neugierig war. Beim Versuch ihn zu fangen, verschwand er dann wieder in den Tiefen des Ozeans. Am naechsten Morgen hatten wir dann etwas mehr Jagdglueck und erwischten einige Krabben am Strand. Paul bereitete diese dann fachmaennisch zu einem Snack. (Er sagt, er koenne alles kochen so lange es in einen Topf passt
) Nach anfaenglichem Ekel, fanden wir dann auch Geschmack an der Sache. Wir verbrachten einen halben Tag unten am Strand und fanden ein kleines Korallenriff, das sich ideal zum Schnorcheln eignete. Ausserdem versuchten wir mal wieder Fische zu fangen. Allerdings blieben die Schalentiere vom Morgen unser einzigster Fang an diesem Tag. Spaeter ging es dann in Richtung Albany weiter, wo ich mich jetzt gerade befinde. Wir haben unser Zelt auf nem Nobelcampingplatz direkt am Strand stehen. Das ist dann auch richtiger Luxus mit Swimmingpool, Whirlpool und so nem Schnickschnack. Aber Luxus liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Als wir die paar Tage nichts als Staub und Strasse sahen, fanden wir eine einfache Dusche fuer auesserst luxurioes. Naja ist hier auf jedenfall Alles vom Allerfeinsten und die Stadt ist auch der Hammer. Wir haben uns ueberlegt hier in der Gegend Arbeit zu suchen und zusammen ein Haus am Strand zu mieten (Ist billiger als in Hostels). Waere bestimmt ne tolle Sache. Irgendwo in der Gegend werden auch Lifeguards gesucht. Mal sehen wie es weitergeht. Morgen brechen wir auf jedenfall nach Perth auf um dort Daniel abzusetzen, der dort nen Sprachkurs belegen will. Ausserdem muss Paul seine Steuerrueckverguetung beantragen. Werden dann in Perth ein bisschen ausgehen und anschliessend das letzte Stueck der Suedweskueste wieder runterfahren um dann vll nen Job zu finden. Des weiteren haben wir einige Festivals im Auge, die bald in der Gegend stattfinden. Ich melde mich dann warscheinlich demnaechst wieder oefter zu Wort.
Bitte verzeiht mir all die Rechtschreib-und Tippfehler. Mein Deutsch rostet doch in letzter Zeit ein bisschen ein. Ausserdem hab ich kaum Zeit fuer ne Korrektur. ![]()
Bene: Wunderbares Goa
09.10.2008, 10:43Nachdem ich euch die letzte Zeit mit Informationen rund um mein Leben in Hyderabad versorgen konnten, habe ich es am verlängerten Wochenende endlich an den Strand geschafft. Für mich stand das erste Ziel hier außer Frage- Goa.
Da wollte ich schon seit Jahren hin, und dass nicht nur wegen des Strands. Vielleicht haben einige von euch den Film „The Beach“ gesehen. In Goa gibt’s Leute die dieses Leben führen. Viele Israelis, Deutsche, Spanier, Australier, etc. Natürlich ein bisschen abseits des touristischen Trubels (der sich zum Glück noch in Grenzen hält) 5 interessante und anstrengende Tage liegen hinter mir.
Es ging damit los, dass am Dienstag mein Zug gestrichen wurde. Einfach so. Also bin ich Mittwochmorgen im 7h aufgestanden und nach Nampalli gefahren. Hab im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das der beste Platz ist im einen Bus nach Goa zu ergattern. Ich kam also 8h da an und hab den Typen erst mal aus dem Bett geschmissen. Der lebt in seinem Buero, wie viele Inder. Nach längerer Diskussion hab ich den letzten Platz in einem Alternativbus ergattert, der ca. 300 km von hier startete. Was das genau bedeutete erfuhr ich aber erst am Donnerstag, als meine Reise um 11h morgen begann. Zusammen mit einem Inder aus Goa und seinem Australischen Freund (alt Hippies, so um die 50) startete ich in einem relativ komfortablen Auto. Leider stiegen auf dem Weg noch einige andere Leute hinzu, so dass ich mit 10 Leuten in der Karre saß. So gegen 18h sind wir dann irgendwo im nirgendwo in einen Bus umgestiegen. Diese Stadt war wirklich der Horror. Indien ist nirgendwo ein sauberes Land aber dieses Town war noch eine Nummer verschärfter. Entwicklungsland laesst gruessen. Mein Transportmittel war allerdings kein normaler Bus, sonder einer mit Schlafkojen und viel zu kalt eingestellter Klimaanlage. Nach einigen nächtlichen Stopps und einem Abendessen in dem schiersten indischen Straßen- Restaurants (da hätte ich vor 3 Monaten nicht mal meinen Hund essen lassen), versuchte ich dann ein bisschen zu schlafen.
Als wir am Freitagmorgen um 6h in Panjim (Hauptstadt von Goa) ankamen musste ich noch 2 Stunden auf der Veranda des Hotels warten, in dem Chris und Andrew (Australischer Kollege von Chris- hat eine Weltreise gemacht und in Indien seinen letzten Stopp) am Vorabend eingecheckt hatten. Die konnten sich den Flug leisten. War aber gar nicht so schlecht, da ich mit verfolgen konnte wie das Städtchen erwacht und die Sonne aufging. Nachdem wir uns die paar Sehenswürdigkeiten angeschaut haben, sind wir so gegen 13h mit einem Taxi nach Anjuna Beach. 30 Kilometer an der Küste vorbei für 8 Euro. Haben dann auch gleich im erst besten Hostel eingecheckt. Direkt am Strand, mit kleiner Bar und sauberen Zimmern. Da es ein zweier Zimmer war durfte ich dann mit einer Art Arztliege vorlieb nehmen. Nach der Nacht im Bus, eine wirkliche Verbesserung.
Den Freitag haben wir dann an der Bar gechillt, uns Anjuna angeschaut (ein mini Dorf zwischen Palmen und Strand) und zum Abschluss des Tages fürstlichst gespeist. Dieses Restaurant war wirklich eines der Besten die ich bisher in Indien gesehen hab. Direkt am Strand, offen mit Schaukelstühlen, Sofas, die beste Musik (u.a. Edith Piaf, indische Madras, ministry of sounds etc.) und ausschließlich vegetarischen Essen. War aber wirklich das beste Vegetarische, was ich je gegessen hab.
Danach sind wir dann, nach einem Spaziergang am Strand, bei Zeiten ins Bett. Am Morgen gleich wieder in unser Strand- Restaurant und um 10h mit 3 gemieteten Rollern auf Tour. Das war wirklich super genial. Die Dinger hatten noch gut Power und wir sind die Küste komplett hoch gefahren.
Vorbei an verlassen Stränden und durch urige Dörfer. Zwischendurch mit den Rollern in den Dünen rumgeheitzt und auch mal im 25 grad heißen indischen Ozean abgekühlt. In Vagator war dann schon einiges mehr los. Hier haben sich die ganzen Traveller zurückgezogen. Die meisten sind schon seit Monaten hier in Goa und genießen das Leben. Die Stimmung ist total ausgelassen und jeder ist offen und freundlich. Wurden dann auch gleich zu einer Party für den Abend eingeladen.
Auf dem Rückweg kamen wir dann mit einem indischen Pärchen, dass wir überholen wollten, ins Gespräch. Sie erzaehlten uns, dass sie ein Appartement hätten, das sie über Weihnachten vermieten würden. Ist leider 5 min. vom Strand entfernt. Platz für 6 Leute und komplett neu eingerichtet. Gar nicht so schlecht. Sie will 1000 Rupien pro Tag. Sind so 15 Euro (/6~2,5 Euro pro Person pro Tag). Also spott billig. Unsere aktuelle Unterkunft soll an Weihnachten um die 80 Euro kosten, da in der Hauptsaison die Preise steil nach oben gehen. Von daher ist das 1000 Rupien Appartement echt eine Überlegung wert.Wieder zurück in Anjuna haben wir noch ein bisschen in der Strandbar gesessen und einfach nur die Atmosphäre genossen. Nach dem essen war von den beiden anderen dann keiner mehr so richtig fit. Durch meine Überredungskunst konnte ich Chris allerding dazu bewegen mit mir auf die Party zu fahren.
Wir sind dann im viel zu teuren Taxi irgendwo in den Busch gefahren. Die Party war richtig schlecht. Ist leider noch keine Saison und die versprochen 200 Leute waren wohl noch auf dem Weg. Sorry nochmal Chris!
Dass es nicht ganz umsonst war, probierten wir noch das Goa Nationalgetränk. Was mir keiner sagte, war das es 50 % hatte und nachdem ich das Ding geext hatte, kam es auch genau so schnell wieder raus. Blöde nur das wir direkt an der Bar saßen. Das war dann auch der Moment in dem wir uns entschlossen zu gehen.
Sonntag dann noch ein bisschen mit dem Roller rumgecruist und die anderen beiden sind dann um 12h zum Flughafen. Ich hatte nach ein wenig Zeit und bin bei einem Kollegen meiner indischen Hyderabad Freunde vorbei. Die vermieten auch Zimmer. Leider sind die schon komplett ausgebucht. Super Lokation. Ein portugiesischer Villenkomplex. Im Kreis gebaut mit gemeinsamen Garten in der Mitte. Da finden dann auch immer private Partys statt. Hab mir die Nummer für Weihnachten notiert.
In Panjim hatte ich dann noch ein bisschen Zeit bevor mein Bus startete und hab im Park die letzten Sonnenstrahlen genossen.
Mit dem Bus hatte ich diesmal weniger Glück und musste mir die Koje mit einem jungen Inder teilen. Glaube der Kollege hat 16 Stunden am Stück telefoniert. Mitten in der Nacht sind wir dann wieder in ein Auto umgestiegen und 5 Stunden zurück nach Hyderabad gefahren. Neben einem indischen Golf Profi, meinem telefonierenden Kojennachbar war auch noch eine indische Familie mit einem Kind dabei. Der kleine Bengel war total verzogen und ist die ganze Fahrt über im Auto rumgeturnt. An Schlaf war da nicht mehr zu denken.
So um 11h war ich wieder zurück in der Wohnung, hab schnell geduscht und bin dann auf die Arbeit. Da wollte dann natürlich jeder haar genau wissen was so los war. Also nix mit entspannter Tag.
Gestern Abend dann noch schnell die Wohnung ein bisschen auf Vordermann gebracht (die Deutschen sollen bald ankommen
und dann erst mal 10 Stunden gepennt. Morgen und übermorgen ist wieder Feiertag hier. Das nutzte ich dann erst mal für mich von dem Trip zu erholen bevor es dann Freitag für 10 Tage nach Nepal geht…
Resümee: Goa ist der perfekte Ort um einem kostengünstigen, Besonderen, nicht von Pauschaltouristen überlaufen, entspannten und erlebnisreichen Individualurlaub zu verbringen. Ich kann jedem nur ans Herz legen sich das mal anzuschauen.
Heitz, Jan und Sandra: Freut euch! Da werdet ihr an Weihnachten mal was Außergewöhnliches erleben ![]()
Habe gerade erfahren, dass die zwei Karlsruher morgen Abend um 1h in der Nacht ankommen. Wer darf sie abholen.
Ich natürlich. Wenn man sich nur mal so um mich gekümmert hätte… Na ja, dann hab ich wenigstens ein paar deutsche Mitstreiter hier
ich gruesse euch alle, wo immer ihr euch gerade aufhaltet
Bene
Bene: Zwischenbericht
09.10.2008, 10:38Es ist Dienstagmorgen und ich sitze wie jeden Tag in meinem viel zu warmen Office und kämpfe gerade noch mit den Nachwehen des gestrigen Abends. Julia, unsere „Princess“ (auf der Erbse) ist heute Morgen heimgeflogen. Trotz des mal wieder phänomenalen Wochenendes haben wir uns gestern alle Mann nach der Arbeit in der Sportsbar getroffen. Aus meinem Plan mich gegen 23h zu verabschieden wurde mal wieder nix. Der Abend endete in der Lobby irgendeines Hotels wo wir uns noch ein paar kalte Getränke servieren und den Abend locker ausklingen ließen. Als ich die Rechnung gesehen hab, dachte ich erst das sie ein Witz. Irgendwas um die 200 Euro fuer vielleicht 10 dezente Getraenke. Aber in einem Laden, der keine Falsche Rotwein unter 500 Euro anbietet ist das noch ein guter Schnitt. Zum Glück waren wir wieder in Bester Gesellschaft und so mussten wir uns, dank freundlicher Unterstuetzung unserer Neureichen Kameraden, keine Gedanken um das Cash machen.
Kurzer Excurs:
Wie soll man ein Land beschreiben, das sich innerhalb weniger Jahre bei der Kaufkraft zur drittgrößten Wirtschaftsmacht hinter den USA und China aufgeschwungen hat, in dem aber immer noch ein Drittel der Menschen weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung hat und jedes Jahr 1,9 Millionen Kinder an Mangelernährung sterben? Wie soll man ein Land beschreiben, in dem jedes Jahr mehr als drei Millionen junge Menschen die Universitäten verlassen, aber nur drei Viertel aller Kinder die fünfte Klasse erreichen? Wie soll man ein Land beschreiben, in dem am frühen Abend die Luxuskarossen vor den Bars der Fünf-Sterne-Hotels vorfahren und gleich um die Ecke tausende Menschen ihre elende Schlafstatt unter freiem Himmel errichten? Es fällt schwer, das Indien, das sich einem nur in kleinen, aber umso intensiveren Ausschnitten zeigt, in Worte zu fassen, geschweige denn zu begreifen.
Excurs Ende
Ich versuche mal euch die letzten 2 Tage (die symbolisch für die meisten Wochenenden hier stehen) zu erzählen.
Am Wochenende wird sich meist in der Sportsbar (bisschen wies Route66) getroffen. Die schließt dann um 24h und unser Abendteuer beginnt. Dieses mal starten wir in Chris Wohnung… Da nur wenige Lokalitäten in der Stadt die Erlaubnis haben länger wie 3h auszuschenken, kennt man die Optionen inzwischen. Drunter sind zwei Club, die sich in Hochhäusern befinden. Man fährt quasi mit dem Aufzug ins oberste Stockwerk, die Türen öffnen sich und man ist in einer anderen Welt. Kaum zu beschrieben, macht aber Spass. Durch unsere Begleitung brauchen wir uns auch hier keine Sorgen ums reinkommen oder um die Getränke zu machen. Viel interessanter sind allerdings die beiden „Partykeller“ im „Marriott“ (5 Sterne) bzw. dem „Touch Krishna“ (6 Sterne). Wobei Partykeller ziemlich untertrieben ist. Ungefähr die Größe vom Sound in Dillingen. Mahagoni-getäfelte Wände, wuchtige Möbel, Hightech, wohin man schaut. Hier tummeln sich dann am Wochenende auch die indische High Society und die paar Weißen, die in der Stadt sind. Zusammen mit den internationalen Hotelgästen und Geschäftsleute ergibt sich eine grazy Mischung von verschieden artiger Individuen, die glaube ich in Europa niemals so zusammen kämen.
Letztes Wochenende haben wir den Bock aber abgeschossen. Chris hat durch seinen Boss den Manager des bekanntesten Clubs kennengelernt und für letzten Samstag die VIP Lounge gebucht. Also das war echt der Hammer….
Ihr müsst euch den Club als mittelgroße Disko vorstellen. Vor der Türe haufenweise Leute die warten um reinzukommen. Wir fahren vor. Sofort kommen zwei Angestellte, wir den drücken die Schlüssel in die Hand und sie verschwinden irgendwo mit der Karre. Der Manager erwartet uns schon am Eingang. Ohne den Eintritt von 40 Euro (pro Person) zu bezahlen werden wir durch den Club in die obere Etage geführt. Dort hatten wir eine Art überdimensionales Wohnzimmer mit mehreren Flatscreens, eigener Bar und Personal und das Beste waren die Fenster. Eine Seite des Raums war mit verspiegelten Fenstern ausgestattet und draußen ging der normale Clubbetrieb ab. Wir sind ab und zu raus und haben nach und nach immer mehr Leute eingeladen. Irgendwann war in der Lounge mehr Stimmung als draußen. So gegen 3h haben wir den Club dann verlassen mit ca. 20 Leuten verlassen und sind ins Sheraton (auch so ein pick feines Hotel). Dort ging es dann weiter bis in die Morgenstunden. Ich war so gegen 8h daheim, hab bis 14h geschlafen, die Wohnung sauber gemacht und abends sind wir dann noch gemeinsam was essen gegangen. Während der Woche herrscht ein reger Mailverkehr zwischen uns allen und so jeden zweiten Abend unternehmen wir auch was. Manchmal kann es halt auch passieren, dass einige von uns vergessen, dass es eigentlich noch kein Wochenende ist und dann muss man halt mit 3 Stunden Schlaf auskommen. Geht auch.
Heute Morgen hätte ich meinen Putzmann kicken können. Inzwischen überlegt er sich jeden Tag neue Gründe ein bisschen Kohle abzustauben. Normalerweise hab ich den gut im Griff aber gerade heute war es so was von anstrengend. Musste ihn irgendwann rausschmeißen und erst mal in Ruhe wach werden.
Dann komm ich hier im Buero an und das erste was ich erfahre ist, das mein Zug, mit ich morgen nach Goa fahren wollte, gestrichen wurde. Einfach so. Jetzt muss ich versuchen was Alternatives zu finden. Andernfalls wird man Kurzurlaub leider ausfallen müssen. Hätte gerade gut gepasst, da Chris und sein Australischer Kollege (ist für 3 Wochen zu Besuch) auch mit von der Partie sind. Aber denke mal das bekomm ich noch irgendwie geregelt….
Nächste Woche bekomm ich dann zwei neue Mitbewohner aus Karlsruhe. Bin mal gespannt wie bussy es dann in der Wohnung zugeht. Hab mich ganz gut mit dem alleine Wohnen arrangiert. Auf der anderen Seite kommt dann wieder ein bisschen Veränderung hier rein, was auch nie verkehrt ist.
Dr. Uli wird für fünf Wochen zurück nach Deutschland auf irgendwelche Kongresse fahren und die Freundin unseres Hyderabad- Manager- Chris kommt nächste Woche . Die beiden machen dann erst mal 4 Tage Dubai und danach noch ne Woche auf die Malediven… Also Langweilig scheint’s mal nicht zu werden. Ich hätte die Möglichkeit Mitte Oktober 10 Tage nach Nepal zu fahren. Da würden dann ausschließlichInder mitkommen, was aber nichts macht, da sie wirklich super in Ordnung sind.
Geplant sind 2,5Tage Zugfahrt nach Kalkutta und von da aus mit einem gecharterten Flugzeug zu einem internationalen Traveller treff im Himalaya. Das Ganze geht 3 Tage und danach wieder zurück. Da hätte ich echt super Lust drauf. Weiß aber noch nicht ob das mit meinem Urlaub klappt.
In der Firma ist so eine Sache. Ich bin Rückblickend komplett übermotiviert hier angekommen. Inzwischen hab ich mich aber angepasst und meine Arbeit findet unternehmensweit Anerkennung. Nur die Leistungsanforderungen (also die erledigte Arbeit in einer bestimmten Zeit) unterscheidet sich doch sehr von dem was wir kennen… was ja nicht unbedingt schlecht sein muss >-)
Ich melde mich wieder nach Goa mit hoffentlich ein paar schönen Photos von mir am Strand, hehe
peace